accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Die Puget-Sund-Häfen. 
4Q7 
wie für Löschen von Stückgut. Ballast kostet an Bord zu liefern 1.$ die Tonne, 
Holz zu Stauen 90 cents für 1000 Fuß, Getreide 65 cents die Tonne. 
Für das Landen oder Absetzen von Gütern an den Landungsanlagen ist 
zu zahlen: 25 cents für die Tonne Stückgut oder Produkten, 10 cents für die 
Tonne Steine oder für 1000 Stück Ziegel, 25 cents für 1000 laufende Fuls Hölzer 
und für Baumaterialien, 10 cents für jedes Pferd oder Stück Hornvieh, 5 cents 
für jedes Stück Schwein, Schaf, Ziege oder anderes Kleinvieh. 
Handelsverkehr. Die Stadt ist der Endpunkt der Great Northern-Eisen- 
bahn. Durch die Columbia und Puget Sound-KEisenbabn steht sie mit Britisch 
Columbien und der Candian Pacific-Eisenbahn in Verbindung, wie auch nach 
Süden mit Oregon und Californien und der in Tacoma mündenden Northern 
Pacific-Bahn. Das Land in der Umgegend ist sehr fruchtbar und reich an Holz, 
wie auch an Kohlen und Mineralien, und die Flüsse reich an Fischen. Durch 
die neu entdeckten Goldlager im Klondike-Gebiete hat der Handelsverkehr von 
Seattle ebenfalls bedeutend zugenommen. 
Außer dem ausgedehnten Küstenverkehr besteht direkte Dampfechiffs- 
verbindung mit den Sandwich-Inseln und mit Ostasien; mit Ostasien durch die 
japanische Gesellschaft Nippon Yusen Kaisha alle 30 Tage, 
Die hauptsächlichen Artikel für die Einfuhr sind Thee, Kaffee, Reis, Salz, 
Eisen, Zinn und Cement; die Hauptartikel der Ausfuhr Getreide, Mehl, Schlacht- 
vieh, Häute, Butter, Käse, Früchte, Heu, Fische, Holz und. Kohlen, 
Im Jahre 1899 wurden in den öffentlichen Schlachthäusern geschlachtet: 
14 293 Stück Hornvieh, 25000 Schweine, 42 000 Schafe und 2000 Kälber. Von 
den in der Nähe befindlichen Kohlengruben wurden in demselben Jahre durch 
Eisenbahn 830 000 t Kohlen nach Seattle gebracht, von denen mehr als 270 000 t 
allein nach San Francisco verschifft und insgesammt im Küstenverkehr mehr als 
440 000 t verladen wurden. Ueber den Küstenverkehr giebt es nur Statistik über 
den Verkehr mit dem Auslande, d.h. Britisch Columbien, und da der Küsten- 
verkehr den Hauptverkehr bildet, so erscheint es nicht zweckmäfsig, die übrigen 
Angaben zu veröffentlichen. 
Der Hafen besitzt ein Hauptzollamt. Daher brauchen die nach Seattle 
bestimmten Schiffe nicht in Port Townsend einzuklariren. Sie haben dort nur 
die Vorschriften der Gesundheitsbehörden zu erfüllen. 
Ta klarirten im Jahre 1899 ein in Seattle: 
Van 
San Francisco und der südlichen Küste 
Alaska .. 0. 2. 0.0... 
fremden Häfen. . . ..“ 
([nsgesammt 
Schiffe 
9230 
275 
120 
635 | 
"Tonnen 
298 500 
172 000 
141 150 
611 650 
Ausrüstung aller Art ist stets in genügender Menge vorräthig und un- 
gefähr zu denselben Preisen zu haben, wie in San Francisco. Kohlen sind 
stets in grofser Menge vorräthig und zu billigen Preisen zu haben. Frisches 
Wasser ebenfalls, das man direkt aus der Rohrleitung bekommt zum Preise von 
etwa 1 $ die Tonne. 
Auskünfte für den Schiffsverkehr. Das Kaiserliche Konsulat befindet 
sich in Tacoma. Agenten des Germanischen Lloyd, des Vereins Ham- 
burger Assekuradeure, sowie deutsche Schiffsmakler oder Schiffs- 
händler giebt es nicht am Orte. Der Hafenmeister ist der höchste Hafen- 
beamte.. Ein Zollamt befindet sich am Orte. Ein Seemannskrankenhaus 
ist nicht vorhanden, doch giebt es andere Krankenhäuser, in denen auch Seeleute 
Aufnahme finden. Seemannsheim und Seemannsmission sind vorhanden. 
Seemannsentweichungen kommen häufig vor. Die Matrosenheuer betrug 
im Jahre 1898 25 $ pro Monat. 
Vorrichtungen zur Bestimmung der Deviation oder zur Vergleichung 
nautischer und meteorologischer Instrumente sind nicht vorhanden. See-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.