Die Puget-Sund-Häfen,
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zu allmählich verengt.. Die Ufer sind ziemlich hoch und bilden steile Abhänge;
die Gipfel sind mit Wald bestanden, aufßer in der Nähe der Stadt, die an der
Nordwestseite gerade innerhalb der Mündung liegt. Es ist ein sicherer Hafen,
doch wegen seiner Längenausdehnung verursachen stürmische Südostwinde hohen
kurzen Seegang, so dafs das Landen bei der Stadt oft schwierig wird.
Einsteuerung. Schiffe, die von der Juan de Fuca-Strafse nach Port
Townsend wollen, müssen das flache Wasser über felsigem Grunde an der Nord-
seite von Wilson Point meiden, das durch eine rothe spitze Tonne, die
die Nummer 6 führt, bezeichnet wird, Wilson Point sowie die 1%4 Sm südsüd-
östlich davon liegende Huk Hudson Point sind durch Leuchtfener bezeichnet.
Ebenso die gegenüber an der Ostseite vom Admiralty Inlet liegende Huk Ad-
miralty Head und die die südöstliche Huk der Bucht Port Townsend bildende
Huk Marrowstone Point.
Sobald Hudson Point frei von Wilson Point kommt, kann man die
letztgenannte Huk in etwa 110 m Abstand oder auf 36 m Wassertiefe passiren.
Wenn die Huk dwars peilt, sollten Dampfschiffe SO!/S steuern, um das sick
nördlich von Hudson Point ziemlich weit vom Lande ausdehnende Flach zu ver-
meiden. Segelschiffe können bei westlichen Winden freilich zunächst ein wenig
westlicher steuern bis auf etwa. !/a Sm Entfernung von Hudson Point, dann
müssen sie aber soviel abhalten, dafs sie nördlich von dieser Huk !/s Sm vom
Lande entfernt 10 bis 18 m Wasser und harten Grund lothen. Wenn die Bucht
offen kommt, können sie sich der Huk allmählich nähern und diese in geringem
Abstande passiren, um, ohne wenden zu müssen, nach dem Ankerplatze vor der
Stadt zu gelangen.
Es empfiehlt sich, bei der Einsteuerung Schlepperhülfe zu nehmen, da es
im Sommer häufig vorkommt, dafs Schiffe ohne Schlepper tagelang vor der Ein-
fahrt in der starken Strömung in Windstille auf- und abwärts treiben, und im
Winter südöstliche Winde oft das Weiterkommen verhindern, ;
Anker- und Landungsplätze. Im Sommer kann man irgendwo vor der
Stadt in !/4 Sm Abstand davon auf 18 bis 22 m Wassertiefe ankern, im Winter
dagegen mul man weiter nach draufsen ankern, um bei eintretendem Südostwind
unter Segel gehen und Hudson Point klaren zu können,
Schiffe, die hier ihren Ballast oder einen Theil desselben löschen wollen,
müssen aufserhalb der 36 m-(2U Faden-)Grenze ankern, wo sie ihn ohne Weiteres
über Bord werfen können. Man kann zum Löschen des Ballastes Dampfwinden
zu 15 $ den Tag miethen.
Es giebt eine ganze Anzahl von Landungsbrücken, die zum Löschen und
Laden von Schiffen dienen. Die Wassertiefe an denselben beträgt bis zu 6,1 m.
Die Stadt liegt unmittelbar innerhalb Hudson Point auf der welligen An-
höhe am Hafen. Sie ist der Endpunkt der Southern Railway und ein im Auf-
blühen begriffener Handelsplatz.
Handelsverkehr. Im Jahre 1899 liefen insgesammt ein 1171 Schiffe von
659 079 Registertonnen Raumgehalt, gröfstentheils Küstenfahrer unter amerika-
nischer Flagge. Von denselben waren 967 Dampfer mit 498 660 Tonnen, der
Rest Segler. Unter letzteren befanden sich 5 deutsche Segler von 6817 Register-
tonnen. Die Haupteinfuhr besteht aus Industriesachen, Cement und Erzen, die
Ausfuhr aus Holz, Getreide, Vieh, Fleisch und Erzeugnissen der Holz- und
Eisenindustrie.
Reparaturen an Schiffen in Holz und Eisen können bis zu einem gewissen
Grade ausgeführt werden, ebenso an Kesseln und Maschinen, doch ist der Arbeits-
John dafür sehr hoch. Docks und Patenthellinge sind zur Reparatur grofser
Schiffe nicht vorhanden, obgleich kleinere Fahrzeuge gebaut werden,
Schiffsausrüstung, Proviant, Kohlen und Wasser sind hier stets
zu haben.
Auskunft für den Schiffsverkehr. Das Kaiserliche Konsulat be-
findet sich in Tacoma, Einrichtungen zum Vergleich nautischer und meteoro-
logischer Instrumente sind im hydrographischen Bureau im Zollhause vorhanden,
woselbst man auch einige nautische Bücher und Seekarten haben kann. Zeit-
signalstation ist nicht vorhanden, Sturmsignale werden jedoch gezeigt.
Port Ludlow liegt in der Luftlinie etwa 12 Sm südsüdöstlich von Port
Townsend an einer kleinen Bucht, die. sich an der Westseite vom Admiralty