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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Die Puget-Sund-Häfen. 
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die See gelegentlich hinwegwäscht, der, mit grobem Gras bewachsen, sich von 
dem vorspringenden Küstenpunkte in östlicher Richtung erstreckt. Da die 
Küstenlinie gleichzeitig etwas zurückfällt, so wird hier eine vorzügliche und 
geräumige Rhede gebildet, die gegen alle Winde, mit Ausnahme der nordöstlichen, 
geschützt ist und auch häufig von Schiffen aufgesucht wird, die der Windverhält- 
nisse wegen in der Strafe nicht vorwärts kommen können. 
Dieser langgestreckte Steert führt die Namen False Ness oder Ediz- Huk. 
Sein Ende wird durch einen Leuchtthurm bezeichnet, auf dem ein weifses 
festes Feuer von 12 Sm Sichtweite brennt. Nebelsignale werden etwa 
115 m nordwestlich vom Leuchtthurm gegeben, und zwar alle 15 Sekunden ein 
Glockenschlag. Das.Ende des Steertes- fällt auch unter Wasser steil ab, so dafs 
es in geringem Abstande passirt werden kann. 
Die innere Seite fällt ebenfalls ziemlich steil ab, und die gröfste Wasser- 
tiefe des Hafens — 25 bis 55 nm — befindet sich in seiner nördlichen Hälfte, 
während die südliche Hälfte vorzügliche Ankerplätze auf 12 bis 18 m Wasser- 
tiefe bietet, 
Die Stadt Port Angeles liegt an der Südseite des Hafens. . Eine etwa 
215 m lange Landungsbrücke mit Querkopf von 30 m Länge, an dem 5 m Wasser 
steht, sowie mehrere andere Landungsanlagen von etwas kleineren Dimensionen 
giebt es am Orte. Sie erstrecken sich von der Front der Stadt über das davor 
befindliche flache Wasser hinaus. An einer derselben steht sogar 6,7 m Wasser. 
Sturmsignale werden in der Stadt gezeigt. . 
Frisches Wasser kann man aus dem kleinen Flusse schöpfen, der un- 
mittelbar südlich von der Stadt mündet. 
New Dungeness-Bucht.‘) Etwa 12 Sm ostnordöstlich vom KEdiz-Huk- 
Leuchtthurm steht auf einer ähnlichen Landzunge, etwa 2 Kblg. vom äufsersten 
Ende entfernt, der New Dungeness-Leuchtthurm, auf dem in 30 m Höhe 
über Wasser ein weifses festes Feuer von 16 Sm Sichtweite brennt. 
Nebelsignale werden ungefähr 140 m nordöstlich vom Leuchtthurme . gegeben, 
and zwar mittelst Dampfpfeife jede Minute das nachstehende Signal: Ein Ton 
von 6 Sekunden Dauer, dem eine Pause von 12 Sekunden Dauer folgt, darauf ein 
Ton von 3 Sekunden Dauer, dem eine Pause von 39 Sekunden folgt. 
Dieser sandige, mit Gras bewachsene Steert erstreckt sich von einer hohen 
steilen Huk nahezu 4 Sm weit in. mittlerer Nordnordostrichtung und bildet die 
Nordwestgrenze der New Dungeness-Bucht. Er fällt aber nicht steil unter Wasser 
ab, sondern man findet an seinen Seiten flaches Wasser, das sich besonders von 
seinem Ende noch !/s Sm weit unter dem Namen Dungeness Shoal in nord- 
nordöstlicher Richtung ausdehnt. Die Aufsenkante dieser Untiefe, auf der 3,5 m 
Wasser steht, wird durch eine rothe Tonne bezeichnet. Starke Strom- 
kabbelungen laufen auf und bei der Untiefe, 
An der Innenseite zweigt sich von diesem Steert fast rechtwinklig in süd- 
westlicher Richtung eine langgestreckte ähnliche Sandzunge ab, die eine innere 
Sache Bucht bildet, welche Booten zugänglich ist. Südöstlich von der Einfahrt 
zu dieser flachen Bucht ist das Land niedrig und sumpfig und mit niedrigen 
Bäumen und Gestrüpp bestanden, Vor ihm dehnen sich flache Schlickbänke 
aus, die bei Niedrigwasser in !/3 Sın Breite trockenfallen. Aufserhalb dieser 
Bänke ist das Wasser zunächst noch flach. 
Die New Dungeness-Bucht liegt gegen südliche und westliche Winde ge- 
schützt, jedoch offen gegen östliche Winde. Der aus der Strafse heraus wehende 
Südostwind steht recht in die Bucht hinein, indessen können Schiffe mit gutem 
Ankergeschirr die Südoststürme hier abreiten, weil der Ankergrund vorzüglich 
ist... Die einzige Schwierigkeit besteht darin, die Anker später wieder aus dem 
Grunde zu bekommen, nachdem man mehrere Tage lang bei Südoststurm 
geritten hat. 
Der gewöhnliche und gleichzeitig beste Ankerplatz ist auf 15 m Wasser- 
tiefe.in der Peilung: Leuchtthurm N!/aW, !/a Sm entfernt. Wenn man den Leucht- 
ihurm NWzN, %4 Sm entfernt peilt, findet man dieselbe Wassertiefe, Von letzterem 
Ankerplatze aus kann man besser unter Segel gehen, um. die äußerste Untiefe 
zu klaren, als wenn man weiter nach innen liegt, 
) Brit. Adm.-Karte No. 1947: Admiralty Inlet and Puget. Sound... 2... ©
	        
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