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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Die: Puget-Sund-Häfen. 
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Gesundheits- und die Zollbehörde kommt von Port Townsend nach Port Discovery, 
um das Schiff zu untersuchen. Zwischen beiden Plätzen besteht soviel Ver- 
bindung, dafs man an einem Tage von einem zum andern Ort hin und zurück 
kommen kann. ; 2 
Ankerplätze in der Strafse giebt es mehrere, doch sind dieselben nicht 
bei allen Winden als sicher anzusehen, Bei den vorherrschenden Winden aus 
südlichen und westlichen Richtungen findet man die besser geschützten Anker- 
plätze an der Südseite der Strafse, bei stürmischen nordwestlichen Winden sind 
dieselben aber ausnahmslos unsicher, soweit sie westlich von Port Angeles liegen, 
Die Necah-Bucht,!) etwa 4Sm östlich von Tatoosh Island beginnend, bietet 
auf 11 m Wasser über Sandgrund gut geschützte Ankerplätze gegen südöstliche 
and südwestliche Stürme. Große Segelschiffe können auch bereits weiter vom 
Lande entfernt auf. 13 bis 15 m Wassertiefe ankern. Die Ankerplätze liegen 
überhaupt geschützt gegen Winde von NO durch Ost und Süd bis WzS. Vor 
einsetzendem Nordwestwinde ist die Bucht jedoch zu verlassen, da sie dann un- 
sicher wird, obwohl auch schon Schiffe dort Nordweststürme glücklich abgeritten 
haben. Bei stürmischen südwestlichen und westlichen Winden rollt schwerer See- 
gang in die Bucht hinein. 
Die etwa 15 Sm weiter östlich liegende Callam-Bucht kann bei östlichen 
und südöstlichen Winden. gelegentlich als Ankerplatz aufgesucht werden; sie 
bietet dann einigen Schutz, wenn man auf 15 bis 18 m Wassertiefe etwa in ihrer 
Mitte ankert. Die Bucht ist leicht, an ihrer östlichen Huk, Slip Point genannt, 
zu erkennen, denn diese bildet den westlichen Endpunkt des mehr als 300 m 
hohen Höhenzuges, der sich von hier an steil abfallend an der Straße entlang 
nach Osten zieht. . 
In der Freshwater-Bucht, die etwa 3 Sm östlich von der auffälligen 
Huk Striped Peak liegt und im Osten durch Angeles Point abgeschlossen 
wird, giebt es Ankerplätze auf 11 bis 16 m Wasser, etwas innerhalb der Ver- 
bindungslinie beider Huken, die die Bucht begrenzen. 
Die weiter nach innen befindlichen Ankerplätze und Häfen an der Südseite 
der Strafe siehe weiter unten unter Häfen. 
An der kanadischen Seite, der Nordseite der Stralse, giebt es zuerst 
Ankerplätze in Port San Juan,°) officiell unter dem Namen Port Renfrew 
bekannt. Diese etwa 3!/a Sm sich in NOzN-Richtung ins Land erstreckende und 
11/4 Sm weite Bucht bietet guten Schutz hei allen Winden von West durch Nord 
and Ost bis SO, liegt aber gegen südwestliche Winde, bei denen schwerer See- 
gang hineinrollt, gänzlich offen, Die Wassertiefe in der Bucht beträgt 11 bis 
16 m über feinem schlickigen Sand bis zu etwa 1 Sm Entfernung von ihrem 
innern Ende. Der Ankergrund ist gut, und es ist daher wohl möglich, daß 
Schiffe mit gutem Ankergeschirr hier auf den am meisten geschützten Stellen 
einen schweren Südweststurm abreiten können. Es ist jedoch unter keinen Um- 
ständen rathsam, in dieser Bucht zu bleiben, sobald Anzeichen von südwestlichen 
Winden bemerkt werden. Man mufs sie dann sofort verlassen. Die besten Anker- 
plätze Gndet man etwa 1!/4 Sm vom innern Ende der Bucht auf 13 m Wasser. 
Ungefähr 8 bis 10 Sm östlich von Port San Juan giebt es Ankergrund in 
etwa 1 Sm Entfernung vom Lande. Man findet dort 22 m Wassertiefe. Bei 
dichtem Nebel sollten Fremde dort ankern. _—_- 
Eret etwa 20 Sm weiter findet man in der Sooke-Bucht*) und vor Sooke 
Inlet wieder Ankerplätze, die bei gutem Wetter aufgesucht und. benutzt werden 
können. Man aukert daselbst in etwa !/s Sm Abstand vom Lande auf 15 bis 18 m 
Wassertiefe. Recht vor Sooke Inlet läuft der Ebbstrom jedoch mit 3 bis 4 Sm 
Geschwindigkeit bei Springtide. 
Sooke Inlet selbst bietet vollkommen sichere Ankerplätze bei allen 
Winden, doch ist diese Bucht schwer zugänglich, weil ihre Einfahrt sehr eng 
and gewunden ist und das fast nirgends mehr als 1/a Kblg. breite gewundene 
Fahrwasser noch über eine Barre hinwegführt, auf der bei Niedrigwasser nur 
43m Wasser steht. - Auch laufen die Gezeitenströme :in der engen, zwischen 
Sänden hindurchführenden Einfahrt mit grofser Geschwindigkeit. 
Siehe Plan auf der Karte B. 1911. 
Siehe Plan auf der Karte B. 1911. 
Brit. Adm.-Karte No. 1907: Sooke Inlet, 
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