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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1901.
5, Ein weifses und rothes Blinkfeuer von 19 Sm Sithtweite, das
in den Peilungen von WNW!4AW über Nord bis Ost oder von See aus weils
erscheint, dahingegen in den Peilungen von Ost bis SSO über zahlreiche Untiefen
im Barclay-Sunde roth, brennt auf Kap Beale in 54,3 m Höhe über Hoch-
wasser auf einem weifsen viereckigen steinernen Thurme von 12,8 m Höhe. ;
Nebelsignale in der Ansteuerung. 1. Destruction Island: jede
Minute ein Signal mit Dampfsirene von 5 Sekunden Dauer nach einer
Pause von 55 Sekunden. Das weifse Gebäude mit braunem Dache steht in nord-
westlicher Richtung 40 m vom Leuchtthurme entfernt.
2, Umatilla-Riff-Feuerschiff: alle 30 Sekunden ein Signal mit
Dampfpfeife von 3 Sekunden Dauer nach einer Pause von 27 Sekunden.
Falls der Nebelsignalapparat nicht betriebsfähig ist, werden Glockensignale
egeben.
PB 3. Kap Flattery, Insel Tatoosh: jede Minute ein Signal mit
Dampfpfeife von 8 Sekunden Dauer nach einer Pause von 52 Sekunden.
Das Gebäude steht 24 m nördlich vom Leuchtthurme.
4. Bonilla Point, Carmahnah: alle 30 Sekunden ein Signal mit
Dampfnebelhorn von 6 Sekunden Dauer. Außerdem zu Signalzwecken
noch besondere Nebelsignale vermittelst Nebelpfeife. Das Gebäude
steht vor dem Leuchtthurme,
5. Kap Beale: keine.
Ansteuerung. Ein grofser Theil des Verkehrs geschieht durch Dampfer,
die an der Küste ‚entlang fahren. Diese haben sich stets in angemessenem Ab-
stande von der Küste zu halten, um die vor ihr liegenden Inseln und Untiefen
zu klaren, und müssen im Uebrigen Kap Flattery ansteuern. Zu diesem letzteren
Zwecke sollten sie so oft wie möglich ihren Abstand von der Küste bestimmen
und auch Breitenbestimmungen machen. Weil Kap Flattery von Untiefen um-
geben wird und auch die (jezeitenströme dort mit grofser Geschwindigkeit laufen
und direkt über die Duncan- und Duntze - Klippen hinweg setzen, darf man es
nur in mindestens 3 Sm Abstand passiren.
Für von Westen kommende Dampfer ist die Ortsbestimmung ebenfalls
von grofser Wichtigkeit. Besonders ist die genaue Kenntnifs der Breite bei der
Ansteuerung nothwendig, da man in solchem Falle die Länge durch Anlothung
der Küste ziemlich gut bestimmen kann. Wenn man seines Schiffsortes sicher
ist, besteht selbst bei unsichtiger Witterung keine wesentliche Gefahr für die
Einsteuerung in die Strafse, sofern Dampfer mit der nöthigen seemännischen
Umsicht geführt werden, d. h. wenn die Strom- und Tiefenverhältnisse berück-
sichtigt werden und auf die vielen Nebelsignale an der Küste geachtet wird.
Von Westen kommende Segelschiffe sollten bei sichtigem Wetter
Kap Flattery ansteuern unter Berücksichtigung des herrschenden Windes, von
dem gewöhnlich auch die Strömung aufserhalb der Strafse abhängt. Bei schlechtem
and sichtigem Wetter, wenn man seiner Breite auf zwei bis drei Minuten sicher
ist, empfiehlt es sich, die Strafse anzusteuern und einzulaufen, weil man innerhalb
derselben besseren Schutz findet, als wenn man unmittelbar vor der Küste bei-
äreht. Vor der Küste steht auch bei südöstlichen Stürmen häufig wilder See-
gang, weil die hohe Dünung, vom Ozean kommend, fast stets darauf zu läuft
und mit dem durch den Wind verursachten Seegange schwere Kreuzsee erzeugt,
während innerhalb der Einfahrt, in der Strafe selbst, der Seegang verhältnifs-
näfßig ruhiger ist und man dort doch Seeraum genug hat. Bei südlichen Winden
hüte man sich besonders vor zu grofser Annäherung an die Küste der Van-
couver-Insel,
Bei schweren westlichen oder nordwestlichen Stürmen und unsichtigem
Wetter, besonders wenn man auch seine Breite nicht genau kennt, ist es rathsam,
auf der Kante der Küstenbank in etwa 30 Sm Abstand von der Küste oder noch
westlicher beizudrehen. Diese Stürme halten selten länger als 12 Stunden an.
Sobald der Wind darauf nach SW zurückdreht, klart es gewöhnlich auf, und
man kann einsegeln.
Bei Südoststürmen kann man sich dem Lande getrost weiter nähern, um
ruhigere See zu gewinnen, wenn dies auch nicht stets eintrifft. Man sollte sich
indessen mindestens in 10 Sm Entfernung davon halten, wenn man sich südlich
vom Kap Flattery befindet. Da die Grenze der Lothungen auch den Abstand