accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

482 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1901. 
Wetterkarte vom Abend eine wesentliche Aenderung erwarten lassen, in der 
Nacht jedoch drang hoher Luftdruck von der Biscaya-See stark über dem Westen 
Continentaleuropas vor, so dafs stürmische Winde aus westlichen Richtungen 
zunächst an der Nordsee-Küste eintraten; diese richteten weniger durch ihre 
Stärke als durch ihre Verbindung mit ungewöhnlich hoher Fluth unter den 
Badeeinrichtungen der Seebäder wie dem Viehstande stellenweise grofse Ver- 
heerungen an. Ein anderer Ausläufer der Depression über Nordeuropa rief unter 
Wechselwirkung mit dem hohen Luftdruck über der Mitte Continentaleuropas 
die Eingangs genannten stürmischen Winde am 29, und 30. hervor, Vom 26. 
bis 31. hatte die ganze Küste fast täglich Regenfälle, die am 26. und 28. an 
der Nordsee von ausgedehnten Gewittern begleitet waren. 
Bücherbesprechung. 
Notions de Meteorologie utiles ä la geEographie physique par €. Millot, ancien 
lieutenant de vaisseau charge d’un cours complementaire de meteorologie 
ä la faculte des sciences de V’universit€ de Nancy. Avec 74 figures dans le 
texte. Paris & Nancy 1901. Berger-Levrault & Ci, 
[n diesem Buche behandelt der Verfasser die Meteorologie als einen Theil der Geophysik, 
und zwar als Klimatologie. Sein Bestreben ist, die Gesetze der Atmosphäre, auf denen die Lehre vom 
Klima beruht, darzulegen und zu zeigen, wie aus der geographischen Lage und den sonstigen physi- 
kalischen Verhältnissen einer Gegend mit grofser Wahrscheinlichkeit auf ihr Klima geschlossen 
werden kann, oder wie in dieser Lage und den physikalischen Verhältnissen die Ursache der be- 
kannten Eigenthümlichkeiten des Klimas eines Gebietes zu finden ist. Bei der Abfassung des 
Buches hat der Verfasser besonders den Studirenden zu Hülfe kommen wollen, welche ohne genügende 
Kenntnifs der Physik und der anderen naturwissenschaftlichen Fächer an das Studium der Geographie 
herantreten. Die Darstellung ist klar und anregend. Bei einer so in der Entwickelung be- 
griffenen Wissenschaft, wie es die Meteorologie noch ist, ist es indefs kaum zu vermeiden, dafs 
einige der Darlegzungen in diesem Buche vielleicht nicht allgemeine Zustimmung erfahren werden. 
Berichtigung 
zu dem Aufsatze in Heft IX der „Annalen der Hydrographie und Maritimen 
Meteorologie“: „Bericht der Deutschen Seewarte über die Krgebnisse der 
magnetischen Beobachtungen in dem deutschen Küstengebiete und in den deutschen 
Schutzgebieten während des Jahres 1900“, Seite 405, III. Barth, a) Magnetische 
Deklination. 
Unter den Monatsergebnissen der magnetischen Deklination fehlen die Monate Juni, Juli, 
Dezember, für welche der Reihe nach ist: 
d = 10°11,26'; = 10° 10,48’; = 10° 7,75. 
Werden diese mit den bereits gegebenen Werthen der magnetischen Deklination für die 
übrigen Monate zu einem Mittel vereinigt, so ergiebt sich das Jahresmittel, wie folgt: 
d =— 10° 10,84‘ W 
und die Abnahme gegen das Vorjahr zu 6,0’. 
Gedruckt und in Vertrieb bei E. S. Mittler & Sohn 
Königliche Hofbuchhandlung und Hofbuchdruckerei 
Berlin SW. Kochstrafse 68-—71.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.