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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Die Witterung an der deutschen Küste im August 1901. 
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Küste, am 17. an der östlichen Ostsee, am 20, ostwärts der Oder, am 21. an der 
preufsischen Küste und am 26. bis 3l. an der ganzen Küste. Ä 
Sehr ergiebige, in 24 Stunden 20 mm übersteigende, Niederschläge fielen 
am Il. in Kiel (25), am 15. in Nesserland (35), Flensburg (22) und Friedrichsort 
(48), am 17. in Neufahrwasser (21), Pillau (36), Brüsterort (30) und Memel (22), 
am 20. in Stolpmünde (21), am 26. in Karolinensiel (48) und Leba (25), am 28. 
auf Wangeroog (24), am 29, in Rügenwaldermünde (24), Stolpmünde (29), Leba 
(44), Rixhöft (23) und Memel (80) und am 30. in Cuxhaven (25) und Tönning. (21). 
Gewitter traten über gröfserem Gebiete auf am 10. bis 12, an der Nordsee, 
am 14. an der östlichen Ostsee, am 15. an. der westlichen Ostsee, am 16. an der 
Ostsee, am 17., 20. und 2l. an. der östlichen Ostsee und am 26. und 28. an der 
Nordsee. Nebel wurde nur vereinzelt und mehr lokal begrenzt beobachtet. 
Als heitere Tage, an denen die Bewölkung im arithmetischen Mittel aus 
der dreimal am Tage nach der Skala 0 bis 10 beobachteten Bewölkung kleiner 
als 2 war, charakterisirten sich über gröfserem Gebiete der 1. bis 3. an Theilen 
der Ostsee, der 9, an der Nordsee, der 10. ostwärts der Elbe, der Il. an der 
mittleren und östlichen Ostsee, der 18. und 19. an der ganzen Küste, der 2l,, 
22. und 25. an gröfseren Theilen der Ostsee-Küste und der 26. an der 
preufsischen Küste. 
Während in den ersten Tagen ein Hochdruckgebiet vom Ozean über 
Centraleuropa vordrang, herrschte an der Küste bei schwachen nördlichen Winden 
trockenes, an der Ostsee heiteres Wetter. Ueber Nordeuropa vorüberschreitende 
Depressionen dehnten ihren Einflufßs am 4. bis 8, südwärts über die Küste aus, 
so dafs bei südwestlichen Winden regnerisches Wetter, am 5. und 6. ostwärts 
bis zur Oder, am 7. und 8. an der ganzen Küste herrschte. 
Als am 8. bis 10. ein Hochdruckgebiet von Südwesten her nach dem 
Ostsee-Gebiet schritt, drehten die Winde nach Südost und Ost; in seinem Bereiche 
herrschte am 9. an der ganzen Küste und bis zum 12, an der Ostsee trockenes, 
vielfach heiteres Wetter, während die Nordsee-Küste .am 9. bis 12. unter dem 
Einflusse einer Depression über den Britischen Inseln regnerisches Wetter und 
Gewitter hatte. ; 
Nachdem sich am 13, eine Depression von Südosteuropa her bis über dem 
Süden der Ostsee ausgebreitet batte, lag die Küste bis zum 16, und im Osten 
noch bis zum 17. im Bereiche von wenig umfangreichen flachen Depressionen. 
Nachdem aım 13. noch trockenes Wetter bestanden hatte, traten am 14. bis 17. 
bei schwachen veränderlichen Winden wieder Regenfälle ein, die jedoch mit 
Ausnahme des 15. und 16. auf die Ostsee, wo vielfach Gewitter auftraten, be- 
schränkt blieben. 
Es folgte nun vom 18. bis 25. eine lange Periode der Herrschaft hohen 
Luftdruckes, die nur im Osten kurze Unterbrechung fand. Nachdem am 16. bis 
18. ein Kern hohen Druckes von der Biskaya-See nach dem Süden der Ostsee 
yeschritten war und leicht veränderliche Winde bestanden batten, erschien ein 
Hochdruckgebiet über den Britischen Inseln, das bis zum 24. von dort in 
wechselnder Erstreckung über Centraleuropa ausgebreitet blieb, so dafs während 
dieser Zeit Winde aus nördlichen Richtungen an der Küste herrschten, bis der 
Kern des Hochdruckgebietes am 24. und 25. rasch nach Südosteuropa schritt. 
Während dieser Zeit herrschte trockenes Wetter, ausgenommen am 20. und 21., 
an welchen Tagen die östliche Ostsee im Bereiche einer Depression über Nordost- 
europa Regenfälle und Gewitter und am 2l. an der preufsischen Küste stellen- 
weise stürmische Winde aus dem Nordostquadranten hatte; am 18. und 19, 
herrschte heiteres Wetter an der ganzen Küste, am 21. und 22. über gröfseren 
Theilen der Ostsee-Küste. 
Eine am 25, über dem Ozean herannahende Depression dehnte sich, rasch 
ostwärts fortschreitend, am 26, über ganz Europa aus und lag bis Ende des 
Monats von Norden her über die Küste ausgebreitet, während ein Hochdruck- 
gebieß von der Biscaya-See über Kontinentaleuropa vordrang. Nachdem am 26. 
zunächst südöstliche Winde geherrscht hatten, drehten die Winde nach Südwest 
und erhielten sich bis Ende des Monats an der Küste aus westlichen Richtungen. 
Ein am Morgen des 26. über dem Süden der Nordsee liegendes tiefes 
Theilminimum liefs bis zum Nachmittag wenig Aenderung seiner Lage, wie auch 
des Luftdruckes in seiner Umgebung. erkennen, und ebenso wenig hätte die
	        
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