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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

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Annalen der Hydrographie and Maritimen Meteorvologie, Oktober 1901. 
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) A Winde 
Stat. 
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x laws Kr [mug E [es also $ | ssw sw usw Wo WNM yw) uw Stille] sbalanp|ahp 
Bork, 
Wilh. 
Keit, 
Ham. 
3,4 
2,4 
2,8 
3,2 
Kiel x 2,6 
Wust. 13: 11 2 3,5 
Swin. 1! 8° 0 2,4 
Rüg. | 6 6; 8 5,0 8 +? BB + d128 34| 23 
Neuf.| 1110 5| 3 6 0O' 23, Ü 8/10] 6 4| 5|22|3.1| 22 
Mem.| 9| 6 81 6| 2 0. 5. 1! 6: 31 81 b' 8} 4| 6| 9| 7 18 | 26 1,6 
Der Monat August charakterisirte sich in seinen Monatswerthen bei 
annähernd normalen, meist etwas zu hohen Barometerständen durch zu hohe 
Temperaturen; die Bewölkung war über den Nordsee-Inseln erheblich zu groß, 
blieb jedoch über dem übrigen Gebiet, und zum Theil erheblich, unter den 
Mittelwerthen, während die Niederschlagsmengen und die registrirten Wind- 
zeschwindigkeiten mehr lokal auftretende Abweichungen und zwar ebenfalls 
meist zu kleine Werthe zeigten. 
Die dreimal täglichen Terminbeobachtungen lassen die Winde des Nord- 
westquadranten und an der Ostsee stellenweise auch nordöstliche Winde an 
Häufigkeit hervortreten, während die Richtungen ENE bis ESE am seltensten 
vorkamen. 
Stürmische und steife Winde traten am 2l. an der östlichen Ostsee aus 
dem Nordostquadranten, mehrfach bis Stärke 8, am 27. ostwärts bis zur Oder 
aus SW bis West und stellenweise bis NW, vielfach Stärke 9 erreichend, und 
am 29. und 30. an der mittleren und östlichen Ostsee-Küste rechtdrehend aus 
westlichen Richtungen, meist bis Stärke 8, auf. 
Die Morgentemperaturen zeigten in ihrem monatlichen Gang, abgeschen 
von kleineren Schwankungen, ostwärts bis zur Oder, meist ein Sinken bis zum 
6. nnd 7., dann ein Steigen bis zum 10. bis 12., und nachfolgend langsame 
ziemlich stetige Abnahme bis zum 28. bis 29., worauf wieder Zunahme eintrat. 
An der pommerschen und preußischen Küste zeigten die Morgentemperaturen 
während der ersten Monatshälfte meist wenig Aenderung, die höchsten Werthe 
in Memel um Mitte des Monats, und in der zweiten Monatshälfte niedrigere 
Werthe, doch kein so stetiges Sinken wie im Westen. Die Morgentemperaturen 
lagen an der Nordsee am 3., 4., 6. bis 8., 17. und 20, bis 31., an der westlichen 
Ostsee am 6. bis 8., 24. und 26. bis 81. und an der östlichen Ostseeküste nur 
am 30. unter den vieljährigen Werthen, sonst fast durchweg über den normalen 
Werthen. 
Die Temperatur schwankte an der Küste zwischen dem Minimum 7,4° von 
Hamburg und dem Maximum 28,5° von Borkum und schwankte hiernach um 21,1°, 
während die kleinste Schwankung in Neufahrwasser gleich 14,8° und die gröfste 
in Hamburg gleich 20,2° beobachtet wurde, Die aus den Aenderungen der 
Temperatur von Tag zu Tag ohne Rücksicht auf die Vorzeichen der Aenderungen 
(für die Beobachtungstermine berechnete jnterdiurne Veränderlichkeit der 
Femperatur schwankte mit ihren gröfsten Werthen zwischen 1,5° und 2,3° und 
zeigte die höchsten Beträge am Nachmittag, die kleinsten meist am Morgen, 
Die Niederschlagsmengen des Monats waren infolge der verschiedenen 
Ergiebigkeit der Gewitterregen sehr ungleichmäfsig vertheilt; am meisten Regen 
hatten Leba und Memel mit 137 bezw. 125 mm, am wenigsten Aarösund und 
Neuwerk mit 25 bezw. 28 mm. Läfst man den Miederschlagstag um 8'aM.E.Z,. 
des gleichnamigen Kalendertages beginnen und sieht von geringfügigen und von 
vereinzelten Niederschlägen ab, so fanden die Niederschläge des Monats am 5. 
und 6. ostwärts bis zur Oder, am 7, und 8, an der ganzen Küste, am 10. (Nacht 
zum 11.), Il. und 12. an der Nordsee, am 14. ostwärts der Oder, am 15. an der 
westlichen Nordsee, westlichen und mittleren Ostsee, am 16. an der ganzen
	        
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