Flaschenposten.
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bei Babo, Turners-Halbinsel: (Sierra Leone, Westafrika), auf ungefähr 7° 20‘ N-Br
und 12° 21‘ W-Lg,. auf dem Strande liegend. Trift in 90 Tagen 0%4N 720 Sm.
Eingesandt vom Ksrl. Konsulat in Freetown. .
t) Ausgesetzt von dem Dampfer „Chemnitz“, Kapt. R. Krause, auf der
Reise von Alderney nach Port Elizabeth, am 12. Oktober 1899 auf 9° 31‘ S-Br
und 1° 15‘ W-Lg, nicht mit Sand beschwert; gefunden von William Whitaker
am 30. Oktober 1900 an der Nordküste der Insel Grand Cayman (Westindien)
auf 19° 21’N-Br und 81° 15‘ W-Lg, am Strande liegend; anscheinend eben an-
getrieben. Trift in 383 Tagen WNW'/AW 5070 Sm.
Eingesandt von dem Finder. |
u) Ausgesetzt von der Bark „Dorade“, Kapt. P. Jensen, auf der Reise
von Sunderland nach Rio de Janeiro, am 1, August 1900 auf 10° 50‘S-Br und
31° 28‘ W-Lg, mit Sand beschwert; gefunden von einem Fischer am 17. August
an der Küste von Brasilien, etwa 7 Sm südlich vom Kap Agostinho. Trift in
16 Tagen NW’AW 248 Sm,
Eingesandt vom Ksrl. Konsulat in Pernambuco.
v) Ausgesetzt von dem Dampfer „Chemnitz“, Kapt. R. Krause, auf der
Reise von Adelaide nach Batavia, am 18. Juni 1899 auf 35° 21‘ S-Br und
132° 49' O-Lg, nicht mit Sand beschwert; gefunden von F, W, Beer am
16. August 1900 etwa 1 Sm westlich von Eucla (Westaustralien) in 31° 43’ S-Br
und 128° 53‘ O-Lg, am Strande liegend; anscheinend erst kurze Zeit vorher dorthin
getrieben. Trift in 424 Tagen NW'AW 294 Sm.
Eingesandt vom Ksrl. Konsulat in Fremantle.
w) Ausgesetzt von dem Schoner „Neptun“, Kapt. O. Kessler, auf der
Reise von Jaluit nach Butaritari, am 253. Mai 1900 auf 4° 4' N-Br und
172° 41’ O-Lg, nicht mit Sand beschwert; gefunden von dem KEingeborenen
Landerren am 28. Juni 1900, an dem Tage, als die Flasche an den Strand der
Insel Urbat in der Jaluit-Lagune auf 6° 16‘ N-Br und 169° 30‘ O-Lg trieb. Trift
in 36 Tagen NW’/AW 332 Sm.
Eingesandt von dem Ksrl. Landeshauptmann für das Schutzgebiet der
Marshall-Inseln in Jaluit.
x) Ausgesetzt von dem Schoner „Neptun“, Kapt. O. Kefsler, auf der
Reise von Butaritari nach Jaluit, am 23. August 1900 auf 5° 41‘ N-Br und
170° 21‘ O-Lg, nicht mit Sand beschwert; gefunden von S. C. Ashley am 18. Sep-
tember 1900 auf dem Südweststrande der Insel Milly (Marshall - Gruppe) in
6° 3‘N-Br und 171° 46‘ O-Lg. Trift in 26 Tagen NO0*40 33 Sm. ;
Eingesandt von dem Hafenmeister Domnick in Jaluit, ;
y) Ausgesetzt von dem Royal Mail Steamer „Miowera“, Kapt. Henning,
“auf der Reise von Honolulu nach Brisbane, am 17. Dezember 1899 auf 7° 42’ N-Br
und 172° 58' W-Lg, ob beschwert oder nicht, ist nicht gesagt; gefunden von dem
Eingeborenen Loave am 3. Juli 1900 auf dem Strande der Insel Ajijen, Jaluit-
Atoll, in 6° 3‘’N-Br und 169° 44' O-Lg. Trift in 198 Tagen W!/2S 1035 Sm.
Eingesandt von dem Kerl. Landeshauptmann der Marshall-Inseln in Jaluit.
z) Ausgesetzt von dem Schiffe „Norma“ (wahrscheinlich ein amerikanisches)
am 3. Mai 1898 auf 13° 11‘N-Br und 99° 51’ W-Lg; gefunden von dem Kapt.
Warners, Führer des Schoners „Mercur“, am 20. Juni 1900 am Strande der
Insel Gurer (Kwadjilina), Marshall-Inseln, auf 9° 8‘ N-Br und 167° 18‘ O-Lg. Trift
in 2 Jahren, 1 Monat und 17 Tagen, oder in 778 Tagen, W'/4S 5472 Sm.
Eingesandt von der Jaluit-Gesellschaft in Hamburg. ;
Notizen.
I. Herr Kapt. z. S. z. D. Meufs hat die folgenden Beobachtungen der
Perseiden-Sternschnuppen bei völlig klarcm Wetter erhalten. Beobachtungsort:
Westend bei Charlottenburg; Beobachtungsgebiet: der östliche Himmel zwischen
der Milchstrafse, die etwa im Zenith stand, und der Linie Adler—Pegasus, seit-
lich begrenzt durch Leyer— Adler und Cassiopeia— Pegasus. — Am 11. August
von 9" 30” bis 110” p 32 Sternschnuppen in allen möglichen Richtungen, davon
6 mit hellleuchtender Bahn. Am 12. August von 9* 45“ bis 10* 30” p 9 Stern-
schnuppen, davon 5 mit hellleuchtender Bahn.