Dinklage, IL. E.: ‚Staubfälle im Passatgebiet des Nordstlantischen Ozeans.
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worden sind, dieselben Grenzen der Verbreitung‘ eingehalten wie die: früher
autersuchten. Das Staubgebiet befindet sich demnach im der östlichen Hälfte
der Nordostpassatregion gegenüber der von der Wüste eingenommenen. afrika-
nischen .Küste zwischen Kap Juby. und Kap Verde, 27° und 15° N-Br. Von
hier aus verbreitet es sich fächerförmig westwärts bis nach etwa 40° W-Lg und
südwestwärts bis zu den Aequatorkalmen in 4° bis 5° N-Br. Unter besonderen
Umständen, ‚wenn der aus der. Wüste kommende Passat aufserhalb der Küste
entweder in eine südöstliche und südliche oder in eine nördliche bis nordwest-
liche Richtung gelenkt wird, erscheint dann auch wohl einmal nördlich oder
südlich vom gewohnlichen Verbreitungsgebiet Staubfall. Das Gebiet der gröfsten
Häufigkeit erstreckt sich von der bezeichneten Küste recht in der Richtung,
nach welcher der Passat in der Jahreszeit des häufigsten Vorkommens am
meisten weht, nämlich nach SW bis SWzW, bis nach etwa 30° W-Lg und
10° N-Br. Es umschliefst die Kap Verden-Gruppe, welche nahezu in der Mitte
desselben liegt.
Die entferntesten Punkte, bis zu welchen Staubfälle der nach Februar 1891
beginnenden letzten Reihen getragen worden, sind im Süden und Südwesten
8° N-Br in 14° W-Lg am 17. und 10° N-Br in.17° W-Lg am 18. Februar 1898,
wohin sie bei leichtem nordwestlichen Winde kamen, der eine Fortsetzung des weiter
nördlich wehenden Nordostpassates war; ferner 4,5° N-Br in 241° W-Ly am
{3. Mai 1891, 3,8°N-Br in 26,0° W-Lg am 16. Februar 1899, 5° N-Br in 29,5° W-Lg
am 28. Dezember 1896 und 5,5° N-Br in 29,8° W-Lg am 14. Dezember 1898; nach
Westen und Nordwesten 26,1° N-Br in 35,6° W-Lg am 16. Dezember 1891 und
164° N-Br in 40,1° W-Lg am 21. Januar 1899; nach Norden 275° N-Br in
16,9° W-Lgy am 15. August 1891, 29° N-Br in 16° W-Lg am 13, Oktober 1896,
31° N-Br in 14,5° W.Lg am 18. Februar 1898, 38° N-Br in 9,8°W-Lg am 2. und
36,7° N-Br in 10,5° W-Lg am 3. März 1899.
Zum Schlufs seien hier noch aus der Reihe der Berichte die Staubfälle
aufgeführt, die durch ihre zeitliche und ‚räumliche Ausdehnung am meisten be-
merkenswerth sind. Es sind dies:
Zeit des Auftretens
1893 Februar 2 bis 4
1893 Februar 8 bis 12
1896 Dezember 23 bis 28
1897 Februar 23 bis 27
1898 Februar 15 bis 21
Ausdehnung des Staubfalles
Von 17° N-Br in 18° W-Lg westlich nach 17° N-Br in
25° W-Lg und südwestlich nach 7°N-Br in 28° W-Lg
Von 24° N-Br in 19° W-Lg südlich und südwestlich nach
11° N-Br in 23° W-Lgy und 10° N-Br in 25° W-Lg
Von 21° N-Br in 20° W-Lg südwestlich bis 5° N-Br in
30° W-LE RR
Von 25° N-Br in 18° W-Lg südlich bis 18° N-Br in
18° W-Lg und südwestlich bis 12° N-Br in 26° W-Lg
and 18° N-Br in 34,5° W-Lg. +. 0. 00. 0 «4
Von 27°N-Br in 18° W-Lg südlich bis 8° N-Br in
14° W-Lg, südwestlich bis 6° N-Br in 29,5° W-Lg,
3,5° N-Br in 32,5° W-Lg und 15° N-Br in 33° W-Lg
Anzahl der
Berichte
A
Es war dieser der ausgebreitetste Niederschlag von allen. Ihm folgte zwei
Wochen später
1898 März 6 bis 10 | Fon 21° N-Br in 19.5°W-Lg südwestlich bis 7° N-Br in 26,5°W-Lg
1898 Dezember14und15 | Von 22°N-Br in 20° W-Lg südwestlich bis 5,5°N-Br in 30° W-Lg
Flaschenposten.
In letzter Zeit sind die folgenden Flaschenpostzettel bei der Seewarte
eingegangen: N
a) Ausgesetzt von dem Vollschife „Palmyra“, Kapt..C. Jefsen, auf der
Reise von Iquique nach Hamburg, am 16. Dezember 1899 in der Nordsee auf
54° 5‘ N-Br und 6° 42'O-Lg, nicht mit Sand beschwert; gefunden von Anton
Pittersen am 8. Mai 1900 unter der Westküste von Norwegen bei der Insel
Titteren, auf 63° 39‘ N-Br:und 8° 18' 0-Lg im Wasser treibend. Trift durch die
Nordsee und längs des südlichen Theiles der Westküste von Norweger bis