Portland (Oregon)
41
braucht werden. Auch müssen auf Anordnung des Hafenmeisters Klüverbaum
und Spieren binnenbords geholt werden,
3. Mindestens eine Person muß als Wache an Bord sein, Wenn nöthig,
kann der Hafenmeister das Schiff auf Kosten des Rheders verholen.
4. Ballast darf von einem Schiffe auf ein anderes oder an eine Landungs-
brücke nur unter Benutzung von Segeltuch-Schutzvorrichtungen gelöscht werden.
Unrath darf nicht über Bord geworfen werden.
5. Feuer, um Pech, Theer oder andere leicht entzündliche Stoffe zu er-
hitzen, darf nur auf Prähmen oder Booten gemacht werden, wenn sie stets unter
Aufsicht einer geeigneten Person sind.
6. Der Hafenmeister kann jederzeit die Art und Beschaffenheit der
Ladung untersuchen und sich vom Zustande der Mannschaft überzeugen.
7. Pulver und Sprengstoffe dürfen auf den Landungsbrücken nicht ge-
lagert werden. Binnen 24 Stunden nach Uebernahme solcher Stoffe mufs das
Schiff die Brücke verlassen. Schiffe mit Pulver oder Sprengstoffen dürfen in
das Stadtgebiet nicht einlaufen,
Trockendoek ist nach Kapt. Reiners im Bau. Eine Aufschlepphelling
von 50m Länge und 12m Breite mit einer Wassertiefe vorn 2,4 m, hinten 3,7 m
ist vorhanden. Die Wassertiefe über den Stapelklötzen schwankt je nach dem
Wasserstande des Flusses. Im Jahre 1899 wurde in Portland das V. St.-Kriegs-
schiff „Goldborough“, das 30 Knoten laufen sollte, erbaut. Auch wurde ein Dampfer
von 1077 Brutto-Registertonnen für die Alaska-Fahrt fertiggestellt. Reparaturen
an Maschinen und Kesseln können von den Willamette-KEisenwerken ausgeführt
werden. Nach Kapt. W. Rasch ist die Firma Wolff & Lenikert die einzige
zuverlässige und leistungsfähige Reparaturwerkstatt.
Hafenunkosten. Ballastlöschen. 25 c die Tonne und 30 c für Brücken-
geld und Wegschaffen des Ballastes. Schiff „Neck“, das in Ballast einlief und
mit 3300 t Weizen auslief, hatte insgesammt 5500 $ Unkosten.
Handelsverkehr 1899,
Schiffsverkehr
ım Jahre 1899
Insgesammt . ‘. . .
Davon deutsche . . . .
amerikanische . . .
englische .
Eingelaufen
Dampfer Segler
r Register-| 7.4 |Register-
Zahl | tonnen Zahl | tonnen
51
ı
135 |
15
181825 110 179688
1065, 16 | 29659
148 861 | 13 6895
24760! 78! 139289!
Ausgelaufen
Dampfer
Zahl | Register- |
tonnen
Zahl | Register-
tonnen
Segler
152
1
135
13
181092 109
1 065 14
146 293 | 27
26595 73
— 175 288
25 247
12441
120481
Waarenverkehr mit dem Auslande:
Werth
Einfahr . . . . . 11000000 A.
Ausfuhr +. . . - 29.000 000 M.
Einfuhr. Hauptartikel der Einfuhr sind: Seide, Jute, Reis, Cement,
Hanf, Manila, Thee, Thonwaaren, Zucker, Fensterglas, Kohlen.
; Ausfuhr. Hauptartikel der Ausfuhr sind: Weizen, Mehl, Gerste, Holz,
Baumwollzeug, Baumwolle, Druckereimaschinen.
Dampferlinien nach Australien, China, San Francisco, Vancouver.
. Bahnlinien. Union Pacific nach den Oststaaten, Southern Pacific nach
San Francisco, Northern Pacific nach den Nordweststaaten und Kanada, Oregon
Railway & Navigation Co. nach Astoria und anderen Küstenplätzen.
Wasserwege ins Hinterland sind der Columbia- und der Willamette-
Flufs mit ihren Nebenflüssen, auf denen grofse und schnelle Flufsdampfer
verkehren. -
Fischerei, Hauptsächlich wird Lachs im Columbia-Flusse gefangen, der
dann auf der Eisenbahn weiter versandt wird. Der Werth des Fanges betrug
1899.7 Mill. Mark. Eine grofse Menge gefrorener Lachse geht nach den Oststaaten
und nach Hamburg.
Schiffsausrüstung. Kesselkohlen sind schwer zu haben. Nur geringe
Mengen werden auf Lager. gehalten, da die Flulsdampfer mit Holz heizen.