Portland (Oregon).
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Portland flufßsabwärts geschleppt wurde, an der Washington- (St. B.-) Seite des
Flusses auf ein Steinriff, Da die genannte Schleppergesellschaft für Schaden
nicht aufkommt, ist es gerathen, doch noch einen Revierlootsen an Bord zu
nehmen, um so mehr, als der Flufs zu Zeiten voll Treibholz ist und im Winter
Regen und dichter Nebel vorherrschen. Allerdings verpflichtete sich die Dampfer-
Kompagnie dem Kapt. W. Rasch gegenüber, sein Schiff sicher hinunter zu
bringen, auch wenn kein Lootse genommen würde, und Schäden, die durch
ihre Schuld entständen, zu ersetzen, weigerte sich aber, diese Verpflichtungen
schriftlich zu bestätigen. Die Schlepper führen auch Lootsen an Bord.
Kapt. Schober bemerkt: „Das Lootsenwesen wird schlecht gehandhabt,
Ich befand mich in der Nähe der Heultonne, der Lootsenschoner war nicht in
Sicht; erst am nächsten Morgen kam: er in unsere Nähe. »Peter Rickmers«
sowie ein englisches Vollschiff zeigten nachts häufig Blaufeuer, ohne jedoch Ant-
wort zu erhalten. Der Lootsenschoner hatte die Flagge im Topp, obgleich
Lootsen nicht an Bord waren. Die Lootsen kommen fast immer mit dem Schlepper
an Bord. Zehn Schiffe lagen seeklar, mußten jedoch 11 bis 14 Tage warten,
ehe sie in See geschleppt wurden, da nur zwei mittelmäfsige Schlepper vorhanden
sind, die die Arbeit nicht bewältigen können, auch nachts nicht über die Barre
schleppen.“
Lootsengeld ein- oder auslaufend über die Columbia-Barre bis Astoria
beträgt 5$ für den Fuls Tiefgang und 2 c die Netto-Registertonne, von Astoria
nach Portland 2$ für den Fuls Tiefgang und 2 c die Netto-Registertonne. Ueber
die Barre besteht Lootsenzwang, auf dem Flusse dagegen nicht. Die Hälfte des
Lootsengeldes mufß bezahlt werden, wenn das Schiff von einem Lootsen an-
gesprochen ist und dessen Hülfe ablehnt; segelt ein Schiff ein, ohne auf der
Station einen Lootsen gesprochen zu haben, braucht es kein Lootsengeld zu zahlen.
Schlepplohn. Von See nach Astoria, nach Portland und zurück zahlen:
Schiffe von 700 -— 1000 Registertonnen 550 $,
1000 — 1200 800
1200 — 1500 650
1500 — 1800 700
1800 — 2000 750
2000 — 2500 800
2500 — 8000 350
Für Schlepptrosse ist für jeden Gebrauch 15 $ zu zahlen. Für Schleppen
von See nach Astoria und zurück werden 70° der Taxe berechnet. Schiffe,
die Astoria in Ballast als Orderhafen anlaufen und ohne Ladung auslaufen, zahlen
ein Viertel der Taxe. Verholen im Hafen für jeden Schlepper 20 $.
Rettungswesen, Rettungsstationen befinden sich auf der Adams-Huk und
dem Kap Disappointment.
Quarantäne. In der Regel mufs man ärztlichen Besuch abwarten, ehe
man mit dem Lande in Verkehr treten kann. Gesundheitspals wird verlangt.
Zollbehandlung ist gut; verlangt werden zwei Ladungsmanifeste und zwei
genaue Proviantlisten,
Ankerplatz. Ueber die Ankerplätze im Flusse berichtet Kapt. W. Rasch:
„Der Ankerplatz in oder bei Portland ist sicher. Bei Astoria liegt der Anker-
platz vor der Stadt und ist nicht sicher, SO dafs Schiffe hier häufig vor ihren
Ankern treiben. Auch ist der Strom bei starken Stürmen sehr reifßsend. Der
Ankergrund besteht hier aus Schlick, Der sicherste Ankergrund liegt 2 bis 3 Sm
anterhalb von Astoria.“ Nach englischen Quellen ankern die Schiffe vor Astoria im
Fahrwasser auf 11,0 m Wasser nördlich vom Zollamte und zwischen den Tonnen
No. 9 und 11. „Peter Rickmers“ ankerte recht vor Astoria auf etwa 10m
Wasser über Schlickgrund und gebrauchte einen Tag zum HEinklariren und Be-
stellen eines anderen Schleppers.
Gezeiten und Gezeitenströme. Die Zeiten des Hoch- und Niedrigwassers
bei Kap Disappointment, Fort Stevens und Astoria lassen sich, falls man keine
amerikanischen Gezeitentafeln an Bord hat, die jährlich. von der „U. St. Coast
and; Geodetic Survey“ herausgegeben werden und Zeit sowie Höhe jeder Tide
für jeden Tag angeben, nach folgender Tabelle finden. Die in der ‚Spalte
„Zwischenzeit“ stehenden Zahlen sind zu den Meridiandurchgangszeiten des
Mondes hinzuzuzählen, um die Zeit des Hoch- und Niedrigwassers zu erhalten.
Die Zeit des Durchganges durch den oberen Meridian wird in den nautischen
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