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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1901. 
Diese vierte Tabelle wird auch dann sehr nützlich sein und stark benutzt werden, 
wenn es gilt, aus älteren Bestimmungen des Salzgehaltes oder des SE die Dichte 
SE zu bestimmen, indem man aus Tabelle 1 zuvor SE entnimmt. 
5) Die fünfte Tabelle bietet den umgekehrten Uebergang dar, nämlich von 
SE auf S©. . 
6) und 7) Es folgen schliefslich zwei speciell der aräometrischen Arbeit 
gewidmete Tabellen; sie dienen dazu, die zumal in Deutschland übliche Reduktion 
auf ss für Aräometer sowohl aus dem Jenaer Normalglas 161 wie dem Boro- 
silikatglas 591 u, s. w. von manchen bisher nicht genügend festgestellten Fehlern 
der Glasvolumen- und Wasservolumen-Aenderungen, zumal bei sehr niedrigen und 
auch hohen Temperaturen, und bei Salzgehalten zwischen 0 und über 40°%o0o, zu 
befreien, — 
Referent konnte in den wenigen Tagen seit der Ausgabe der Tabellen 
naturgemäfs nur eine oberflächliche Einsicht darüber gewinnen, wie weit ein 
Vergleich mit den bisher üblichen Tabellen Differenzen in den Resultaten 
bedingt, und doch ist es eine äufserst wichtige Sache. Folgendes darf vielleicht 
angetührt werden. In der Beziehung zwischen Salzgehalt und Se fand ich in 
Einzelfällen Unterschiede bis zu sechs Einheiten der fünften Decimale des spe- 
cifischen Gewichtes, was zwar bei Detailuntersuchungen für erheblich, bei 
ozeanischen Untersuchungen aber für nicht bedeutend gelten kann. Bei der Fest- 
stellung einer Genauigkeitsgrenze kommt es ja immer darauf an, ob man es mit 
detaillirten Specialarbeiten oder mit Arbeiten grofsen Stiles über die Ozeane hin 
zu thun hat. 
Aehnliches kann von der Verwandlung der specifischen Gewichte SP 
in die Dichte st“ gesagt werden. Eine Versuchsrechnung für den mittleren 
ozeanischen Salzgehalt von 35,00% oo, für 33,00 und für 38,00°0o, womit man die 
in der Hochsee auftretenden Unterschiede fast ganz umfalst, zeigt, wenn man die 
Reduktion einmal nach Knudsen, einmal nach der Tabelle von Mohn-Schott 
ausführt, folgende Unterschiede (Korrektionen, die an die Mohn-Schottschen 
Resultate anzubringen sind, um Knudsensche Werthe zu erhalten): 
Salzgehalt \ 33.00 %%0 
a6 Fr | 
Ss 1756 1,02521 
bei 5° 
bei 15° 
hei 950 
— 0,00005 
— 0,00003 
— 0,00007 
35,00 %0 ' 38,00% 
102674 | 1,02904 
—4- 0,00000 
— 0,00002 
ı — 0.00009 
-+ 0,00008 
—0,00002 
— 0,00013 
Schliefslich lassen einige Stichproben den Schlufs zu, dafs man bei der 
Reduktion der Aräometerablesungen Sp auf Sue für niedrige Tempera- 
juren etwas zu hohe, für hohe Temperaturen etwas zu niedrige Werthe erhalten 
wird, falls man die mit gewöhnlichen Kalinatrongläsern beobachteten Gewichte 
nach der neuen für Normalglas berechneten Tabelle umformt; die Unterschiede 
steigen aber, wenigstens soweit ich bisher sah, innerhalb 5° bis 25° für den 
mittleren Salzgehalt von 35,00% 0o nur bis auf etwa sieben Einheiten der fünften 
Decimale. Man darf gewärtig sein, daß Knudsen sich über alle diese Punkte 
später noch eingehend ausspricht; so viel ist gewifs, dafs die Genauigkeit der 
meisten älteren, bisher benutzten und vielfach zerstreuten Tabellen auch recht 
befriedigend ist und auch die früheren Arbeiten in weiten Grenzen sehr exakt 
rewesen sind. — 
Möge die vorstehende Anzeige der hydrographischen Tabellen, welche den 
Gegenstand noch durcbaus nicht erschöpft, doch schon etwas dazu beitragen, dafs 
in Zukunft alle Forscher zur See sich möglichst der Führung dieses neuen Weg- 
weisers anvertrauen; für die bevorstehenden internationalen nordischen Meeres- 
untersuchungen und für die Südpolar-Expeditionen kamen die Tabellen gerade 
zur rechten Zeit. Schott.
	        
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