Die Witterung an der deutschen Küste im Juli 1901,
431
Niederschlag, mm
Zahl der Tage
Windgeschwindigkeit1)
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Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
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stärke (Beaufort)
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Der Juli charakterisirte sich in seinen Monatswerthen durch zu hohen
Luftdruck und zu hohe Temperatur, während die mittlere Bewölkung, die Nieder-
schlagsmengen. und die registrirten Windgeschwindigkeiten meist erheblich zu
niedrig waren. Im wiederholten Bereiche von aufeinander folgenden Hochdruck-
gebieten hatte die Küste mehrfach Reihen von heiteren Tagen; tiefe Depressionen
traten auf dem Ozean im Westen von Europa nicht auf, und es bestand im All-
gemeinen eine recht gleichmäßige Luftdruckvertheilung. Stürmische Winde traten
nicht auf, und es frischte der Wind nur in einzelnen Fällen ganz lokal bis
Stärke 7 der Beaufort-Skala auf.
Die Morgentemperaturen lagen fast durchweg über den normalen Werthen,
unter diesen an der Nordsee meist am 5. bis 9. und 14. bis 16., an der west-
lichen Ostsee am 7. bis 9. und 16. und von der Oder ostwärts am 1, bis 4. und 8,
In ihrem Gange von Tag zu Tag zeigten die Morgentemperaturen zwei
ausgesprochene Maxima, in den Tagen vom 11. bis 13. und 20. bis 22., im
Westen beide von ungefähr gleicher Höhe; im Osten herrschten jedoch meist
wesentlich höhere Temperaturen während der zweiten Periode. Da im Osten
der Aufstieg zum ersten Maximum ziemlich stetig verlief, die Abkühlung zwischen
den Maxima verhältnifsmäfsig gering war und nach der zweiten warmen Periode
zuch nur eine geringe Abkühlung folgte, so waren die Morgentemperaturen bis
zu Anfang des Monats am niedrigsten; im. Westen brachte die II. Pentade jedoch
meist vorübergehend eine tiefe Erniedrigung am 6. bis 8. und führte an diesen
Tagen die kältesten Morgen herbei, Sehr gleichmäfsig waren die Morgen-
temperaturen der letzten Pentade,
Die Temperatur schwankte an den Stationen der Küste zwischen 31,7°,
dem Maximum von Swinemünde, und 7,3°, dem Minimum von Rügenwaldermünde,
also um 24,4°, während die größte Schwankung an letztgenanntem Orte mit
23,9° fast diesen Betrag erreichte und die kleinste in Borkum gleich 15,4° beob-
achtet wurde,
1) Die registrirten Windgeschwindigkeiten und Sturmnormen erscheinen seit Januar 1899 in-
folge anderer Berechnungsweise kleiner als früher (vgl. die Erläuterungen der Januartabelle, Seite 141).