accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

124 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1901. 
laufenden Richtung aufgebrochen und herausgetrieben. Im Norden Eishimmel. 
Das Meer ist dort, soweit zu‘ sehen, mit Treibeis bedeckt, eine Folge des nord- 
östlichen Windes. 30./3. Bis zum 28./3. haben nur nördliche bis östliche Winde 
geweht. Die Eisverhältnisse waren infolgedessen unverändert. Am 28, und 29./3. 
haben zeitweise südöstliche Winde geweht. Es sind infolgedessen im Norden 
ärei schmale Streifen dunklen Wasserhimmels zu sehen, von denen der niedrigste 
dicht über dem Horizont steht. 
4./4. Schwache Dünung. Im nördlichen Theile des Dänen-Gats, einige 
Seemeilen nach Westen von demselben und einige Seemeilen nördlich vom 
Smerenberg - Sund eisfreies Wasser infolge des südöstlichen Windes. Im 
Süd - Gat kein offenes Wasser. Nach SW hin sind von der Südseite der 
Dänen - Insel Treibeismassen und offene Wasserstellen zu sehen. 17./4. Ein 
außerordentlich starker Südsturm, der vom 14. mittags bis 16./4. mittags wehte, 
hat am 15./4. eisfreies Wasser im Westen des Dänen-Gats, im Westen und Norden 
auf See geschaffen. Heute ist auch der Smerenberg-Sund nördlich von der 
Holländer-Huk an eisfrei geworden und sämmtliches Eis im Dänen-Gat und Virgo- 
Hafen geborsten oder zu Schollen zerbrochen. An der Südküste der Amsterdam- 
Insel ist ein Streifen offenen Wassers. Die Dünung ist heute noch zu bemerken, 
18.4. Schwache Dünung. Auch im Süd-Gat ist offenes Wasser bis innerhalb 
der Moffen-Insel. Sonst wie gestern. 25./4. 4"p. Ganz plötzlich von Westen 
einlaufende Dünung hat das Eis des Virgo-Hafens von der Eckholın-Huk bis 
Pikes-Haus, wo es noch fest lag, in etwa !/zs Stunde aufgebrochen und gegen 
das noch festliegende Eis im Osten fest zusammengedrängt. 27./4. Die Schollen 
sind seit dem 25./4. hin- und hergetrieben, je nachdem Wind und Strömung ge- 
wirkt haben. 28./4. Zwischen den Schollen hat sich eine schwache Jungeisdecke 
gebildet, 29./4. Stille und südlicher Wind. Im Westen und Norden dicht über 
dem Horizont ein schmaler Wasserhimmel. 30./4. Nordnordöstlicher Wind. 
Schmaler Wasserhimmel im Westen und im Norden nicht mehr. 
8./5. Ab und zu auftretende schwache Dünung hat in Verbindung mit der 
Strömung und warmen Witterung die Bildung von Jungeis verhindert. Die 
Schollen sind, beeinflufst von Wind und Strömung, hin- und hergetrieben. Das 
Dänen-Gat ist heute voll Eis getrieben. Zwischen dem Treibeis sind vielfach 
offene Wasserstellen vorhanden, so im Westen auf See, im Westen im Dänen- 
Gat, etwas nördlich von Pikes-Huk, in der Nähe des Fram-Gletschers, ebenso 
im Norden auf See. Das Süd-Gat ist bis innerhalb der Moffen-Inscl eisfrei. 
18./5. Seit dem 16./5. hat sich infolge der Stillen und schwachen Winde und 
Nichtvorhandenseins jeglicher Dünung Jungeis im Virgo-Hafen gebildet. 24./5. 
Schwache Dünung im Virgo-Hafen. Das Eis im Dänen-Gat ist aufgebrochen 
und zum Theil herausgetrieben. Im Westen ist Wasserhimmel. In der Kimm 
ist Alles voll Treibeis. Im Norden von Pikes-Huk war eine offene Wasserstelle 
mitten im dicht gepackt liegenden Eis. Im Norden auf See Alles mit Eis be- 
deckt. Nach Westen zu war die See eisfrei, bis auf einzelne Treibeismassen. 
In der Kimm erschien Alles voll Eis. i 
1./6. Wie am 24./5. Das Süd-Gat ist im westlichen und südwestlichen 
Theil völlig, die See nach Südwesten hin bis auf einzelne Treibeismassen eisfrei, 
2./6. Das Dänen-Gat ist voll Eis getrieben. 3./6. Das Kis im Dänen-Gat ist 
durch den Südwind gegen die Amsterdam-Insel gedrängt, so dafs im Süden des 
Dänen-Gats eisfreies Wasser ist. Schwache Dünung. 5./6. Schwache Dünung. 
Dieselbe bat das Eis des Virgo-Hafens zu Schollen geborsten. Was nicht heraus- 
getrieben ist, ist von dem südlichen Wind gegen die Deadmans-Insel getrieben, 
darunter eine etwa 500 m lange Jungeisscholle, die einen Theil der den Virgo- 
Hafen bedeckenden Eisfläche bildete. 10./6. Die Schollen im Dänen-Gat und 
Virgo-Hafen sind je nach Wind und Strömung hin- und hergetrieben. So wurde 
z. B. am 9./6. infolge nördlichen Windes das Dänen-Gat eisfrei und der Virgo- 
Hafen voll Eis getrieben. Eine Bootsfahrt, die ich heute nach See zu bis zur 
Kobbe-Bucht machte, ergab, dafs das Dänen-Gat, Kobbe-Bucht und die offene 
See, soweit nach Westen und Süden zu sehen war, mit zahlreichen Schollen 
bedeckt waren, die nur einem Boot einen völlig ungehinderten Weg gestatteten. 
Von der Kobbe-Bucht nach Süden zu lagen die Schollen etwas dichter. Kin 
Dampfer hätte den Durchgang auch noch forciren können. 13./6. Infolge des 
nordnordöstlichen Windes ist das Dänen-Gat bis heute eisfrei geblieben und der
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.