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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1901,
Oestlich von Tabiki-Huk erstrecken sich Riffe bedeutend weiter, als die
Karten angeben. In der Durchfahrt zwischen Jau-Eiland und Tabiki-Huk ist bei
halber Tide 1,5 m Wasser. Ein Riff mit 3,7 m Wasser liegt !/s Sm südwestlich
von Makaina-Insel.
Man kann auch nördlich von Maumaun-Insel passiren, wenn man sich gut
östlich von den Riffen vor Sagasai-Insel, die sich 1 Sm von ihr erstrecken, hält.
Die Untiefe auf der amerikanischen Karte No. 1730 südöstlich von Nunu-
Eiland wird bei Niedrigwasser eben sichtbar. Guten Ankerplatz findet man auf
11 m Wasser, etwa 2'/a Kblg. gerade südlich von Nunu-Eiland,
Um durch die Durchfahrt über die Danajon-Bank einzulaufen, halte man
Jimukitan- und Nunu-Eiland in Eins, in rw. S47°W (mw. SW!4@W) nach der
amerikanischen Karte No. 1730. Die Deckpeilung von Three peaks-Berg auf
Poro-Eiland und Kopton-Berg auf Bohol schneidet die erstere in der Mitte des
Fahrwassers. Nachdem man bis innerhalb der Danajon-Bank gelaufen ist, mufs
man die Untiefe vor Bilanbilangan-Insel, die bis dicht an die Kurslinie heran-
geht, meiden. Tiefes Wasser wurde dwars von dieser Untiefe gefunden. In der
Danajon-Durchfahrt betrug die Wassertiefe 14,6 m. KHine kleine Fischerhütte
liegt auf einer niedrigen Sandbank nahe an der Ostkante der westlichen Hälfte
der Danajon-Bank.
Das Wasser ist an der Bohol-Küste schlickhaltig, der Grund ist selten
in mehr als 2,7 m Tiefe sichtbar. Die Riffe haben im Sonnenschein meist ein
röthlich braunes Aussehen und sind von Schatten durch Wolken schwer zu
unterscheiden. Bei Dämmerung oder früh am Morgen sind sie wohl überhaupt
nicht auszumachen. Gelegentlich hat ein Riff ausnahmsweise ein weißes Aus-
sehen, wie das südwestlich von Makaina-Eiland.
In der westlichen Einfahrt zu der Lapinin-Insel-Durchfahrt ist nur 6,4 bis
7,3 m Wasser, nicht 12,8 m wie nach der amerikanischen Karte No. 1730,
Guten Ankerplatz findet man an der Ostküste von Bohol innerhalb
Tintimin-Eiland, wo die Wassertiefe 9m beträgt. Die amerikanische Karte
N 1730 zeigt hier ein Riff. Siehe auch „Nachrichten für Seefahrer“ 1901,
0. 755,
Die amerikanische Karte No. 1730 zeigt vor Guindulman nur 42 m Wasser.
Guten Ankerplatz auf 18 bis 7 m Wasser über Schlick- und Sandgrund finden
Schiffe von einiger Gröfse südlich von der Stadt. Kleine Schiffe können vor
Jagna auf 13 m Wasser ankern, gerade querab von dem Fischwehr; der Anker-
grund hält jedoch nicht gut. Schiffe mit etwa 5 m Tiefgang können vor Jan-
dayan an der Nordwestküste von Bohol auf 12,8 bis 7,3 m Wasser über Schlick-
grund zwischen dem Orte und der nordwestlich davon liegenden Insel ankern.
Schmale Riffe liegen in der Nähe des Hauptlandes und der Insel; man kann den
Ankerplatz jedoch auch bei Nacht sicher aufsuchen, wenn man sich in der Mitte
zwischen beiden hält.
Manila an der Westküste von Luzon.
Hafenordnung für den Cavite-Hafen vom 21, Juni 1901. Der unter
dem Namen „Cavite-Hafen“ bekannte Theil der Manila-Bucht, südlich von der
Deckpeilung Sangley-Huk und Paranaque und !/a Sm nördlich von dieser Linie,
wird als Ankerplatz für V.St.-Kriegsschiffe frei gehalten. Kein Schiff außer
solchen, die als V.St.-Kriegsschiffe kenntlich sind, dürfen in diesen Gewässern
ohne vorherige Erlaubnifs (durch den Hafenkapitän in Manila) des ältesten
aktiven Seeoffiziers in Cavite ankern.
Schiffe, die in Cavite zu ankern wünschen, müssen dazu erst vom Hafen-
kapitän in Manila ermächtigt werden, der dem ältesten Seeoffizier in Cavite
(Adresse: Commandant of Cavite Naval Station) von Namen, Länge und Tief-
gang des Schiffes, wenn beladen, wie auch von der angenäherten Zeit der Ankunft
in Cavite Kenntnifs geben mufs.
Wenn ein Schiff schlechten Wetters oder anderer dringender Gründe
halber Cavite-Hafen anlaufen mufs, ohne mit oder durch den Hafenkapitän in
Manila verkehren zu können, so mufs es einen Ankerplatz aufsuchen, wie weiter
unten vorgeschrieben wird.