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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Zur Küstenkunde der Carolinen, 
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8. Januar und vorübergehend am 9. wehte der Wind .aus nordnordwestlicher bis 
westsüdwestlicher Richtung, Stärke 1.bis 2. ; . 
Das Wetter war klar, mit Ausnahme von einzelnen Regenschauern, die 
täglich fielen, und gröfseren Regenmengen, welche am 6. Januar niederkamen. 
Leichte See von Stärke 0 bis 1. 
Strom. Am 8. Januar vormittags auf der Fahrt von Toloas nach Udot 
wurde nordöstlicher Strom nicht über 1 Sm bemerkt. Am 9. Januar auf der 
Fahrt von Tol nach Udot wurde schwacher südlich setzender Strom bemerkt. 
Uluthi-Atoll.!) ; . 
Nach dem Bericht des Kapt. W. Bartling, D. „Wong Koi“. 
„Bei einem Besuche des Uluthi-Atolls am 12, Mai 1901 wurde festgestellt, 
dafs die Lage der Insel Mogmog (10° 6'N-Br, 139° 46‘ O-Lg) richtig ist. 
In der Lagune befinden sich zwei Riffe mit Wassertiefen von 11 bis 14,5 m 
and gut sichtbarem. Grunde; das westliche liegt in der Durchfahrt zwischen den 
Inseln Loan und Paguiet, das östliche 3 Sm innerhalb des Nordostpasses; das 
letztere erstreckt sich, vom Aufsenrife NNO laufend, bis zu einer kleinen Sand- 
insel, setzt sich westlich von der Insel Essore weiter fort und biegt bei einer 
zweiten kleinen Sandinsel. auf die Insel Essore zu. . 
Ferner befindet sich ein drittes Riff mit anscheinend sehr flachen Stellen 
in der Lagune parallel zu den Westinseln Paguiet-— Elipigue, etwa 1 Sm von 
ihnen entfernt. . . ; 
Die Inseln Falaymeule und Falaybeule (in der Karte Fataimeute und 
Faitaboule) genannt, sind nur eine Insel mit einer Senkung in der Mitte. 
Der Nordostpafs, in dem starker Strom läuft, ist etwa */a Sm breit. Im 
Uebrigen sind die Tiefen in der Lagune 36 bis 40m. Von den Atoll-Inseln 
sind 11 bewohnt; es finden sich einige Schweine und viele Hühner dort. Kopra 
wird nicht gewonnen, 
Zur Küstenkunde der Philippinen. 
Nach „Notice to Mariners“ No. 871, 872, 873. Washington 1901. 
Die Insel Bohol (Bohul). 
In der Mitte des Fahrwassers zwischen der‘ Nordküste von. Bohol und 
der Insel Mijanay, gerade südlich von der Mitte der letzteren, befindet sich ein 
Korallenriff, Auf dem Riffe ist 1,5 m Wasser und ringsherum 18,3 m. Seine 
Kanten fallen fast senkrecht ab; die Spitze ist nahezu flach und etwa 230 qm 
grofs. Aus 1!/a Kblg. Abstand hat es bei Sonnenschein ein röthlich braunes 
Aussehen; sonst deutet nur die etwas dunklere Färbung des Wassers das Riff 
an. Mit Ausnahme dieses Riffes ist die Durchfahrt zwischen Mijanay und Bohol 
für Schiffe von etwa 5,0 m Tiefgang fahrbar. Das Hauptfahrwasser führt südlich 
von dem Kleinen Eilande, südwestlich von den Tambu Inseln entlang, wo es für 
Schiffe von 6,4 m Tiefgang passirbar ist. Westlich von Tambu-Insel findet man 
9m Wasser bis gerade südlich von Saac-Insel, wo die Tiefen bis auf 4,6 m 'ab- 
nehmen. Wenn man sich innerhalb 2'/a Kblg. Abstand von den Fischwehren an 
der Nordküste der Jau-Insel hält, kann man mit 4,6 m Tiefgang bis zur Maumaun- 
Insel laufen. Eine Durchfahrt nördlich zwischen:  Saac- und Sagasai-Insel für 
Boote von. mehr als 1,8 m Tiefgang giebt es nicht. Bei Hochwasser fand man 
den Grund sehr uneben und mit grofsen Kieseln bedeckt und nirgends gröfsere 
Wassertiefe als 3,7 m. Die Fluthböhe hier; ist. unsicher, der Strom. reißsend. 
Die südliche Durchfahrt kann man mit 5,5 bis 7,3 m "Tiefgang benutzen und 
passirt dann !/a Sm westlich von Makaina-Insel und dem kleinen Inselchen 
nördlich davon. 
1) Engl. Adm.-Karte No. 772: Islands and Reefs in the Caroline Islands; Segelhandbuch: 
„Pacifie Islands“, Vol. I. 1900, Seite 433.
	        
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