Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1901
tiefe, und Korallengrund geankert in der Peilung: Höchster Berg auf Udot
WNW'/AW, Berg Ton Arzan NO?/0.
Durch eine flüchtige Vermessung mittelst der Boote wurden die Umrisse
der Riffe und ein zwischen Udot und Eiol vorhandenes Mittelriff festgelegt.
An demselben Tage um 12* 30” nachmittags wurde wieder Anker gelichtet
und mit einer Schraube und einer Maschine nach Tol gedampft.
Auf der Fahrt von Udot nach Tol wurden zwischen der Insel und
dem Mittelriffe die in der Karte (Tafel 33) angegebenen Tiefen gelothet. Auf
der ungefähr SWzW laufenden Kurslinie mufste gut Ausguck gehalten werden,
da sich zu beiden Seiten Untiefen befinden, die in der Karte angedeutet und
nach den vorhandenen Landmarken und Entfernungsschätzen vom Schiffe aus
festgelegt sind. Südlich von Fala-Beguets führt der Kurs WSW!/W auf die
Südspitze von Tol zu. Wenn die Nordwestspitze von Fala-Beguets auf diesem
Kurse dwars peilt, steuere man auf die Mitte der langen tief einschneidenden
Bucht an der Nordostseite von Tol zu. Vor der Einfahrt dieser Bucht wurde
am 8, Januar um 2*23” nachmittags auf 30 m Wasser, Korallengrund und Sand,
yeankert in der Kreuzpeilung: Südostspitze der Insel Tol SWzS und Berg
Tumoitol W!'AN.
Vom Ankerplatz bei der Insel Tol aus wurden mittelst der Schiffs-
boote mehrere Untiefen, die in der Karte eingetragen sind, festgelegt. Eine
Aüchtige Vermessung und Auslothung der langgestreckten einschneidenden Bucht
argab, dafs der Verlauf der Strandlinien und der Riffe in der englischen Admi-
ralitäts-Karte nicht richtig wiedergegeben ist und dafs die lange Bucht einen
geschützten Hafen bildet, den selbst Kreuzer von der Größe des „Cormoran“
aufsuchen können.
Auf der mit einer Schraube und einer Maschine am 9. Januar um 11*
vormittags angetretenen Rückfahrt von Tol nach Udot und von da nach
Toloas wurde die westliche Durchfahrt zwischen dem Mittelriffe und der Insel
Eiot gewählt. Die Lothungen, die bis auf 12 m heruntergehen, sind in der
Karte eingetragen. Die Insel zwischen Moen und Toloas liegt nordöstlicher, als
in der englischen Karte angegeben, und die in dieser nördlich von Kutua Point
verzeichnete Insel ist nicht vorhanden. Vor der Missionsstation von Kutua,
dicht bei Kutua Point, wurde um 3* 27” nachmittags auf 30 m Wasser,
Korallengrund, geankert in der Peilung: Berg Tolomen SWzW!'/2W, Ostspitze
der Insel Moen N’/40. Am nächsten Morgen, am 10. Januar, wurde dieser Anker-
platz um 5* 45” verlassen und mit beiden Maschinen und Dampf in zwei Kesseln
gefahren.
Auf dem Wege von Kutua Point östlich um die Insel Moen wurde
festgestellt, dafs die nordnordwestlich von der Herit-Insel angegebene Insel nicht
vorhanden ist; dagegen wurde ein grofses Riff zwischen Herit und Moen fest-
gestellt.
Die Durchfahrt zwischen Falo und Moen ist sehr unrein, kann aber
bei guter Beleuchtung ohne Gefahr genommen werden. „Cormoran“ ankerte um
{*45” vormittags auf 20 m Wassertiefe und Korallengrund in der Peilung: Berg
Ton Azan SSW°4AW, Berg Teroken Sz0%40. Um 9% 40" vormittags wurde
wieder Anker gelichtet und um 10" 25" auf demselben Platze wie am 5. Januar,
an der Westseite von Moen, geankert. Um 2" 5“ nachmittags wurde wieder
Anker gelichtet, um nach Paran zu fahren.
Von dem Ankerplatze auf der Westseite von Moen führt der gerade
Kurs „die Ostspitze von Paran recht voraus“ nach der Durchfahrt zwischen
dieser Insel und Fefan. Das westlich von dieser Lothungslinie gelegene und in
der englischen Karte verzeichnete Riff bildet die einzige Untiefe auf
diesem Wege.
Südlich von den Paran und Fefan umgebenden Riffen wurde um 3" 6"
nachmittags auf 32 m Wasser, Korallengrund, geankert in der Peilung: Berg
Ton Azan 0”%8S, Berg Iron NzO7/80.
Am 10. Januar um 4” nachmittags wurde wieder Anker gelichtet und das
Atoll auf entgegengesetzten Kursen verlassen. .
Wind, Wetter, Seegang. Während des Aufenthaltes im Ruk-Atoll
vorherrschend nordnordöstliche bis südsüdöstliche Winde 2 bis 4. Nur am