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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Vierter Nachtrag zu: „Die .wichtigsten. Häfen Chinas“. 
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und tiefer; die. Bank längs des Ufers’ vor Yo po war weggeschwemmt. Der 
Steert vor Tscheng san hatte sich weiter nach dem Abhange unterbalb von 
Tong tschung kae ausgedehnt, auch war das Flach, das zwischen Tong tschung 
kae und dem Dorfe Tschu ma ri liegt, stark nach der Fahrwassermitte gewachsen. 
Oberhalb Posan fand ich. wiederum wenig Aenderung. Als wir oberhalb der 
Flußskrümmung ankamen, wo.die englische Adm.-Karte No. 1257 ein Fort angiebt, 
fand ich, dafs wir schneller als die Fluth gelaufen waren, und ankerte, um nicht 
festzukommen, bis das Wasser zu steigen begann. Ich fand, dafs der Flufs in 
dem: Theile zwischen dem Fort und der Fähre (ferry auf der Karte) sich stark 
geändert hatte; die Wassertiefen waren geringer geworden, der Grund bestand 
aus Kieseln und kleinem Steingeröll. Nachdem. diese Stelle passirt war, ging 
Alles glatt bis zur Stadt Ping Yang hinauf, wo wir eben oberhalb des Ostthores 
landeten.“ 
Bahia de Caraquez (Ecuador). 
Nach Berichten der Kapt. R. Paefsler, Dampfer „Totmes“, und G. Temme, Dampfer „Sesostris‘ 
der Kosmos-Linie. . 
(Hierzu Tafel 82.) ; 
Der Ort Caraquez!) (auch Caracas und Carraques geschrieben) liegt auf 
0° 35,4 S-Br und 80° 24,5‘ W-Lg.am rechten Ufer des gleichnamigen Flusses 
eben innerhalb dessen Mündung und hat Bedeutung als nächster Hafenplatz für 
die Hauptstadt Quito. 
Landmarken, Von Norden kommend, sind die Jama-Huk und das Kap 
Pasado gute Landmarken. Das Kap Pasado ist eine hohe runde Huk, die ge- 
spalten zu sein scheint; an beiden Seiten des Kaps zeigt die Küste niedrige 
Bäume und an seiner Südseite sind weifse Küstenabhänge. Ein Riff erstreckt 
sich !/s Sm nordwärts vom Kap Pasado, in dessen Schutz man auf etwa 11 m 
Wasser, 1 Sm NNO vom Kap ankern kann. In der Bucht an der Ostseite des 
Kaps ist frisches Wasser zu haben. Für die Caraquez-Mündung sind der Berg 
San Vincente und das Schulhaus auf Punta Playa gute Landmarken. -Punta 
Playa ist flach, das Schulhaus hat ein graues Dach mit einem Thürmchen auf 
seiner. Mitte. Auf. der Huk Punta de San Vincente liegt ein Dorf von etwa 
20 Hütten. . 
„. Ansteuerung. Kapt. R. Paefsler giebt folgende Anweisung: „Man 
bringe den Berg San Vincente in OzN-Peilung und steuere auf diesem Kurse 
in die Bucht hinein, bis die westlichste Landspitze (a der Kartenskizze auf 
Tafel 32) SzW%4W peilt. Die zweite südlich von der Bellacas-Huk vorstehende 
Landspitze verschwindet in dieser Peilung, während eine dritte SSW von a ge- 
legene Landspitze 6 beinahe in Deckung kommt. Auf diesem Ankerplatze bis 
etwa 2 Kblg. nach West sind 7,3 m Wassertiefe, Grund Schlick; weiter nach 
innen nimmt die Tiefe allmählich ab. Bei Niedrigwasser sieht man den Berg 
San Vincente auf OzN-Peilung zwischen Punta Playa und den nördlich davor 
liegenden Klippen; bei Hochwasser sind diese Klippen sichtbar.“ Kapt. 
R. Paefsler lief bei Tagesanbruch und diesiger Luft auf den Ankerplatz. 
Gezeiten. Die Hafenzeit beträgt in der Caraquez-Mündung 3* 30", die 
Fluthhöhe bei Springtide ist ungefähr 3 m. 
Lootsen. Der Lootse kam mit dem Boote des Hafenkapitäns, nachdem 
der Dampfer „Totmes“ bereits drei Stunden zu Anker gelegen hatte. Lootsen- 
zwang besteht nicht. ; 
Ankerplatz. Dampfer „Totmes“ ankerte anfangs auf 9 m Wasser in den 
Peilungen: Berg San Vincente in OzN, die westlichste Landspitze (a) nahe 
Bellacas-Huk SzW!/2W, später nach Lootsenanweisung auf 7,3 m Wasser, die 
Landspitze a in SzW'/sW peilend. Der Ankerplatz ist gut; der Seegang war 
1) Englische. Adm.-Karte No. 1393: Caracas River; nordamerikan. Karte No, 1122: Caraquez 
River. Vgl. „Ann. d. Hydr. etc.“ 1897, Seite 57, und 1886, Seite 164.
	        
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