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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1901.
vom Ozean über Centraleuropa ausbreitete. Die Tage vom 18. bis 22. waren
vorwiegend trocken und vielfach heiter, und am 23. bis 25. traten Niederschläge
nur an Theilen der Ostsee auf, Bei nördlichen Winden hatten die östlichen
Theile der Ostsee-Küste am 22. bis 25, vielfach verbreiteten Nebel.
Zwischen dem Hochdruckgebiete über Westeuropa und einem Hochdruck-
gebiete über Nordosteuropa entwickelte sich am 25, ein selbständiges Minimum
über Mittelskandinavien, das rasch an Umfang und Tiefe zunahm und, zunächst
nach Südschweden verlagert, am 26. und 27. die angegebenen stürmischen Winde
an der Küste hervorrief. Diese Tage hatten wieder Regenfälle zu verzeichnen,
dann herrschte bis Ende des Monats trockenes, am 29. und 30. ostwärts bis zur
Oder heiteres Wetter, da sich das vom Ozean her ausgebreitete Hochdruckgebiet
unter Verlagerung seines Kernes höchsten Druckes von den Britischen Inseln
nach dem Norwegischen Meere, über Nordeuropa und zunächst auch Central-
europa ausbreitete und seine Herrschaft über das Küstengebiet bis Monatsschlufs
behauptete.
Berichtigung.
In Heft VII, Seite 294, mufs es Zeile 27 und 28 von oben heifsen: „Das Maantsuyker-
Leuchtfeuer wird durch die Needle-Klippe in den Peilungen von N0z0140 bis ONO verdeckt.“
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Berlin SW, Kochstraßfse 68-—71.