accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

= + 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1901. 
2. Von Konsulaten. 
bg. 
No. 
Einsender 
Berichtet über 
Fbg 
No. 
Einsender 
Berichtet über 
698 
Vice-Konsulats-Verweser 
Eugen Tori 
General-Konsul 
Legationsrath Stemrich 
Vice-Konsul Fr. Matare 
General-Konsul 
Dr. v. Tischendorf 
702 , General-Konsul v.Hartmann 
703 | Konsul Paul Meyer 
704 Konsul J. A. Gerdes | 
705 Vice-Konsul 
Elard Dauelsberg | 
} 
Besondere Bemerkungen aus den Fragebogen: 
Fremantle. Die Lootsenboote sind einmastige offene Boote, die bei 
Tage die englische Lootsenflagge und bei Nacht, wenn sie auf Station 
sind, Blaufeuer zeigen. Der Lootse kam etwa 5 Sm nordwestlich vom 
Rottnest-Leuchtthurm an Bord, der Hafenlootse mit dem Schlepper auf 
der Gage-Rhede. Lootsentaxe: von See nach Gage-Rhede-Ankerplatz 
2 d die Registertonne, jedoch höchstens 12 £. Hafenlootse ein und 
aus 2 £. Ein Schlepper war nur vorhanden, der „Emin Pascha“ von 
der Gage-Rhede nach dem Kai schleppte. Schlepplohn 6 d die Re- 
gistertonne. Die Hülfe eines Schleppers ist nur vom Ankerplatz nach 
dem Hafen nothwendig. Die Hafenanlagen sind noch nicht fertig- 
gestellt, auch die Kaie an der Nordseite sind noch im Bau. Es wird 
Tag und Nacht gebaggert. Die Hälfte des Kais ist elektrisch beleuchtet, 
jedoch sehr mangelhaft. Lagerschuppen sind nicht vorhanden. Hafen- 
ordnung und Gesundheitsvorschriften, die streng zu befolgen sind, 
werden bei Ankunft im Hafen an Bord gebracht. Wenn viele Schiffe 
im Hafen sind, wird das Löschen häufig durch das Rangiren der 
Eisenbahnwagen aufgehalten. Da am Südkai nur Platz für etwa zehn 
Schiffe war, mufsten einige Schiffe mehrere Tage auf der Rhede oder 
Jängsseit eines anderen Schiffes warten, bevor sie mit dem Löschen 
beginnen konnten. 
Guaymas, Etwa !/s Sm westlich von Baja Point sind von der 
Regierung eine Schiffswerft und Kohlenschuppen für Kriegsschiffe 
erbaut. Bei letzteren ist auch eine kleine Landungsbrücke angelegt, 
die jedoch nach Kapt. A.Hansens Ansicht für „Tarpenbek“ zu schwach 
war. Die Aufschlepphelling kann Schiffe bis zu 1000 Registertonnen 
Gröfse aufnehmen. Reparaturkosten sehr theuer. Trinkwasser 2 c die 
Gallone. Schiffspapiere wurden in je drei Ausfertigungen verlangt. 
Pisagua. Als Lootsenboote dienen Ruderboote, die bei Tage eine 
blaue Flagge mit einem weifsen „P“ führen, Der Lootse kam dicht 
beim Ankerplatze an Bord. Die Landungsbrücke ist theilweise zer- 
stört, andere Hafenanlagen sind nicht vorhanden. Die Anker kommen 
durch Wracks und deren Anker leicht unklar. Löschen und Laden 
geht, wenn man dem Stauer die Arbeit in Akkord giebt, sehr schnell. 
Wallaroo (Spencer-Golf), Seelootsen sind nicht vorhanden. Man 
bringt das Schiff ohne Lootsenhülfe an den Ankerplatz, wo der Hafen- 
meister, der zugleich Hafenlootse und Zollbeamter ist, mittelst Bootes 
an Bord kommt und das Schiff unter Segel oder mit Warpanker an 
die Landungsbrücke bringt. Das Schiff wird dann mit zwei Ankern 
vertäut und achteraus mit zwei starken Trossen (kein Stahldraht oder 
Ketten) festgemacht. Die einzigen guten Landmarken sind der Rauch 
und die Schornsteine des Schmelzwerkes. Man steuere nicht eher in 
die Bucht hinein, bis die Landungsbrücke oder die Schornsteine nur 
Ost peilen. Der Ankerplatz bietet bei Nordweststürmen geringen 
Schutz, jedoch hielten die Anker gut. Die zollamtliche Behandlung ist 
sehr gut. Ein Ladungsmanifest und eine Proviantliste wurden verlangt. 
706 
Tanger 
; Pernambuco 
‚Cabedello, Parahyba 
do Norte 
New York 
Novorossisk
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.