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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1901.
Allgemeine Bemerkungen (Seite 152 des Handbuches „Die wichtigsten
Häfen Chinas“). Auf der Langschan-Kreuzung wurden im April bei Springtide
1'% Stunden vor Hochwasser 2,2 Sm Strom gefunden. Auf dem Ankerplatze bei
der Mittelbank-Tonne wurde eine Stunde nach Hochwasser 2,4 Sm Strom gefunden.
Stromverhältnisse (Seite 155 des Handbuches „Die wichtigsten Häfen
Chinas“), Die Angabe, dafs die Gezeitenströmung sich nur 50 Sm oberhalb
Wusung bemerkbar macht, trifft nur im Sommer zu. Nach Beobachtungen S. M. 8.
„MUtis“ und nach Lootsenaussagen ist im Winter bei niedrigem Wasserstande der
Fluthstrom oft in Wuhu, also 249 Sm oberhalb Wusung bemerkbar, so dafs die
Schiffe herumschwaien und entgegen der Flufströmung sich auf den Wind legen.
Lootsenwesen (Seite 156 unten des Handbuches „Die wichtigsten Häfen
Chinas“). Die Durchfahrt zwischen den Centaur- und Actaeon-Bänken wird nicht
mehr benutzt; jetzt ist die gefährlichste Stelle die Langschan-Kreuzung, die kein
Lootse trotz guter Kompasse, Lothungen u. s. w. bei Nacht oder Nebel passirt.
Beispiel einer Stromfahrt (Seite 158 und 159 des Handbuches „Die
wichtigsten Häfen Chinas“). Der erwähnte Ort heifst Schiwuiyau, er liegt 75 Sm
thalwärts von Hankau,
Die Harvey-Huk-Durchfahrt (Seite 162 des Handbuches „Die wichtigsten
Häfen Chinas“). Die Lage und die Bezeichnung der Tonnen ist je nach den
Wasserständen häufigen Aenderungen unterworfen. Nach dem Bericht S. M, S.
„Ntis“ vom 22. April 1901 war der Kurs zwischen der Upper Vine Point-Tonne
und der Upper Crossing-Tonne N3°O (man verbessere danach den 2. Nachtrag).
Die Rosina - Klippe (Seite 169 des Handbuches „Die wichtigsten Häfen
Chinas“). Bei der Rosina-Klippe liegt im Winter eine Dschunke als Feuerschiff,
die ein rothes, 4 Sm weit sichtbares Licht zeigt.
Wuhu-Strich (Seite 172 des Handbuches „Die wichtigsten Häfen Chinas“).
Bei der Schansi - Huk ist eine Leuchtbake mit weißem festen, 7 Sm weit sicht-
barem Feuer errichtet.
Osborn-Strich (Seite 173 des Handbuches „Die wichtigsten Häfen Chinas“).
Im Winter liegt an der Südostspitze der Sandbank, die der Horseshoe Bend-Insel
vorgelagert ist, ein Feuerschiff, dessen rothes Feuer 4 Sm weit sichtbar ist.
Wildschwein-Strich (Seite 173 des Handbuches „Die wichtigsten Häfen
Chinas“). Die Leuchtbake 1,5 Sm vom Nordende der Insel Tschintetschau ist in
diesem Winter auf das linke Ufer, dicht am Nordufer des Wasserarmes, der bei
dem Orte Tschatschau mündet, verlegt worden.
Tungliu-Strich (Seite 175 des Handbuches „Die wichtigsten Häfen Chinas“).
Für die östliche Durchfahrt liegt südlich von der Low-Insel im Winter ein Feuer-
schiff, das ein rothes, 4 Sm weit sichtbares Feuer zeigt.
Auf der Nordspitze der Mittelbänke vor der Stadt Tungliu steht jetzt un-
gefähr querab der Tungliu-Pagode eine Leuchtbake, die ein weifses festes, 7 Sm
weit sichtbares Feuer zeigt.
Das Spencer-Feuerschiff liegt im Winter nicht an der Stelle, wo es
in der Karte verzeichnet steht, sondern weiter südlich, beim Anfange des Süd-
endes der Mittelbänke. Bei steigendem Wasser wird es verlegt.
Die Bake auf der Dove-Huk (Seite 176) ist nicht vorhanden.
Matung-Strich (Seite 176 des Handbuches „Die wichtigsten Häfen Chinas“).
Bei dem sehr niedrigen Wasserstande im Winter 1900/1901 konnte der in der
Karte angegebene Kanal oberhalb Matung am Ufer entlang nicht benutzt werden.
Man fuhr daher südlich von der Pigeon-Insel in tiefem Wasser und liefs die in
der Karte unbenannte, von den Lootsen als „Snipe-Insel“ bezeichnete Insel
südlich. Südwestlich von der Pigeon-Insel sind grofse weit vorspringende Sand-
bänke zu beachten.
Blakeney - Strich (Seite 176 des Handbuches „Die wichtigsten Häfen
Chinas“). Die Nordost-Kreuzungsbake ist weiter nach Ost zu versetzt. Im Winter
1900/1901 wurde von den Dampfern tiefes Wasser gefunden längs des linken
Üfers bis zu dem Punkte, wo auf der Karte „large tree“ steht; von da aus wurde
mit südwestlichem Kurse an der steil abfallenden Sandbank vorbei nach der
Strommitte und nach dem rechten Ufer gesteuert. Das Passiren der Nordost-
kreuzung bereitet nur zwischen den südlichen Sandbänken Schwierigkeiten; dort
wurde von S. M. S. „Iltis“ auf NO1/N-Kurs (eine Baumgruppe recht voraus) als
niedrigste Tiefe 6,5 m gefunden. Sonst findet man längs des linken Ufers auf