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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1901. 
Ankerplatz, KEin niedriger grüner Hügel liegt etwas westlich vom Anker- 
platze. Man ankere auf 15 bis 20 m Wasser und halte dabei die Flufsmündung 
offen in etwa rw. Süd- (mw. Süd-) Peilung. Durch Lothungen im Hafen wurde 
festgestellt, dafs die Wassertiefen allmählich von 17 m beim Schiffe auf 7 m in 
etwa 0,3 Sm Abstand von der Flufsmündung abnahmen. Oestlich von der Fluls- 
mündung liegt eine kleine Bucht, worin Schiffe von etwa 75 m Länge geschützten 
Ankerplatz auf 7 bis 13 m Wasser finden. Felsige Riffe, auf denen Brandung 
steht, sind beiden Huken der kleinen Bucht vorgelagert. Der Ankerplatz liegt 
in den Peilungen: Die Schlucht in der Mitte der Bucht gehalten und die Kante 
des östlichen Felsenriffs in Eins mit der grofsen weiter östlicher liegenden 
Klippe. Anzeichen von flachem Wasser wurden in der kleinen Hafenbucht nicht 
beobachtet. 
Ortsbestimmung über den künstlichen Horizont wurde in der Nähe des 
Denkmals vor der Kathedrale von Baler gemacht und ergab als Breite 
15° 36’N und als Länge 121° 34’ O; hiernach liegt die Encanto-Huk etwa 2 Sm 
westlicher und 10!/a Sm südlicher, als die Karte angiebt. 
Lothungen. Beim Auslaufen aus Baler dampfte U. S. S. „Vicksburg“ in 
etwa 3 Sm Abstand längs der Küste und lothete innerhalb kurzer Abstände; die 
Wassertiefen wechselten zwischen 55 und 146 m. Die geringste Tiefe von 55 m 
wurde etwa 20 Sm nördlich von Baler vor einer gut kenntlichen kleinen Bucht 
gefunden. 
Südlich von der Delgada-Huk liegt eine kleine Bucht, die anscheinend 
guten Ankerplatz für die Fahrzeuge der Eingeborenen bietet. Drei Klippen liegen 
vor der Süd-Huk der kleinen Bucht. 
Die Küste ist zwischen Baler und Kasiguran im Allgemeinen etwa rw. 
N 51° O0 (mw. NO0'/20) gerichtet und ist mit hohen Hügeln und Bergen besetzt, 
die alle dicht bewaldet sind. 
Kasiguran-Bucht an der Ostküste der Insel Luzon. 
Der Hauptflufs, der in dem nördlichen Theile der Kasiguran-Bucht mündet, 
bildet ein weites und flaches Delta, das bei Niedrigwasser meistentheils trocken 
fallt und dann nur Fahrrinnen für Flachboote von etwa 0,2 m Tiefgang frei läfst. 
Unmittelbar innerhalb der Barre, die das nordöstliche Ende der Bucht ausfüllt, 
wird der Fluß tiefer und behält im Fahrwasser 1,5 bis 1,8 m Wasser. Etwa 
Ua Sm innerhalb der Barre dreht der Hauptflufs nach Norden und Osten und 
kann etwa 4 Sm weit auf stark gewundenem Laufe bis zu einer Brücke und auch 
darüber hinaus befahren werden. Die Untersuchung wurde nur bis zur Brücke 
geführt. Der linke Nebenstrom scheint unbedeutender zu sein; er hat starken 
Ebbstrom und frisches oder wenigstens brackiges Wasser und verflacht schnell. 
Vier Stunden nach Niedrigwasser war es unmöglich weiter als 900 m in diesem 
Flusse vorzudringen. Er läuft in einer südöstlichen Richtung und scheint weniger 
gewunden als der Hauptstrom zu sein. Anscheinend fliefst dieser Nebenflufs an 
Kasiguran vorbei, aber dies liefs sich nicht feststellen, weil es unmöglich war, die 
Stadt zu Wasser zu erreichen. Die Stadt Kasiguran liegt etwa 2 Sm vom Strande 
und peilt von der Sandy-Huk NNO. Das Dach eines Hauses in der Vorstadt 
von Kasiguran ist am Westabhange eines gut kenntlichen bewaldeten Hügels zu 
sehen, wenn man in die Bucht einläuft. 
Frischwasser ist an der Nordostseite der Bucht nahe der Flulsmündung aus 
einem kleinen Gebirgsbache zu erhalten, der fast ganz von Bäumen verdeckt ist. 
Der Arzt fand organische Bestandtheile im Wasser, so dafs es nur zur Kessel- 
füllung benutzt werden konnte. Man braucht zum Wassernehmen etwa 30 m 
Schlauch und ein Boot. U.S.58S. „Vicksburg“ nahm etwa 10000 Gallons in 
weniger als drei Tagen mit nur einem Boote. Der Bach liegt NO'/40 von der 
Bluff-Huk. Ein anderer Flufs, der weiter nach Osten hin liegt, ist auch nur zur 
Hochwasserzeit zu passiren; er wurde nur in der Nähe seiner Mündung unter- 
sucht. Die Gegend zwischen diesen Flüssen ist bei Hochwasser eine große 
Lagune, Alte Gräben von etwa 900 m Länge sind am Nordufer der Bucht 
ausgegraben, 
Gezeitenbeobachtungen an einem Tage ergaben den Fluthhub von 1,8 m 
und eine Hafenzeit von 6: 13"
	        
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