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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Zur Küstenkunde der Philippinen. 
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Baliskan ist niedrig und war schwer aufzufßnden (vgl. „Nachr. f. Seef.“ 1901, 
No. 138). 
Wie die Küste und die übrigen Inseln liegt auch die genannte Insel weiter 
südlich und östlich, als die Karte zeigt. Die Durchfahrt an der Südseite des 
Inselchens Baliskan (die in „Nachr. f. Seef.“ 1901, No. 138 empfohlen wird) 
scheint nicht empfehlenswerth zu sein. Die Insel Kabalete wurde leicht aufge- 
funden. Man thut gut, von ihr in grofsem Abstande zu bleiben, sobald man das 
Inselchen Baliskan ausgemacht hat, wegen des unreinen Grundes, der sich vom 
Südende von Kabalete etwa 1 Sm nach SO erstreckt. Das Fahrwasser an der 
Westseite der Alabat-Insel wurde bis nach Antimonan hin rein und tief gefunden; 
etwa 1 Sm von der Küste fand man noch 45 bis 90 m Wasser. Nachdem um 
das Inselchen Baliskan herumgesteuert war, wurde zwischen Süd- und Südsüdwest- 
kurs gesteuert, wobei, wie gesagt, überall tiefes Wasser bis nach Antimonan hin ge- 
fanden warde. Die Huk nördlich von Antimonan hebt sich stark ab und ist 
auch nachts leicht zu erkennen. Die Stadt liegt etwa %4 Sm jenseits der Huk. 
Man darf nicht innerhalb der Verbindungslinien der Huken gehen, die die Bucht 
nach Norden und Süden begrenzen, und darf nicht auf weniger als 20 m Wasser 
ankern. Die Gezeitenwirkung ist hier zu spüren; der Fluthhub beträgt etwa 
2,4 m. Nach den Segelanweisungen söll die Hafenzeit für die Stadt Alabat, die 
etwa 8 Sm östlich von Antimonan liegt, 10" betragen; dies würde für den 
9. März 1901 die Hochwasserzeit- von 12" 20” p. m. ergeben haben, während 
thatsächlich etwa um 1" an diesem Tage Niedrigwasser war. 
Die Durchfahrt westlich von der Insel Kabalete scheint klar zu sein. 
U. 8. S. „Vicksburg“ verliefs Antimonan mit Kurs rw. N 27° 30° W (mw. NNW'/2W); 
nachdem 17 Sm abgelaufen waren, wurde der Kurs auf rw. N 13° 30‘ W (mw, 
NzW!/AW) geändert, sobald die Insel Kabalete passirt war. Das Inselchen Baliskan 
lag anscheinend richtig in Beziehung zu den anderen Inseln, während die Peilungen 
von Polillo auf 11/4 bis 2 Strich nicht stimmten. 
Polillo-Insel und -Hafen an der Ostküste der Insel Luzon. 
Beim Einlaufen in den Polillo-Hafen hielt sich U. S. S. „Vicksburg“ dicht 
Jängs der Küstenlinie und entdeckte dabei verschiedene Untiefen, einschliefslich 
der schon in den „Nachr. f. Seef.“ 1901, No. 700, erwähnten. Beim Auslaufen 
aus dem Hafen wurde die Kirche von Polillo achteraus unter der Mitte eines 
runden Hügels und mitten zwischen zwei hohen Bäumen gehalten, Auf dieser 
Peilungslinie rw. S 36° 0 (mw. SO0?/4S) fand man als geringste Wassertiefe 21 m. 
Die auf der Karte des H. O0. No. 1729 in der Mitte des Hafens angegebene Un- 
tiefe scheint nicht vorhanden zu sein, Kin leicht erkennbares Flach mit nur 
1,5 m Wasser wurde dicht an der Ostküste in den Peilungen: Der Thurm der 
Kathedrale rw. S 23° O0 (mw. SSO) und die Polillo-Huk rw. S 79° W (mw. WzS) 
gefunden. 
Der innere Hafen schien vollständig rein zu sein; als geringste Wasser- 
tiefe wurde 20 m vor der Stadt Polillo gefunden. Das Riff an der Westseite 
jst vollständig sichtbar; die vorher angeführte Deckpeilung, rw. S 36° 0 (mw. 
SO*/48), führt frei von ihm. Das nördliche und westliche Ende der Insel Polillo 
ist nicht genau vermessen und scheint 6 bis 8 Sm südlicher und 2 bis 3 Sm 
östlicher zu liegen, als die Karte angiebt. Die Nordküste der Insel hat nord- 
östliche Richtung. 
Baler-Bucht an der Ostküste der Insel Luzon.!) 
Ansteuerung, Baler ist an dem hohen Lande zu erkennen, das die ganze 
Bucht umgiebt und sich nach NO bis zur Kasiguran-Bucht hin erstreckt. Die 
Bergketten haben anscheinend 900 bis 2700 m Höhe. Die Encanto-Huk, die die 
Osteinfahrt in die Baler-Bucht bezeichnet, ist an der ihr vorgelagerten Insel zu 
erkennen; diese Insel sieht in Nordsüdrichtung wie ein kleiner Knopf aus, peilt man 
sie aber West, so erkennt man freies Wasser zwischen ihr und der Küste. HEine 
Kette von Klippen und Untiefen läuft etwa 1 Sm von der Huk aus; von diesen 
Klippen muß man sich in mindestens !/2 Sm Abstand halten und dann allmählich 
nach Süden in die Bucht hineindrehen. 
N Vol. „Ann. d. Hydrogr. ete.“, 1900, Seite 578.
	        
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