accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

249 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1901. 
vom Wellenbrecher zu ankern. Kriegsschiffe sollten, ehe sie den Salut feuern, 
den Lootsen erwarten, der den Auftrag hat, ihnen eine Meldung des Hafenkapitäns 
zu überbringen, falls der Salut nicht erforderlich ist. 
Hafenanlagen. Der Wellenbrecher ist 30 m breit und erhebt sich 1,5 m 
über Hochwasser; an seiner Seeseite ist er mit einer 7 m hohen Mauer geschützt. 
Der Landungsplatz beim Fort Santa Cruz ist ganz versandet und die Boote 
landen jetzt beim Zollamte im südwestlichen Theile des Hafens. Bei nördlichen 
Winden, die Dünung in den Hafen bringen, würde es am günstigsten sein, im 
östlichen Theile des Hafens im Schutze des Querdammes zu ankern. 
Acht Festmachetonnen liegen im Hafen auf Tiefen von 9 bis 12 m; 
nur die innerste liegt auf 7,5 m Wasser. Die grofsen Schiffe machen parallel 
dem Wellenbrecher fest; sie ankern mit zwei Bugankern und machen das Heck 
am Kai oder an den Festmachetonnen fest. 
Telegraphentonne. Den Landungsplatz der Telegraphenkabel bezeichnet 
eine kleine weiße Tonne, die in der Nähe der Espalamaca-Huk etwa 800 m in 
ONO vom Kopfe des Wellenbrechers verankert liegt. 
Die Stadt Horta hatte 1901 etwa 10000 Einwohner. 
Kohlen werden in Leichtern von 15 bis 20 t Tragfähigkeit an Bord ge- 
bracht. 1901 wurde 28. für die Tonne frei an Bord bezahlt. 
Bemerkungen über Adelaide, 
Im Anschlufs an die in den „Ann, d. Hydr. etc.“, 1898, Seite 434, ge- 
gebene Beschreibung von Adelaide berichtet Kapt. E. Stolz, Bark „Viduco“, im 
Fragebogen No. 1680 Folgendes: 
Die Lootsenboote sind kleine Schleppdampfer, die bei Tage die Flagge H 
führen. Bei Nacht kommt kein Lootse an Bord. Der Ankergrund hält gut. 
„Viduco“ lag bei einem dreitägigen Sturme vor einem Anker mit 75 Faden Kette, 
ohne erheblich zu treiben. Löschen und Laden geht sehr schnell. Zum Löschen 
einer Ladung Stückgut und Laden von 350t Weizen wurden trotz des schlechten 
Wetters nur 17 Tage gebraucht. Sprengstoffe müssen am Nordarm im Adelaide- 
Fluß gelandet werden. Zollbeamter kommt mittelst Dampfer vor oder gleich 
nach dem Ankern des Schiffes an Bord. Ueber Proviant wird Inventar aufge- 
nommen, geistige Getränke, Tabak und Cigarren werden versiegelt. 
Signalstationen befinden sich an folgenden Orten: Semaphor in Port 
Adelaide, Leuchtthürme bei den Borda- und Willoughby-Huken, auf der Kangaroo- 
Insel, Kap Northumberland, Troubridge-Untiefe, Lowly-Huk, Kap Jervis an der 
Backstairs-Durchfahrt. Wenn Unterscheidungssignale von Schiffen von diesen 
Stationen ausgemacht werden können, so werden die Schiffe frei von Unkosten 
nach Adelaide und Port Adelaide telegraphisch weitergemeldet. 
Auf dem Leuchtthurme auf der Althorpe-Insel ist keine Signalstation; 
werden jedoch von da Signale gesehen, so werden sie weitergemeldet. 
Wasserstandssignale werden von der Semaphor-Lootsenstation auf der 
Lefevre-Halbinsel gemacht und zeigen den niedrigsten Wasserstand im Fahr- 
wasser des Adelaide-Flusses an, wie die Tabelle auf Seite 363 zeigt. 
An derselben Stelle werden noch folgende Signale gegeben: 
Hochwasser: Eine rothe Flagge unter dem äufseren Balle an einer 
Raanock. Wenn, wie z. B. beim 7,3 m - Signal, bereits Bälle an beiden Raa- 
nocken gezeigt werden, wird die rothe Flagge im Topp gezeigt. 
Niedrigwasser: Eine blaue Flagge unter dem äufseren Balle an einer 
Raanock. 
Wenn ein Schiff von aufsergewöhnlichem Tiefgange stromabwärts läuft, 
wird das Signal gezeigt, bis das Schiff ankert oder die äufserste Barre passirt. 
Diese Signale werden vom Beginn des Stauwassers an gezeigt, bis das nächste 
Signal nach Hoch- oder Niedrigwasser gemacht wird. 
Wasserstandszeiger, £die den niedrigsten Wasserstand im Fahrwasser nach 
Port Adelaide angeben, sind auf der Port Adelaide- und der Semaphor-Landungs- 
brücke errichtet.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.