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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

har 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1901 
Schleppdampfer sind sehr selten zu bekommen; „Thekla“ wurde von der 
Quarantänestation bis nach Port Tampa hinauf geschleppt. Grofe Schiffe müssen 
sich schleppen lassen, weil die tiefen Rinnen im Binnenfahrwasser vor Port 
Tampa sehr schmal sind. Schlepplohn beträgt gewöhnlich 7 cts für die Lade- 
tonne, „Thekla“ zahlte 1400 % Schlepplohn. 
Sturmsignale werden auf dem Egmont Key, auf dem nordöstlichen Ende 
des Tonnenschuppens 70 m nordöstlich vom Leuchtthurme auf einem 20 m hohen 
Signalmast gemacht. 
Quarantänestation liegt auf Mullet Key, etwa 2 Sm ostnordöstlich vom 
Egmond Key-Leuchtthurme. Einkommende Schiffe ankern dort, um den ärztlichen 
Besuch abzuwarten. „Thekla“ mufste bei der Quarantänestation erst Ballast, 
und zwar in Leichter, löschen. Im Winter kann man aber mit reinem Gesund- 
heitspafs sofort nach Port Tampa gehen und dort den Ballast löschen. Vor der 
Quarantänestation sind zwei grofse Anlegebrücken. 
Gezeiten. Hafenzeit für Egmont Key 11" 6”, Fluthhub bei Springtide 
0,5 m, bei Niptide 0,45 m; Hafenzeit in Tampa 1" 45”, Fluthhub bei Springtide 
0,8 m, bei Niptide 0,7 m. Ueber die Gezeitenströme schreibt Kapt. W. Alın: 
„Ebbe und Fluth läuft in der Einfahrt recht ein und aus, Der Strom an der 
Küste und in Tampa richtet sich viel nach dem Winde; gegen 8" a hatte man 
immer das höchste Wasser, abends das niedrigste, und zwar etwa 0,6 m (2) 
weniger als morgens. Regelrechte Ebbe und Fluth hat man hier nicht. 
Einsteuerung nach Port Tampa darf von Ortsunkundigen nur mit 
Lootsenhülfe ausgeführt werden, umsomehr als je nach dem Fortschreiten ‚der 
Baggerarbeiten die Betonnung und die Befeuerung Aenderungen unterworfen 
3ind. Nur um einen ungefähren Anhalt über das Fahrwasser nach Port Tampa 
zu geben, sei Folgendes bemerkt: 
Von der Quarantänestation aus steuert man zunächst so, dafs die Leucht- 
bake auf dem Mullet Key-Flach 5/4 Sm nordwärts bleibt; diese Bake besteht aus 
einer schwarzen Säule auf dreieckiger Plattform, die auf drei schwarzen eisernen 
Pfählen ruht. Dann steuert man auf die schwarz und weils senkrecht gestreifte 
„South Entrance“-Tonne zu, die auf etwa 8 m Wasser ausliegt. Nachdem man 
dicht an dieser Tonne vorbeigegangen ist, steuert man mit nordöstlichem Kurse 
weiter, bis die Indian Hill-Leuchtbake etwa %4 Sın an St. B. querab ist. Nun 
steuert man von hier mit nordnordöstlichem Kurse auf die Enge (Narrows) 
querab von der Mangrove-Huk zu. Hier muß man die schwarze stumpfe „South 
Narrows“-Tonne in etwa 60 m Abstand östlich passiren; diese Tonne ohne 
Nummer bezeichnet die Südostecke der 18 Fuls-Kurve, Die East Narrows-Tonne 
No. 3, eine rothe spitze Tonne, die an der Westecke der 18 Fufls-Kurve ausgelegt 
ist, mufs von tiefgehenden Schiffen in etwa 60 m Abstand westlich passirt werden; 
von da ab ist der Kurs rw. N 9° W (mw. NzW) bis zur Middle Narrows-Tonne 
zu steuern. West Narrows-Tonne No. 1, schwarz und stumpf, liegt an der Ost- 
ecke der 18 Fufßs-Kurve und mufs von tiefgehenden Schiffen in etwa !/4 Sm Ab- 
stand östlich passirt werden. Middle Narrows-Tonne, roth und spitz ohne 
Nummer, liegt auf etwa 6m Wasser. Tiefgehende Schiffe müssen diese Tonne 
ganz nahe westlich passiren und dann auf die Kast Seventeen Foot Shoal-Tonne 
zu halten; die zuletzt genannte Tonne ist roth und schwarz wagerecht gestreift 
und spitz und bezeichnet eine 5,2 m-Stelle oberhalb der Enge. Tiefgehende 
Schiffe müssen diese Tonne etwa !/4 Sın südlich passiren und mit dem ungefähren 
Kurse rw. N 82° W (mw. W'/N) auf die Leuchtbake No. 6 halten; diese ist die 
züdlichste der drei, an der Ostkante der Baggerrinne nach Port Tampa auf- 
gestellten Leuchtbaken, deren Lage auch die Richtung der Baggerrinne er- 
kennen läfst. 
Ueber die Aussteuerung aus Port Tampa schreibt Kapt. W. Alm: „Der 
ganze Hafen, wie auch das Fahrwasser ist nur für Schiffe von höchstens 2000 
bis 2500 Registertonnen geeignet. Die Fahrrinne von Port Tampa nach der 
Quarantänestation ist ungefähr 27 m breit ausgebaggert, hat aber solche 
Biegungen, dafs es schwer ist, ein Schiff wie die „Thekla“ wieder nach See zu 
bringen. Nachdem ich zweimal festgerathen war und einmal wieder gelöscht 
hatte, gelang es mir, auf die offene Rhede zu kommen. Man kann nur 6’/4 m 
'20‘6”) in Port Tampa laden, den Rest mufßs man in der Tampa-Bucht, etwa
	        
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