Bemerkungen über den Otway-Hafen,
unsichtigem Wetter zwei auffällige Felsen erblicken, die den beiden Backen eines
Schraubstockes gleichen und den äufsersten Theil des Kaps Stokes, die Punta
Sepiclayan der chilenischen Karte von Taitao, bilden.
Die Sepiclayan-Huk ist nicht ganz rein; eine niedrige, oben flache schwarze
Klippe liegt etwa 3 Kblg. von ihr entfernt. Nach dem Passiren des Kaps Stokes
sieht man den gelben Sandstrand des Stokes-Ankerplatzes und den niedrigen
Theil. der Landenge, welche die Halbinsel Lauquen mit der von Tres Montes
verbindet. Beim Passiren der Lliu-Huk, welche die äußerste Nordspitze des
Stokes-Ankerplatzes bildet und die unten weils und kahl ist, steuere man auf die
Puelchi-Huk an der Ostseite der Einfahrt zum Otway-Hafen zu oder auch auf
die Einfahrtsinseln, die dicht unter dem Lande sichtbar werden,
Die Logan-Klippe ist klein und nicht so kenntlich, wie das englische
Segelhandbuch angiebt. Daher mufs man sich nahe am Kap Stokes halten oder
in genügender Entfernung von den Inseln, weil die Klippe nicht nur über die
Einfahrtsinseln hinausreicht, sondern auch weil sie nur bei Niedrigwasser
kenntlich wird.
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Ankerplatz. Den besten Ankerplatz findet man auf 22 bis 26 m Wasser,
Sandgrund, vor der Hütte, die am Strande südlich vom Wasserplatze steht, indem
man die Caiqueref-Huk, die Westhuk der Einfahrt, in mw. Nord peilt.
Der innere Hafen, der nur für kleine Fahrzeuge und Boote zugänglich
ist, hat drei Einfahrten. Die breiteste, zwischen Huapilauquen und der Insel
Block, hat felsigen Grund und ist sehr seicht, während die Einfahrt zwischen den
Inseln Block und Cateto sehr eng ist. Die dritte, zwischen Cateto und der
Nordküste, ist die beste; vom Nordostende der Insel Cateto erstreckt sich jedoch
eine felsige Untiefe nach Norden, die mitten im Fahrwasser liegt und bei Niedrig-
wasser nur 2m Wasser hat. Die Gezeitenströme laufen in den letzten beiden
Einfahrten mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 3 Sm während der Mitte der Tide.
Schiffsausrüstung. Eine Anzahl Holzfäller hat sich hier niedergelassen,
von denen Schiffe oder Schiffbrüchige, die hier landen, die nothwendigsten Hülfs-
mittel erhalten können. Ein Schiffezimmermann kann die dringendsten Repara-
turen ausführen.
Frisches Wasser liefert der Wasserplatz bei der Hütte von der Mitte der
Tide bis Niedrigwasser im Ueberflufßs. Muscheln und Fische giebt es reichlich;
am Lande findet man eine Art Petersilie. Auf der Insel Block sind Ziegen in
Freiheit gesetzt worden, die im Nothfalle frisches Fleisch liefern sollen. Vor-
läufig ist nur gesalzener Fisch zu haben. Es werden Vorkehrungen zur An-
siedelung von Kolonisten getroffen, so dafs später auch frischer Proviant zu
haben sein wird.
Punta Arenas (Mag.).
Nach „Noticias Hidrograficas“, Valparaiso, Mai, 1901, ergänzt nach den Berichten des Kapt.
R. Hauth, Bark „Seestern“, September 1900, des deutschen Konsuls Stubenrauch, Mai 1901, und
den neuesten englischen. Quellen.
Landmarken.!) Auf der Sandhuk (Sandy Point), etwa 2!/» Sm nordöstlich
von der Stadt Punta Arenas, steht eine 16 m hohe pyramidenförmige Bake, die
roth und weils wagerecht gestreift ist und ein rothes Balltoppzeichen trägt, In
der Stadt Punta Arenas ist die Salesianer-Kirche, deren Thurm von der Rhede
aus gut sichtbar ist, die einzige gute Landmarke, trotzdem in der letzten Zeit
einige bemerkenswerthe Gebäude errichtet worden sind. Die Kirche nimmt die
Südostecke des Häuserblocks im Westen der Plaza ein. Aufserdem kommen als
Landmarken für die Rhede noch die beiden Landungsbrücken vor der Mitte der
Stadt in Betracht. .
Nachts sind das rothe Leuchtfeuer auf der Passagierlandungsbrücke und
die elektrischen Lichter der Stadt gute Marken für die Ansteuerung der Rhede.
‘) Engl. Adm.-Karte No. 545: Sandy Point Road,
Ann. d. Hydr. elc.. 1901, Heft YIIL