accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

359 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 
19901. 
schieht fast ausschliefslich durch Vermittelung der Schlaf- und Heuerbaase. 
Matrosenheuer betrug 1900 durchschnittlich 20 $, davon werden 40 $ an Vor- 
schüssen (blood money) von den Heuerbaasen abgehoben, Deutsche Seeleute 
sind meistens anzuheuern. 
Zur Deviationsbestimmung dienen viele Landmarken auf den Inseln 
und die Seezeichen in deren Nähe. Seekarten sind in verschiedenen Geschäften 
käuflich. Agent für die U. S. Hydrographic- und Coast Survey-Karten und Bücher 
ist Louis Weule, Battery-Strafse 418. Einrichtungen zur Prüfung nautischer 
und meteorologischer Instrumente sind in verschiedenen Geschäften, von denen 
„The Lietz Co.“, Sacramento 422, besonders bemerkenswerth ist. 
Ein Nebenamt des Hydrographischen Amtes der Vereinigten Staaten be- 
findet sich in der Merchants Exchange, woselbst vollständige Kartensammlungen 
und Segelanweisungen für alle Häfen und Meere jederzeit den Seeleuten zur 
Einsicht und Vergleichung frei zur Verfügung stehen. KEbenda sind auch die 
neuesten „Nachrichten für Seefahrer“ einzusehen. 
Zeitball fällt selbstthätig durch eine Uhr auf dem Thurme des neuen 
Fährhauses um 80" 0° mittlerer Greenwich-Zeit. Der Ball wird 10 Minuten 
vorher vorgeheißt. Versagt das Signal, so wird der Ball 5 Minuten später 
Jangeam heruntergelassen. Der Zeitball auf Mare-Insel fällt um 8" 0° 0° mittlerer 
Greenwich-Zeit, d. i. um 0*0”0* mittlerer Zeit des 120. Meridians West von 
Greenwich. Fünf Minuten vorher wird der Ball vorgeheifst. Beide Signale werden 
vom Mare Island-Observatorium auf elektrischem Wege gegeben. Das Ergebnifs 
der Signale wird täglich in den Zeitungen bekannt gemacht. Sonntags wird kein 
Signal gegehen. 
Die Stadt Oakland, die Hauptstadt des Alameda County, liegt am nörd- 
lichen Ufer des San Antonio-Prieles, an der Ostseite der San Francisco-Bucht, 
der Stadt San Francisco gegenüber, als deren Vorstadt sie betrachtet wird. In 
dem Priele wird durch zwei Leitdämme ein Fahrwasser begrenzt, das auf 6m 
Tiefe gehalten wird. Der Kai der Central Pacific- Eisenbahn, an dessen Kopfe 
9,1 m Wasser steht, erstreckt sich vom Ufer an der Nordseite des Prieles 1!/2 Sm 
weit nach der Goat-Insel hin. Er ist Landungsplatz der Fährdampfer dieser 
Eisenbahn. Die schwarze Spierentonne No. 1 liegt W'/aN vom Oakland-Leucht- 
thurme und bezeichnet die Nordgrenze der Einfahrt in den Priel. Der Priel wird 
meist von tief beladenen Schonern, die an den Landungsbrücken Kohlen und 
Holz löschen, benutzt. Küstendampfer und Segelschiffe pflegen hier im Winter 
aufzulegen. 
Die Stadt hatte im Jahre 1890 48 632 Einwohner. Ihren Namen hat sie 
davon erhalten, dafs ihre Strafsen mit immergrünen Eichen bepflanzt sind. 
Mehrere Grofsschlächtereien, Sägemühlen und Gerbereien sind am Orte, 
Alameda liegt südlich von Oakland und zählte 1890 11165 Einwohner. 
An einem schmalen seichten Priele befinden sich mehrere Landungsbrücken, die 
jedoch nur von Leichterfahrzeugen benutzt werden können, 
Zur Kunde der Westküste von Mexiko, 
(Hierzu Tafel 29.) 
Bei der Seewarte gingen von Kapt. R. Paefsler vom deutschen Dampfer 
„Totmes“ mehrere ausgefüllte Fragebogen nebst Photographien und Vertonungen 
ein über die von ihm im Februar 1901 besuchten Hafenorte San Benito, Tonala 
und Port Angeles. Aus denselben wird, im Anschlufs an die über diese Häfen 
in den Jahrgängen 1886, 1887, 1889, 1896 und 1899 dieser Zeitschrift veröffent- 
lichten, meistens sehr ausführlichen Berichte, das Nachstehende wiedergegeben: 
San Benito.*) 
Ansteuerung. Von Ocos kommend und in etwa 3 Sm Abstand von der 
Küste an dieser entlang fahrend, wurde bei sehr klarer Luft der 4270 m hohe 
1) Annalen 1896, S. 441, 486: 1899, S. 434. Engl. Adm.-Karte No. 1050: San Jose to Port 
Angeles. Segelhandbuch für den Stillen Ozean, S. 574; West Coasts of Central America and United 
States. London 1896. S. 101.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.