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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August
19901.
schieht fast ausschliefslich durch Vermittelung der Schlaf- und Heuerbaase.
Matrosenheuer betrug 1900 durchschnittlich 20 $, davon werden 40 $ an Vor-
schüssen (blood money) von den Heuerbaasen abgehoben, Deutsche Seeleute
sind meistens anzuheuern.
Zur Deviationsbestimmung dienen viele Landmarken auf den Inseln
und die Seezeichen in deren Nähe. Seekarten sind in verschiedenen Geschäften
käuflich. Agent für die U. S. Hydrographic- und Coast Survey-Karten und Bücher
ist Louis Weule, Battery-Strafse 418. Einrichtungen zur Prüfung nautischer
und meteorologischer Instrumente sind in verschiedenen Geschäften, von denen
„The Lietz Co.“, Sacramento 422, besonders bemerkenswerth ist.
Ein Nebenamt des Hydrographischen Amtes der Vereinigten Staaten be-
findet sich in der Merchants Exchange, woselbst vollständige Kartensammlungen
und Segelanweisungen für alle Häfen und Meere jederzeit den Seeleuten zur
Einsicht und Vergleichung frei zur Verfügung stehen. KEbenda sind auch die
neuesten „Nachrichten für Seefahrer“ einzusehen.
Zeitball fällt selbstthätig durch eine Uhr auf dem Thurme des neuen
Fährhauses um 80" 0° mittlerer Greenwich-Zeit. Der Ball wird 10 Minuten
vorher vorgeheißt. Versagt das Signal, so wird der Ball 5 Minuten später
Jangeam heruntergelassen. Der Zeitball auf Mare-Insel fällt um 8" 0° 0° mittlerer
Greenwich-Zeit, d. i. um 0*0”0* mittlerer Zeit des 120. Meridians West von
Greenwich. Fünf Minuten vorher wird der Ball vorgeheifst. Beide Signale werden
vom Mare Island-Observatorium auf elektrischem Wege gegeben. Das Ergebnifs
der Signale wird täglich in den Zeitungen bekannt gemacht. Sonntags wird kein
Signal gegehen.
Die Stadt Oakland, die Hauptstadt des Alameda County, liegt am nörd-
lichen Ufer des San Antonio-Prieles, an der Ostseite der San Francisco-Bucht,
der Stadt San Francisco gegenüber, als deren Vorstadt sie betrachtet wird. In
dem Priele wird durch zwei Leitdämme ein Fahrwasser begrenzt, das auf 6m
Tiefe gehalten wird. Der Kai der Central Pacific- Eisenbahn, an dessen Kopfe
9,1 m Wasser steht, erstreckt sich vom Ufer an der Nordseite des Prieles 1!/2 Sm
weit nach der Goat-Insel hin. Er ist Landungsplatz der Fährdampfer dieser
Eisenbahn. Die schwarze Spierentonne No. 1 liegt W'/aN vom Oakland-Leucht-
thurme und bezeichnet die Nordgrenze der Einfahrt in den Priel. Der Priel wird
meist von tief beladenen Schonern, die an den Landungsbrücken Kohlen und
Holz löschen, benutzt. Küstendampfer und Segelschiffe pflegen hier im Winter
aufzulegen.
Die Stadt hatte im Jahre 1890 48 632 Einwohner. Ihren Namen hat sie
davon erhalten, dafs ihre Strafsen mit immergrünen Eichen bepflanzt sind.
Mehrere Grofsschlächtereien, Sägemühlen und Gerbereien sind am Orte,
Alameda liegt südlich von Oakland und zählte 1890 11165 Einwohner.
An einem schmalen seichten Priele befinden sich mehrere Landungsbrücken, die
jedoch nur von Leichterfahrzeugen benutzt werden können,
Zur Kunde der Westküste von Mexiko,
(Hierzu Tafel 29.)
Bei der Seewarte gingen von Kapt. R. Paefsler vom deutschen Dampfer
„Totmes“ mehrere ausgefüllte Fragebogen nebst Photographien und Vertonungen
ein über die von ihm im Februar 1901 besuchten Hafenorte San Benito, Tonala
und Port Angeles. Aus denselben wird, im Anschlufs an die über diese Häfen
in den Jahrgängen 1886, 1887, 1889, 1896 und 1899 dieser Zeitschrift veröffent-
lichten, meistens sehr ausführlichen Berichte, das Nachstehende wiedergegeben:
San Benito.*)
Ansteuerung. Von Ocos kommend und in etwa 3 Sm Abstand von der
Küste an dieser entlang fahrend, wurde bei sehr klarer Luft der 4270 m hohe
1) Annalen 1896, S. 441, 486: 1899, S. 434. Engl. Adm.-Karte No. 1050: San Jose to Port
Angeles. Segelhandbuch für den Stillen Ozean, S. 574; West Coasts of Central America and United
States. London 1896. S. 101.