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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Wedemeyer, A.: San Francisco, 
342 
— Von NW kommend, passire man die Reyes-Huk in 1 bis 3 Sm Abstand. 
Bei gutem Wetter kann man nun auf die Duxbury-Heultonne, die man an B.B. 
Jäfst, zusteuern und dann die Barre eben südlich von der schwarzen, stumpfen 
Tonne No. 1 auf 8,6 m niedrigstem Wasser passiren. Von da steuere man auf 
die Mitte des Goldenen Thores zu. Bei schlechtem Wetter jedoch halte man 
auf das Feuerschiff zu und benutze die Hauptdurchfahrt. Wenn die Barre zu 
stark brandet, wähle man die Bonita-Durchfahrt; aber auch hier wird das Schiff 
an der engsten Stelle der Durchfahrt von der hohen, kurzen See querschiffs ge- 
troffen, die über die 4 Faden-Bank hinwegläuft, Man steuere dann von der 
Duxbury-Heultonne einen ONO'!/4O0-Kurs auf den höchsten Berggipfel, nördlich 
von der Tennesee-Bucht zu, bis die Windmühle nordöstlich von der Lobos-Huk 
mit dem Blauen Berge in Eins kommt in S0Oz0*40, oder bis die Rocky-Huk 
mit dem höchsten Gipfel der Reyes-Huk-Gebirgskette in Eins peilt in NWzW*/W. 
Diese Peilung ist der ersteren vorzuziehen, da diese Leitmarke meist deutlicher 
auszumachen ist. Mit der ersteren Peilung als Kurs durchsteuere man die Bonita- 
Durchfahrt; der dort herrschenden Strömung halber sind diese Anweisungen 
strenge zu befolgen. Die rothe, spitze Tonne No. 2 und die schwarz und roth 
gestreifte Tonne bleiben etwa 2 Kblg. an St. B., die schwarze, stumpfe Tonne 
No. 3 eben an B. B. und die äußerste Klippe unter der Bonita-Huk etwa 1’ Kblg. 
an B;B. Bei Nordwestwinden findet man, selbst wenn es auf der 4 Faden-Bank 
hrandet, schlichtes Wasser vor dieser Durchfahrt. Wenn man von Süd oder 
West kommend durch die Bonita-Durchfahrt einlaufen will, lasse man das Feuer- 
schiff und die Tonne No. 1 an St. B., bis man in die Leitmarke für die An- 
steuerung der Durchfahrt einläuft, alsdann verfahre man wie oben. | 
Bei Nebel mufs das Loth häufig gebraucht werden. Tst ein von West 
kommender Dampfer bis zur 80 m-Grenze gekommen und hört das Südost- 
Farallones-Nebelsignal nicht, so laufe er auf der 80 m-Grenze südöstlich weiter, 
bis er das Nebelsignal hört, und umsteuere die Insel in genügendem .Abstande. 
| Einsteuerung in den Hafen von San Francisco. Wenn man bis inner- 
halb der Lobos- und der Bonita-Huk gelaufen ist, steuere man einen Kurs, etwa 
NO, halte also etwa Mitte des Goldenen Thores und passire die Lime-Huk in 
kleinerem Abstande als die Fort-Huk. Wenn die Fort-Hnk SO peilt, steuere 
man ONO'40 und benutze dabei die Heckpeilung: Diablo-Huk und alter Bonita- 
Leuchtthurm in Eins. Sobald die Alcatraz-Insel Nord peilt, nähere man sich 
der Stadt oder ankere auf der Rhede. Die niedrigste Wassertiefe auf diesem 
Kurse beträgt 12,3 m. 
Bei Nacht steuere man, wenn man sich etwa 1 Sm südlich vom Bonita- 
Leuchtfeuer befindet und das Alcatraz-Leuchtfeuer eben links frei vom Leucht- 
feuer auf der Fort-Huk peilt, auf NO-Kurse etwa 2% Sm; sobald dann letzteres 
Feuer SO, das Leuchtfeuer auf Alcatraz ONO und Yerba Buena-Leuchtfeuer 
03AN peilt, steuere man 0NO'/0, bis das Alcatraz-Leuchtfeuer Nord peilt, und 
verfahre wie vorher. 
Inseln und Klippen im San Francisco-Hafen, Alcatraz-Insel ist 
550 m lang und 42 m hoch; sie ist von tiefem Wasser umgeben, aufser an der 
Nordwestseite, wo sich bis auf gut !/ Kblg. flaches Wasser befindet. Eine 
schmale Bank mit 8,7 m Wasser erstreckt sich %4 Sm weit nach der Presidio- 
Bank hin. Diese bildet den südwestlichen Theil eines sich von der Westseite der 
Insel nach der Fort-Huk hin erstreckenden unterseeischen Rückens, Die südwest- 
liche Kante der in Nordostrichtung etwa 8 Kblg. langen Presidio - Bank liegt 
4/5 Sın ostnordöstlich vom Fort-Leuchtthurme. Zwischen der Bank und der Fort- 
Huk ist eine tiefe Durchfahrt. Eine roth und schwarz wagerecht gestreifte 
stumpfe Tonne liegt auf 6,4 m Wasser, nahe der Mitte der Bank und kann an ihrer 
Südseite in etwa 50m Abstand passirt werden. Die bei Niedrigwasser trocken- 
fallende Anita-Klippe liegt 1'/s Kblg. vom Lande O0zN vom Fort-Leuchtthurme 
and wird durch ‚eine eiserne Stangenbake mit weilsem Toppzeichen bezeichnet, 
sie ist von tiefem Wasser umgeben. Die pyramidenförmige, dunkle Arch-Klippe 
ist für die Schiffahrt nach den nördlicheren Theilen der Bucht sehr hinderlich 
and soll deshalb gesprengt werden. Die in den Karten noch verzeichnete Shag- 
Klippe ist bereits gesprengt. Die Blossom-Klippe liegt 0zS vom Alcatraz- 
Leuchtthurme, hat nur 7,3 m Wasser und ist mit einer roth und schwarz wage-
	        
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