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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Wedemeyer, A.: San Francisco. 
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stellenweise auf 7 m abnimmt. Die Tiefen werden nach See zu schnell, nach 
dem Goldenen Thore zu allmählich gröfser. Ueber die Barre, die allenthalben 
meist ohne Gefahr passirt. werden kann, führen drei tiefere Durchfahrten, 
Die Durchfahrt für grofse Schiffe, „Main Ship Channel“, deren geringste Tiefe 
9,7 m beträgt, führt am schnellsten über die Barre hinweg und gerade auf das 
Goldene Thor zu. Die günstigste Gelegenheit zum Passiren der Barre bietet sich 
an einer etwa 300 m breiten Stelle, auf der 10,0 bis 10,7 m Wasser ist, da der 
Strom hier in der Kursrichtung setzt. Bei Südoststürmen brandet die See hier 
später und nicht so stark als an anderen Stellen. An der Südgrenze dieser Durch- 
fahrt liegt außerhalb der Barre das San Francisco-Feuerschiff etwas südlich von 
der Deckpeilung der Leuchtfeuer auf der Fort-Huk und der Alcatraz - Insel, 
101/23 Sm vom ersteren entfernt. Die schwarze spitze Stationstonne des Feuer- 
schiffes liegt etwa !/4 Sm westsüdwestlich von ihm. Die schwarz und weifs senk- 
recht gestreifte innere Barre-Tonne liegt NO*/40, 5%4 Sm vom Feuerschiffe, etwa 
in der Mitte zwischen der Barre und dem Goldenen Thore. Die südliche Durch- 
fahrt läuft mit dem niedrigen Sandstrande südlich von der Lobos- Huk parallel. 
Die geringste Wassertiefe beträgt 10,4 m. Die Dünung läuft hier nordwärts 
parallel zur Küste. Bei stürmischem Wetter laufen die Schiffe in dieser Durch- 
fahrt Gefahr durchzustofsen., An der Nordwestseite der Durchfahrt liegt zur Be- 
zeichnung einer -kleinen Untiefe auf der Barre eine roth und schwarz wagerecht 
gestreifte spitze Tonne. Die Bonita- Durchfahrt führt östlich von der 4 Faden- 
Bank nahe an der Küste bei der Bonita- Huk über die Barre. . Drei Tonnen 
bezeichnen dies Fahrwasser. Die schwarze stumpfe Tonne No. 1 liegt an der 
Westkante der 4 Faden - Bank auf 13 m Wasser. Von ihr peilt Bonita-Leucht- 
thurm NO0z07/0 und Ocean Side-Haus 0S0!920O. Die rothe spitze Tonne No. 2 
bezeichnet die Nordostkante der 4 Faden - Bank. Die schwarze stuimpfe Tonne 
No. 3 liegt -S’4W, 35 m von einer Klippe mit 8,2 m Wasser. Die Sears-Klippe, 
auf der nur 5,5 ın Wasser ist, liegt nordnordöstlich etwa 200 m von dieser Tonne. 
Eine roth und schwarz wagerecht gestreifte spitze Tonne bezeichnet die Südost- 
kante der Bank. Von ihr peilt Bonita - Leuchtthurm N0z0'/20 ’/a Sm. Schiffe 
sollten möglichst vermeiden, auf der Barre zu ankern, da häufig, auch bei Stille, 
plötzlich aufkommende schwere Grundseen über das Schiff hinwegbrechen. Tief- 
gehende Dampfer sollen bei stürmischem Wetter den Grund berührt haben. 
Goldenes Thor') heifst der tiefe Sund zwischen der Lobos- und Fort-Huk 
auf der Südseite und der Bonita-, Diablo- und Lime-Huk auf der Nordseite. Die 
Bonita-Huk ist hoch, dunkel, steil und felsig; die Lobos-Huk ist eine hohe, steile 
rundliche Huk, der vier hohe, felsige Inselchen, die Seal - Klippen, vorgelagert 
sind. Auf den Seal-Klippen findet man grofse Scharen von Seehunden; die Jagd 
auf diese Thiere ist verboten. Das Geräusch der Seehunde übertönt die Bran- 
dung und verräth bei Nebel leicht ‘die Lage der Klippen. Die Bonita- und die 
Lobos-Huk werden als „the heads“ bezeichnet, Innerhalb der Lobos-Huk liegen 
die beiden kleinen dunklen Mile-Klippen, die von tiefem Wasser umgeben sind. 
Zwischen den Mile-Klippen und der Küste liegen mehrere Untiefen. Eine schwarz 
und roth wagerecht gestreifte Glockentonne liegt auf 33 m Wasser 230 m west- 
südwestlich von der äufsersten Mile-Klippe. Nur Schiffe mit geringem Tiefgang 
dürfen die Durchfahrt südlich von der Tonne benutzen. Die Küste verläuft von 
der Lobos-Huk anfangs in nordöstlicher, dann östlicher Richtung und wendet sich 
dann bis zur Fort-Huk nordwärts. . In der dadurch gebildeten Bucht findet man 
18 bis 24 m Wassertiefe. Segelschiffe sollten jedoch nur im Nothfalle dort 
ankern, da die sehr unregelmäfsige Strömung das Untersegelgehen sehr erschwert. 
Die Fort-Huk ist steil, schmal und niedrig und trägt ein grofses, rothes 
Fort: mit einem Leuchtthurme- auf dessen Nordseite. Die rothe spitze Tonne 
No. 2 liegt auf 14,6 m Wasser NW’/sW etwa 300 m vom Fort. Diese Tonne 
sollte man einlaufend immer in gutem Abstande an St. B. lassen, da der Ebb- 
strom dort sehr stark und unregelmäfsig läuft und auf die Huk zusetzt, nach 
den Mile-Klippen hin starken Nehrstrom erzeugend. . 
Die Küste an der Nordseite der Einfahrt verläuft in nordöstlicher Richtung, 
tritt jedoch zwischen der Bonita- und der Diablo-Huk .nordwärts zurück, wodurch 
die keine Bonita-Bucht gebildet wird. Bis etwa 11/a Kblg. an die Küste bei 
‘) Engl. Adm.-Karte No. 591; San Francisco Harbour.
	        
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