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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1901. 
des Golfes ist ein schwarzes, sehr steiles, felsiges Vorgebirge, auf dessen Nord- 
seite ein hoher breiter, gezackter Felsen wahrnehmbar ist. Die Huk ist das 
Westende eines langen Gebirgszuges, der sich südostwärts über die San Fran- 
cisco-Halbinsel hinzieht. Von der San Pedro-Huk aus steigt dieser Gebirgszug 
allmählich an, bis er in dem 1100 m hohen Bache-Berge seine gröfste Höhe er- 
reicht. Eine kleine Einsenkung liegt querab von der Halbmond- Bucht, Der 
zuckerhutförmige, 590 m hohe Montara - Berg ist der nordwestlichste Gipfel des 
Gebirgszuges, Da einige andere Gipfel des Gebirgszuges in unmittelbarer Nähe 
liegen, hat es von See aus den Anschein, als ob es ein breiter Berg mit drei 
kleinen Gipfeln sei. In der Mitte dieses Gebirges liegt der 850 m hohe Schwarze 
Berg. Im westlichen Theile des Farallones - Golfes erhebt sich das pyramiden- 
förmige Inselchen Südost- oder Süd-Farallon, dessen höchste Spitze, Sugar Loaf, 
100 m hoch ist und einen kegelförmigen 8,8 m hohen, weifsen Leuchtthurm trägt. 
Die Küste am Farallones - Golfe verläuft von der Montara- bis zur San 
Pedro-Huk in gerader Linie, Richtung Nord, bietet aber ein an Abwechselungen 
reiches Aussehen, Weiter nördlich tritt die Küste etwas ostwärts zurück. Sie 
ist gut auszumachen an den steilen Hügeln, die sich in ihrer Mitte bis zu 220 m 
Höhe erheben. Von der Lobos-Huk aus erstreckt sich ein breiter Sandstrand 
mit hohen Sanddünen südwärts. Das „Ocean Side“-Haus, das einzige grofse 
Gebäude auf diesem Sandstrande, liegt hart am Wasser vor der Südgrenze der 
Barre. Von der Bonita- bis zur Duxbury - Huk, der Westgrenze der Ballenas- 
Bucht, und weiter an der Ostseite der Drake - Bucht, die im Westen durch die 
Reyes- Huk begrenzt wird, hat die Küste im Allgemeinen westnordwestliche 
Richtung und ist sehr steil und hoch; das Hinterland ist sehr gebirgig und von 
tiefen engen Thälern durchschnitten. 
Inseln und Klippen im Farallones-Golfe. Am weitesten südöstlich 
liegt die Südost-Farallon-Insel, in deren nächster Nähe mehrere Klippen liegen. 
Die Insel ist steil, öde und unfruchtbar und hat das Aussehen einer Reihe unter- 
brochener, gezackter Felsen. Bei heftigen Südoststürmen steht bei der Insel 
hohe Brandung; Spritzwasser soll sogar über den Sugar-Loaf hinweggehen. Mittel- 
Farallon heifst eine einzelne dunkle Klippe in NWzW, 2'/a Sm von der vorigen, 
die sich bis zu 6,7m Höhe über Hochwasser erhebt. Nord-Farallones, eine gefährliche 
Klippengruppe ohne irgend welche Seezeichen, liegen etwa 6 Sm nordwestlich vom 
Südost-Farallon-Leuchtthurme. Die gröfsten Klippen sind pyramidenförmig, steil 
and unzugänglich. Da die Farallones mit tiefem Wasser umgeben sind, kann die 
Annäherung an sie durch Lothungen nicht festgestellt werden; bei Nebel und 
unsichtigem Wetter sind sie deshalb sehr gefährlich, während bei klarem Wetter 
die höheren Klippen gut sichtbar und die niedrigeren leicht an der Brandung 
auszumachen sind. Fanny - Bank heifst die westlichste Untiefe im Golfe. Von 
See aus nach der Bank zu nehmen die Tiefen plötzlich ab und sind innerhalb 
der 30 m-Grenze sehr unregelmäfsig; Grund: Steine und Kies, Auf der flachsten 
Stelle der Bank, der Noonday - Klippe, die nach allen Seiten steil abfällt, steht 
nur etwa 7m Wasser, sie brandet nur bei Niedrigwasser während schweren 
Wetters. Eine roth und schwarz wagerecht gestreifte Glockentonne mit der Auf- 
schrift „Noondayrock“ in weifser Schrift liegt auf 51 m Wasser etwa 3 Kblg. 
südwestlich von der Klippe und ist 3!/a Sm weit sichtbar, Das Duxbury - Rıff 
erstreckt sich SO!/4S 1'/a Sm weit von der Duxbury-Huk; etwa */a Sm vom Lande 
ist das Riff stets sichtbar, während weiter draufsen seine Lage und Ausdehnung 
an der Brandung erkannt werden können. Eine schwarze Heultonne mit der 
Aufschrift „Duxbury reef“ in weißen Buchstaben liegt auf 22 m Wasser in SSO*/.0, 
etwa 2 Sm vor der Duxbury - Huk. Vor der Montara - Huk liegen mehrere Un- 
tiefen. Man darf sich dort der Küste auf höchstens 1 Sm nähern; bei Nebel 
überschreite man die 35 m - Grenze nicht. Die San Pedro - Klippe liegt !/A4 Sm 
westlich von der San Pedro-Huk, hat drei Spitzen und ist 30 m hoch. Zwischen 
ihr und der Huk liegen mehrere kleine Klippen. Die Wassertiefe dicht bei der 
Klippe beträgt 11 m und !/s Sm westlich von ihr 22 m. 
San Francisco - Barre erstreckt sich von der niedrigen Küste 3'/a Sm 
südlich von der Lobos-Huk bis zur Bonita-Huk in Hufeisenform, dessen Krüm- 
mung nach See zu liegt. Der nördliche Theil der Barre in einer Entfernung von 
4 bis 1 Sm von der Bonita- Huk wird 4 Faden-Bank genannt. Die Wassertiefe 
auf der Barre beträgt 11 bis 9 m, ausgenommen auf der 4 Faden - Bank, wo sie
	        
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