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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1901,
gesetzten. Richtung läuft. Nähert man sich auf diesem Kurse bei nebligem
Wetter dem Kap Pankoff, so ist grofse Vorsicht geboten, um die vor dem Nord-
östankerplatz liegenden Klippen zu vermeiden. Die Wassertiefe nimmt bei der
Annäherung an die Bank, auf der diese Klippen sich erheben, allmählich von
30 bis 35 m auf 15 bis 18 m ab.
Wenn die Wassertiefen nach Westen und Norden zu abnehmen, mufs
man südlicher und östlicher steuern, bis man wieder tieferes Wasser findet, um
dann wieder den alten Kurs SzW nach dem Kap Pankoff aufzunehmen. Das
Loth muß jedoch ständig gebraucht werden. Wenn man sich auf diese Weise
an die Bank anlothet, kann man auch bei dickem Nebel das Kap Pankoff in
geringer Entfernung passiren, Beim Passiren des Kaps nimmt die Wassertiefe
auf 36 m zu, wenn man demselben so nahe ist, dafs man seine steil abfallende
Vorderseite ausmachen kann.
_ Nüähert man sich dem Kap Pankoff von NO, und man will in East Anchor
Cove ankern, so mufs man die eben in der Niedrigwasserlinie befindliche Klippe
vermeiden, die NNO1/A40 (rw. N 44° O0) etwa 312 Sm von East Anchor Cove liegt
und gewöhnlich an Brandung kenntlich ist,
Durchsteuerung der Isanotski-Strafse. Wenn man durch die Isanotski-
Strafse in‘ das Bering-Meer laufen will, so nähere man sich nach dem Passiren
der Umga-Insel der Bank, auf der sich die Klippen vor Kap Pankoff erheben,
und ankere bei Nebel auf 18 m Wasser. Sobald es wieder aufklart, laufe man
weiter und setze seinen Kurs so, dafs man die Nordosthuk der Ikatok Halbinsel
etwa 1 Sm entfernt an B.B. läfst. Dieser Kurs führt an der Ikatan-Bucht vor-
über zur Sankin-Insel, die etwa %, Sm vor der Nordwestküste der Bucht liegt
und an ihrer Gröfse und dem runden Gipfel leicht kenntlich ist. Steuert man
mitten zwischen dieser Insel und den Abhängen hindurch, so hat man 11 bis
145 m Wasser und vermeidet die stärksten Gezeitenströme und Stromwirbel in
der Ikatan-Bucht. Wenn man von Osten kommend in die Isanotski-Straße ein-
Jaufen will, so führt der kürzeste Weg von querab.von der Umga-Insel. auf die
etwa 15 Sm entfernte Insel Sankin zu. ;
Guten Ankerplatz, der frei von starken Gezeitenströmen und Kabbelungen ist,
findet man in der lkatan-Bucht unter den Palisadenabhängen auf 14,5 m Wasser:
Hier kann man auch Gezeitenbeobachtungen machen, Am längsten hält das
Stauwasser bei Hochwasser an. Der Fluthstrom läuft 151l/z und der Ebbstrom
81/2 Stunden. Die Stromwirbel in der Strafse sind um Hochwasser herum am
schwächsten. Der Unterschied zwischen Hochwasser in der Ikatan-Bucht und
bei dem Dorfe Morzhovoi beträgt etwa 45 Minuten. Stauwasser findet bei
Niedrigwasser statt. Die stärksten Stromwirhel. trifft man. bei der Whirl-Huk
an beiden Seiten der Straße. Die Geschwindigkeit der Gezeitenströme in. der
Straße schwankt zwischen 1 und 8 Sm.
Bis zur Whirl-Huk halte man sich in der Mitte der Strafse, um dann
nordwestwärts zu steuern. Sobald die Knoll-Huk nördlich frei von der Island-
Klippe kommt, halte man auf den Abhang zwischen der Boulder- und Anchor-
Huk zu. Wenn das Dorf Morzhovoi an St.B. frei kommt, laufe man auf den
Ankerplatz zu und ankere, sobald die griechische Kirche etwa Ost (rw. S 71°0)
peilt, auf etwa 8 m Wasser, Grund Schlick. .
Vom Kap Pankoff bis zum Kap Lazareff beträgt die Entfernung etwa
181/2 Sm. Der Kurs ist ungefähr SW!AW (rw. S69,5°W). Nachdem man das
Kap Pankoff in einem Abstand von etwa 1 Sm passirt hat, steuere man mit
SW14W-Kurs auf das Kap Lazareff zu, das an einem hohen Abbange und an
einer etwa 1 Sm von ihm entfernten Insel kenntlich ist. Diese Insel ist ungefähr
15 m hoch und % 4 Sm lang; man kann sich.ihr ohne Gefahr bis auf etwa '/ı Sm
nähern.
Beim Passiren des Kaps Pankoff erblickt man verschiedene Inseln, welche
vor der Südküste der das Kap Pankoff bildenden Halbinsel Ikatok liegen. Die
hervorragendste dieser Inseln ist die kegelförmige etwa 30 m hohe Bird-Insel,
Sie bezeichnet die Einfahrt zum Lord-Hafen, in dessen Mitte man guten Auker:
platz auf.8 bis 9 m Wasser findet. Dieser Ankerplatz bietet guten Schutz bei
heftigen nördlichen Stürmen ‚und bei unsichtigem Wetter. Südwestliche Stürme
erzeugen ziemlich hohe Dünung im Hafen. Die Bird-Insel steht durch eine Seetang-
Linie und .zwei kleine Inseln mit der Westseite der Bucht in Verbindung: