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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

arm 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1901 
Notizen, 
Ueber die Rhede von Kapstadt berichtet Kapt. H. Harms vom 
deutschen Vollschiffe „Lita“, der dort Mitte Juni 1900 mit einer Ladung Kohlen 
von Newport ankam, dafs die Rhede derzeit stets überfüllt von Schiffen war und 
mehrere davon länger als 100 Tage auf der Rhede lagen, bevor sie ins Hafen- 
becken kamen und einen Löschplatz erhielten.!) Besonders wird dabei geklagt 
über die Ueberfüllung in der inneren Rhede, wo die Schiffe so nahe bei einander 
;agen, dafs sie nicht frei voneinander schwoien konnten, und dafs fast alle Schiffe 
dadurch mehr oder weniger Schaden erlitten. Die „Lita“ lag bis zum 3. Sep- 
'jember auf der Aufsenrhede, 
Kapt. Harms bemerkt dazu: Ich freue mich, dafs wir auf der Aufsen- 
rhede geblieben sind, denn dort legen die Lootsen die Schiffe wenigstens weit 
genug auseinander, um klar schwoien zu können. Die „Lita“ ist soweit noch 
zut davon gekommen, da wir nur unseren 12zölligen Manila - Vorläufer der 
Schlepptrosse eingebüßt haben. Am 10. und 11. August hatten wir, vor 60 und 
90 Faden Kette reitend, nichts weiter zu thun, als neue Stopper auf die Ketten 
zu setzen, da Gienblöcke und alles Andere auseinander flog; den Rest der Trosse 
opferten wir in gleicher Weise am 22, August während eines Südweststurmes, 
Ob wir weiter nach innen liegend so gut davon gekommen wären, ist wohl sehr 
‘raglich, da von den während unseres Dortseins anwesenden etwa 120 Schiffen 
meines Wissens nach nur zehn Schiffe ohne Schaden an Spill, Ankern und Ketten 
davon gekommen sind. Ich halte es für ein Wunder, dafs nicht noch mehr 
Unglück während dieser Wintermonate passirt ist. 
Am besten lagen wir verhältnifsmäfsig bei Nord- und Nordwestwind, ob- 
gleich damit der schwerste Seegang von See herein lief. Am schlimmsten stiefs 
das Schiff in die Ketten bei südlichen Stürmen, da wir dann die Grundseen be- 
deutend stärker fühlten und das Schiff weiter gegen den Wind auflief, um 
nachher desto stärker zurückzufallen. 
Schiffe, die voraussichtlich während der Monate Juli und August die Rhede 
von Kapstadt erreichen, thun gut, für diese Reise einige Reserveanker mehr mit- 
zunehmen und vor allen Dingen eine gute 14- bis 16zöllige Kokostrosse. Letztere, 
um sie auf die Ketten zu stecken und davor zu reiten. 
Eingänge von meteorologischen Tagebüchern bei der Deutschen 
Seewarte im Monat Mai 1901. 
Von Schiffen der Kaiserlichen Marine. 
S, M. Schiffe und Fahrzeuge. 
1. „Möwe“, Kommandant Korv.-Kapt, Dunbar. Auf Station in Neu-Guinea. 
KO y „„Stosch‘‘, Kommandant Kapt. z. S. Ehrllich. m Nordatlantischen Ozean und im 
ıefer Affen. 
2. Von Kauffahrteischiffen. 
a. Segelschiffe. 
1. Brk. „Serita‘‘, 468 R.-T., Hbg., S. E. Bohmfalk, Port Kli:-aheth— Port uf Spain--Lizarı. 
1900. XII 16. Port Elizabeth ab. 1901. IIT, 6. Port of Spain ab, 
„ XII. 19. 35,3° S-Br in 20° 0-Lg 3Tge. IV. 13. Lizard an. . . . . 38Tge. 
»„ XI. 30. 20,9° S-Br in 0° Länge 11 , 
901. I. 28. Aequator in 40,1°W-Lg 24 . 
II. 2. Port of Spain an . . 10 
Port Elizabeth — Port 
»fSpain . .... 8 , 
2, Vollsch, „Margretha“, 2004 R.-T., Hbg., W. Rasch. Kanal Santos— Tacoma. 
‚900. X, 5. Kanal ab. 1900. XII 21. Santos ab. 
XI. 3. Aequator in 29,2°W-Lg 29Tge. 1901. I. 9. Kap Horn in 57,6°S-Br 19Tge. 
XIJ.14, Santosan. .... 11, » II. 24, Aequatorin117,8°W-Lg 46 
Kanal—Santos . . . 40 “4 » MI 19. Fuca-Strafse an. . . 23 s 
Santoa—Tacoma - . 88 
Zur Zeit des Burenkrieges.
	        
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