Wirtz, C, W.:
Veber ein Problem der sphärischen Astronomie.
Y' = — 16° 58,0
= —— 17° 11,2
= — 37° 36,0‘
3,5
377355
921
Nun hat man noch
dh, = —57
und-somit die wahre Höhe
h, = 56° 9,5
Die Messung gab (da 1.-K. = 0’)
. 56 54
Korrektion = 4,1
Wenn also das Instrument keine anderen Fehler aufwies, so würden die
drei Höhen um 4,1‘ zu klein beobachtet sein, und das hiefse, dafs die Kimm um
4,1' über ihre normale Lage erhöht, also nahe in der Horizontalen gewesen wäre,
Differentialgleichungen:
d(dge) = +0,48 d (d Ah) — 0,64 d(d4h')
d(di) = — 0,46 d(d Ah) — 0,22 d (d4h')
Bezüglich der azimutalen Vertheilung der Sterne kommt dieses Beispiel
dem Ideal sehr nahe (Unterschiede 122,5°, 121,2°, 116,3°), dagegen sind die
Höhendifferenzen ziemlich beträchtlich.
Zuletzt möge noch die Anwendung der vorgetragenen Methode auf den
Gaufsschen Specialfall an der Hand eines schon mehrfach benutzten Beispieles
gezeigt werden.
IV. 1822, Oktober 5 beobachtete Dr. Westphal in Kairo folgende drei
gleichen Sternhöhen.
Chron,
Stern
Höhendif£.
KM
1. 8b 28m 178
2. 8 31 21
3. 8 47 30
« Ursae min.
« Herculis
& Arietis
|}
l. tt — 3h 45m 38 2. A 4b 9m 418 3. — 4b 24m 478
[h,] = 30° 54,0’ {h,] == 30° 56,7’ {h;)] = 31° 0,0
{/h] = +2,7 [4M] = +6,0'
45° A, = 269,5° A, = 80,0°
Zähler von de = — 8,76
Zähler von dt = —3,87
Nenner = — 1,82
— 3,87 ——_-.
782 sec en —2,5 =
h
= 0 ar a
dh = 0 | ,
1 57 14
= +30°0
du =— — 10m 308
10°
' = + 30° 0,0
de = + 4,8
_P=— —+30° 4,8’
7-4 — — 10% 308
10
„10m 108
+4
”
Differentialgleichungen:
d(de) = — 0,53 d(ddh) — 0,57 d (dAh')
S(di) = — 0,52 d(ddh) +0,64 d(d4h')
Die direkte nach den Gaufsschen Formeln mit siebenstelligen Logarithmen
geführte Rechnung gelangt zu den Resultaten:*)
B = +30° 4 23,7"
Au — — 10m 40,68
1) Vgl. Brünnow, „Lehrb. d. sphär. Astr.“, 3. Aufl., Seite 302. — Nebenbei bemerkt ist
hier bei Brünnow ein kleines Versehen unterlaufen; er setzt nämlich das Azimut von « Arietis
A'' = 279° 50,4‘, während der richtige Werth A’ = 260° 9,6' ist.