accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

sm 2 
x. 1 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1901. 
Ponape.”) 
Nach Bericht S. M. S. „Cormoran“, Korv.-Kapt. Grapow. 
(Hierzu Tafel 24.) 
Dem Berichte des Kommandos S. M. S. „Cormoran“, das sich mit kurzen 
Unterbrechungen vom 9. Dezember 1900 bis zum 14. Februar 1901 in den Häfen 
dieser Insel aufhielt, wird das Nachstehende über die vorgefundenen hydro- 
graphischen und meteorologischen Verhältnisse entnommen: 
I. Hydrographisches. 
Kiti- Hafen ist leicht anzusteuern; ein Kreuzer von der Gröfse des 
„Cormoran“ müfste jedoch im Aufsenhafen ankern. Deshalb und weil die Ver- 
bindung nach der nächsten Niederlassung in dem Capennepellap - Flusse nur bei 
halber Tide möglich ist, ist der Aufenthalt in diesem Hafen nicht zu empfehlen. 
Der Platz wurde früher mit Vorliebe von den Walfischfängern aufgesucht. An 
Land befindet sich eine Handelsstation des eingeborenen Häuptlings Henri 
Nanpei. 
P Mutok-MHafen, Schlechte Einfahrt und zu .eng für den Aufenthalt eines 
Kriegsschiffes. Früher sollen auch hier Walfischfänger verkehrt haben. 
Lot-Hafen ist ebenfalls zu klein für den Aufenthalt eines Kreuzers. An 
Land befindet sieh eine Handelsstation des Engländers Bishop. Auch hier haben 
früher Walfischfänger verkehrt. 
Metalanim - Hafen ist räumlich der gröfste auf der Insel, welcher ver- 
messen ist. Ansteuerung ist leicht. Während des Nordostpassates steht die volle 
Ozeandünung bis weit in den Hafen hinein, so dafs ein Ankern an den in der 
englischen Admiralitäts - Karte No. 981 angedeuteten Plätzen nicht rathsam ist. 
In der Nähe des Hafens sind keine Handelsstationen. 
Santiago-Hafen ist der beste der Insel, da man in demselben unter allen 
Windverhältnissen Schutz finden kann, und das Bezirksamt sowie die Niederlage 
der Jaluit- Gesellschaft, letztere auf der Insel Langa, daselbst ihren Sitz haben, 
Einsegelung. Nachdem auf den Riffkanten an der Einfahrt zwei hölzerne 
Baken errichtet sind, ist die Ansegelung sehr vereinfacht. Man stelle durch 
Kreuzpeilung (Insel Param und Felsen von Jakoits — dies ist die übliche Aus- 
sprache —) den ungefähren Ort des Schiffes fest und gehe ohne Bedenken mit 
Ausguck im Topp und SO!4O-Kurs auf die Einfahrt zu, bis die Baken zu sehen 
sind. Die Riffe zu beiden Seiten der Einfahrt markiren sich deutlich durch 
Brandung. Man halte die östliche Seite, weil der Strom in der Einfahrt meist 
nach West setzt. 
Das Innere des Hafens ist durch Baken bezeichnet, deren Anstrich und 
Markirung (mit Buchstaben und Zahlen bezw. schwarz und weifs) an Deutlichkeit 
zu wünschen übrig lassen. Der Regierungslootse kommt aufserhalb der Kinfahrt 
an Bord. Langa- Hafen?) ist der Ankerplatz unterhalb der Insel Langa. Man 
ankert bezw. vermoort zwischen den beiden Landungsbrücken der Jaluit-Gesellschaft 
auf 50 bis 53 m Wasser. Der Ankergrund ist gut. S. M. S. „Cormoran“ ver- 
moorte in der Richtung 0zS mit 125 und 150 m Kette. Die östliche Brücke, 
an deren Wurzel sich der gedekte Kohlenschuppen der Jaluit- Gesellschaft be- 
findet, ist in der Karte bis jetzt nicht verzeichnet. Eine genaue Vermessung der 
Riffkanten und der Wassertiefen in der Nähe des Ankerplatzes (reducirt auf 
Niedrig wasser-Springzeit) ist in der Tafel 24 gegeben. 
Ein zweiter Ankerplatz befindet sich östlich von der Insel Ferreol 
mit gutem Ankergrunde und 16 bis 20 m Wassertiefe. Nach dem Einsetzen des 
stetigen Nordostpassates, d. h. von Ende Januar bis Ende März, ist dieser Anker- 
platz einem etwaigen Stationskreuzer zu empfehlen, weil Platz genug vorhanden 
1) Siehe Heft I dieses Jahrganges, Seite 7. 
Karte B. 981: Seniavina Islands: Segelhandbnch B. Pacific Islands, Vol, I, 1900, 
Seite 419 ff, 
2) In Heft ] Lauvgvar genannt.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.