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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

300 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1901, 
Inseln erscheint. Die sich vom Ostende der Insel in nördlicher Richtung 25 Sm 
weit ausdehnenden Astrolabe-Riffe sind niedrig, doch sind die innerhalb ihrer 
Grenzen liegenden zahlreichen Inseln meistens von mäfsiger Höhe. KEinige sind 
mehr als 100 m hoch, und die gröfste, One Island, erreicht in dem Gipfel Mbuala 
sogar 353 m und in dem auf ihrer Mitte befindlichen Gipfel 333 m Höhe. Auf 
dem Südende dieser Insel ist noch ein mit Gras bewachsener 170 m hoher Hügel, 
der von dem Höhenzuge getrennt liegt und aus gröfserer Entfernung wie eine 
Insel erscheint. Auf der Klippe Solo oder North Rock, die in der Mitte der 
Lagune des Nord-Astrolabe-Riffes liegt, steht ein wagerecht roth und weils ge- 
streifter Leuchtthurm von 32 m Höhe, auf dem nachts ein weißes Blinkfeuer brennt. 
Von den zwischen Kandavu und Viti Levu liegenden Inseln ist die west- 
liche, Vatu Leile, niedrig. Es ist eine Koralleninsel, die mit Palmen bewachsen 
ist und im nördlichen Theile etwa 33 m Höhe erreicht. Im Westen fällt sie 
steil ab, dagegen nach Osten zu ganz allmählich. Mbengha, die östliche Insel, 
ist hoch. Von ihren hohen Gipfeln ist der 430 m hohe nördlichste Gipfel der 
höchste. 
Von den östlich von Kandavu liegenden Inseln kommt eigentlich nur die 
70 bis 100 Sm davon liegende Gruppe der drei Inseln Matuku, Totoya und 
Moala in Betracht, die sämmtlich hoch sind. Der Gipfel von Matuku erreicht 
385 m, der von Totoya 365m und der im westlichen Theile von Moala liegende 
einzelne Hügel 468 m Höhe. 
Ansteuerung. Von Westen kommende Segelschiffe sollten während der 
Zeit des Südostpassates im Bereiche der Westwinde so weit östlich steuern, dafs 
sie später mit dem Passatwinde bequem östlich von der Insel Kandavu und den 
Astrolabe-Riffen passiren können. Man mufs hierbei berücksichtigen, dafs der 
Passatwind häufig nördlich von Ost ist und, falls man damit in Lee von Kandavu 
yeräth, es sehr schwer fällt und mit grofsem Zeitverlust verbunden ist, den 
Hafen von Suva zu erreichen. Falls man trotzdem einmal in die Lage kommt, 
durch die Kandavu-Durchfahrt kreuzen zu müssen, so ist es rathsam, die Süd- 
zeite derselben zu benutzen, weil man dort besseren Fortgang erzielen kann als 
an der Nordseite oder in der Mitte der Durchfahrt. Wenn man den Hafen von 
Suva vom Südosten her ansteuert, so bilden der in seiner Nähe liegende 397 m 
hohe steile Berg Rama und der rundliche 441m hohe Berg Na Komba Levu die 
auffälligsten Landmarken. Nachdem man das Nord-Astrolabe-Riff hinter sich hat, 
steuere man auf den zuletzt genannten Berg zu, auf welchem Kurse man luv- 
wärts vom Hafen an die Küste gelangt, dann halte man ab und steuere längs 
des Riffes bis zur Hafeneinfahrt. 
Bei unsichtigem Wetter bilden die Astrolabe-Riffe eine große Gefahr, 
Unter solchen Umständen und bei westlichen Winden ist die Kandavu-Durchfahrt 
der beste Weg, auch für Segelschiffe. 
Dampfer steuern immer am bequemsten Mount Washington an und dann 
auf geradem Wege durch die Kandavu-Durchfahrt nach der Hafeneinfahrt. 
Bei der Ansteuerung vom Osten oder Nordosten bildet die auf der Aufsen- 
kante des Nasalai-Riffes stehende Leuchtbake eine gute Landmarke, um dieses 
Riff zu vermeiden. In ihrer Nähe liegt zur Zeit der Vordertheil eines Wracks, 
der die Auffindung der Leuchtbake sehr erleichtert. 
Von Suva ausgehend und westwärts bestimmt, ist die Kandavu-Durchfahrt 
die beste für alle Arten von Schiffen. Mount Washington bildet auch eine gute 
Landmarke, um den Abfahrtsort genau festzustellen. 
Leuchtfeuer. 1. Ein weifses Blinkfeuer von 15 Sm Sichtweite, 
das alle 30 Sekunden einen Blink zeigt, brennt in 29,3 m Höhe über Hochwasser 
auf einem roth und weiß wagerecht gestreiften Leuchtthurme von 32,3 m Höhe, 
der auf der Klippe Solo (North Rock) des Nord-Astrolabe-Riffes steht. 
2. Ein weilses Gruppenblitzfeuer von 12 Sm Sichtweite, das alle 
30 Sekunden zwei schnell aufeinanderfolgende Blinke zeigt, brennt in 13,7 m 
Höhe über Hochwasser auf einer roth und weifßsen Pfeilerbake auf der Südost- 
kante des Nasalai-Riffes vor dem Südostende der Insel Viti Levu, etwa 18 Sm 
östlich von der Hafeneinfahrt von Suva. Dieses Feuer ist nur sichtbar in den 
Peilungen von SWzS über West und Nord bis NO’40. 
3, Ein weißfses festes Feuer von 24 Sm Sichtweite brennt in 
97.5 m Höhe über Hochwasser auf einer weilsen viereckigen Bake, die auf einer
	        
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