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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1901
Auf den Inseln Saipan und Tinian wird mit Erfolg Viehzucht‘ betrieben,
auch ist die Reis- und Maiskultur blühend, .
Die auf der Ostseite von Saipan- gelegene Magicienne-Bucht bietet auch
gröfseren Schiffen auf 45 m (25 Faden) Wassertiefe und gutem Ankergrunde
Schutz gegen alle Winde, mit Ausnahme der Winde zwischen O und S. Eine
Niederlassung ist dort jedoch nicht vorhanden, und die Bucht wird daher nur
von Fahrzeugen der Eingeborenen besucht.
Zur Küstenkunde von Alaska.
Nach „Notice to Mariners“ No. 1291, 1323, 1324 und 1339. Washington.
Yon St, Paul bis zum Kap Kupriyanoff, Nachdem man den Hafen
St. Paul durch den Südkanal verlassen und das Kap Greville (T'schiniak) um-
steuert hat, setze man den Kurs so, dafs. man von der Ugak-Insel 2 bis 3 Sm
und von den Trinity-Inseln 6 bis 8 Sm entfernt bleibt. Nähert man sich den
ietzteren Inseln von Osten, so sehen sie aus wie eine einzige grofse Insel, deren
Südende hoch und scharf abgegrenzt ist, während das Nordende in eine niedrige
sumpfige Huk ausläuft, die schliefslich in der .Kimm verschwindet, .
Die Trinity-Inseln bleiben an St. B; Sitkinak mufs in einem Abstande von
mindestens 5 Sm passirt werden, . um die südlich vorgelagerten gefährlichen
Stellen zu vermeiden. Vom Süden gesehen, haben diese Inseln ein rundes Aus-
sehen mit glatten Umrissen. Man erkennt sie leicht an den hellbraunen
Abhängen, während die Vorderseite, die beinahe senkrecht ins Meer abfällt, hellem
Sandstein ähnelt. Ein anderes unverkennbares Abzeichen der Südküste sind die
aus Kalkstein bestehenden Abhänge.
Die Entfernung vom Ostende . der. Sitkinak-Inseln. bis zum Südende von
Tschirikoff beträgt ungefähr 78 Sın, Der Kurs SSW’4W (rw. S55°W) führt
etwa 3 Sm südlich vom Südende von Tschirikoff vorbei. Der Strom setzt im
ANze re nen zwischen Sitkinak und ..Tschirikoff SW. mit einer Geschwindigkeit
von !/4 Sm.
Der Ostküste von Teschirikoff darf man sich wegen. der vorgelagerten
Untiefen nur vorsichtig nähern. „Albatrofs“ bemerkte 3 Sm östlich (rw. S 66°0)
von der Mitte der Insel Brandung. Vor dem steilen Südende liegt in einer Ent-
fernung von !/s Sm eine kleine Insel. Die Insel Tschirikoff ist nachts bei klarer
Luft leicht an den hohen Gipfeln und Abhängen am Südende kenntlich, die nach
dem Nordende zu schräg absteigen.
Von der Insel Techirikoff führt ein SWzW 3% W(rw. S89°W)-Kurs etwa
7 Sm südlich von den Lighthouse-Klippen zum Kap Kupriyanoff. Die Entfernung
von Tschirikoff bis zu den Lighthouse-Klippen beträgt 61 Sm, von letzteren bis zum
Kap Kupriyanoff 72 Sm. Auf der ersteren Strecke findet man gewöhnlich leichten
südlichen Strom von weniger als !/3 Sm, auf der letzteren SWzW-Strom von
'A bis 3% Sm Geschwindigkeit.
Das Kap Kupriyanoff kann man leicht daran erkennen, dafs es ein würfel-
[örmiges, gerade aufsteigendes Vorgebirge ist, das sich etwa 7 Sm südostwärts. über
dıe mittlere Richtung des Landes hinauserstreckt und an seinem Südende senkrechte
aus Basaltfelsen bestehende Abhänge hat. ‚Die Pinnacle-Klippen erstrecken sich
an der Ostseite des Kaps 1 Sm vom Lande. Vom Süden kommend, findet man
in einer Entfernung von 2 Sn noch 180 m Wasser. Das Kap ist auch” bei
nebligem Wetter und östlichen Stürmen eine gute Landmarke. Die Südseite ist
bis auf eine Entfernung von !/a Sm frei von ailen Gefahren. Eine hohe Nebel-
bank hüllt gewöhnlich den oberen Theil des Kaps ein, wodurch es ein steiles
Aussehen gewinnt; die Pinnacle- oder Priest-Klippen an seiner Nordseite machen
es leicht kenntlich.
Vom Kap Kupriyanoff bis zur Gormans-Strafse ist der Kurs, mit dem
man direkt auf das Kap Divine. am Südende der Krovine-Insel zusteuern kann,
SW1A4S (rw. S 64° W). Die Entfernung beträgt 24 Sm. - Der EKbbstrom’ setzt auf
dieser Strecke westwärts und der Fluthstrom ostwärts. .Bei der. Durchsteuerung
der Gormans-Strafse thut man gut, sich nahe am Kap Divine, dem man sich
sicher auf !/a Sm Abstand nähern kann, zu halten. . Verschiedene spitze Klippen,