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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1901. 
Inselchen in etwa SSW!/AAW-Peilung gerade frei von Hopwood Point erscheint, 
welches etwa !/4 Sm östlich von der durch eine schwarz und weiß karrirte spitze 
Tonne bezeichneten Zuidpool-Klippe, auf der 3,7 m Wasser steht, der Fall 
sein wird. Dann steuere man NOzN bis dwars von Three Hut Point, worauf 
man etwas nach Simpson Point abbiegen mufs, um die Long Bay-Bank zu 
meiden, doch darf man sich dem östlichen Ufer ebenfalls nur bis auf !/2 Sm Abstand 
nähern, um die vor diesem liegende 4 Faden-Bank zu vermeiden. Als Leitmarke 
führt der 200 m hohe westliche Gipfel von Mount Roberts, wenn in etwa 
N!40-Peilung gerade frei von dem kleinen mit Gras bewachsenen 6,1 m hohen 
Gras-Eiland gehalten, in der Mitte zwischen den beiderseitigen Untiefen hindurch. 
Dieses Inselchen passire man in etwa 3 bis 4 Kublg. Abstand und halte sich ferner 
in der Mitte des Fahrwassers, doch mufs man, um die Channel-Klippe zu 
meiden, dort etwas, auf Woodcutters Point zu, abbiegen. Man berücksichtige 
bei der Befahrung dieser Durchfahrt die Strömung, die vorwiegend in nörd- 
licher Richtung mit 1 bis 2 Sm Geschwindigkeit setzt, je nach den Windver- 
hältnissen, Bei Springtiden und einer Periode sehr schönen Wetters setzt 
der Fluthstrom in nördlicher, der Ebbstrom in südlicher Richtung. Diese 
Gezeitenströme sind am stärksten in der Gegend von Three Hut Point, wo sie 
mit %4 bis 1 Sm Geschwindigkeit laufen. 
Leuchtfeuer. Auf dem Wege bis zur Mündung des Derwent- Flusses 
brennen nur zwei Leuchtfeuer. 
1. Ein weifses Gruppenblitzfeuer von 25 Sm Sichtweite, das alle 
30 Sekunden zwei rasch aufeinanderfolgende Blinke zeigt, brennt in 106,1 m Höhe 
über Hochwasser auf einem 12,8 m hohen Thurme auf dem Südende der süd- 
westlichen Maatsuyker - Insel. Dasselbe wird durch die Insel selbst in den 
Peilungen von S’'A40O über Süd bis WSW!4LW verdeckt und in weniger als 6 Sm 
Entfernung davon durch die Needle-Klippe in den Peilungen von NWzW'LW 
bis WNW., 
2. Ein weifses Blinkfeuer von 22 Sm Sichtweite, das alle 100 Se- 
kunden einen Blink zeigt, dessen Dauer in 10 Sm Abstand davon 50 Sekunden 
beträgt, brennt in 102,1 m Höhe über Hochwasser auf einem weifßsen runden 
Thurme von 134m Höhe auf dem Kap Bruny. 
Eine Signalstation befindet sich auf dem Kap Bruny bei dem Leucht- 
ihurme. 
Leuchtfeuer für den Derwent-Flufls. 1. Ein weifses festes Feuer 
von 10 Sm Sichtweite brennt in 19,3 m Höhe über Hochwasser auf einem 
weifsen viereckigen Thurme von 12,2 m Höhe auf der Insel Iron Pot. 
Für die übrigen Leuchtfeuer siehe „Verzeichnifs der Leuchtfeuer aller 
Meere“, Heft VIII, Stiller Ozean, Tit. X1I, No. 1153 bis 1158. 
Einsteuerung. Bei der Einsteuerung in den Derwent-Flufs halte man sich 
an der westlichen Seite, bis man in etwa !/2 Sın Abstand von One Tree Point 
angelangt ist. Dann steuere man mit nordwestlichem Kurse nach Sullivans 
Cove, dem gebräuchlichen Ankerplatze vor Hobart. Man kann bei beständigem 
Gegenwinde auch aufkreuzen, da das Fahrwasser breit und vein ist, doch ist es 
vorzuziehen, unter solchen Umständen einen Schleppdampfer zu nehmen. 
Lootsen. KEinkomnmend besteht Lootsenzwang, ausgehend nicht. Die 
Lootsenstation ist bei Pearsons Point, wo die Lootsen im offenen Boote, das 
am Tage durch eine kleine rothe Flagge, nachts durch ein Flackerfeuer kenntlich 
ist, an Bord kommen. In den Hafen werden die Schiffe durch den Hafenmeister 
oder durch Hafenlootsen gebracht. Das Lootsengeld beträgt eingehend 6d 
die Tonne für Segelschiffe, 4 d die Tonne rür Dampfer, mindestens jedoch 4 £ und 
höchstens 15 £ im Ganzen. Ausgehend beträgt es nach Tonnengröße berechnet 
die Hälfte der obigen Taxe, höchstens jedoch im Ganzen nur 5 £. Falls der 
Lootse wegen Quarantäne oder aus anderen Gründen länger an Bord bleiben 
mufs, erhält er aufserdem täglich 15 sh, 
Schleppdampfer für grofße Schiffe giebt es im eigentlichen Sinne des 
Wortes nicht, doch sind allerlei Arten kleiner Flußfsdampfer vorhanden, die auch 
Schlepperdienst verrichten. Dieselben können grofse Schiffe nur bei gutem 
Wetter schleppen. Die 958 € grofse deutsche Bark „Carl“ zahlte 120 A 
Schlepplohn von Pearsons Point bis zur Pulverstation bei Hobart.
	        
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