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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

No. 615. 
216. 
1607. 
620. 
5921. 
Eingänge von Fragebogen bei der Deutschen Seewarte, 
237 
Besondere Bemerkungen aus den Fragebogen:. 
In Iquique sind drei Schleppdampfer, die den Schiffen, falls sie vor 
Dunkelwerden noch in Sicht kommen, entgegenfahren:. Schlepplohn 
nach Vereinbarung. Schiffe mit Ladung werden noch am Tage der 
Ankunft an den Löschplatz gebracht. Ballast wird auf dem Ballast- 
grunde aufserhalb der in den Reihen liegenden Schiffe gelöscht; man 
löscht jedoch nur so viel, dafs man noch an den Ladeplatz verholen 
kann und hier den Rest in Leichter, da dies billiger ist, als wenn 
man den Salpeter nach dem Ballastgrunde bringen läfst. Zur Zeit 
waren zwei Lootsen vorhanden. 
Valparaiso. Die in Heft VII, 1900, dieser Zeitschrift gemachten 
Angaben sind durchaus zutreffend. Zu bemerken ist noch, dafs Schiffe, 
die am Regierungskai löschen, genug Schwergut als Ballast einbehalten 
müssen, um in die Bucht holen zu können, da es nicht erlaubt ist, 
am Kai Ballast zu nehmen. Alle Versuche, die Erlaubnifs hierzu zu 
bekommen, waren vergeblich. Bei den herrschenden mäfsigen nörd- 
lichen Winden, verbunden mit unruhiger See, konnten die Leichter an 
Land nicht entlöscht werden. Selbst am Kai war das Löschen sehr 
erschwert, da das Schiff sich zu sehr bewegte. Diese Winde treten, 
nach Angaben des Agenten des Germ. Lloyd, Kapt. J. Jung; regel- 
mäfsig in der ersten Hälfte des Dezember auf.‘ 
Bei dem Befahren des Kanton-Flusses ist Lootsenhülfe erforderlich. 
Selbst die Küstendampfer haben immer einen Lootsen an Bord. 
Nassau, Der Ankergrund besteht aus Sand und ist schlecht. Bei 
einem frischen Nordwinde vertrieben alle Schiffe. Die auffallendste 
Landmarke bei der Ansteuerung ist das 1899 erbaute Kolonialbotel 
und ein dicht daneben stehender Schornstein. Während der Badezeit 
ist das Hotel hell erleuchtet und weiter sichtbar als das Leuchtfeuer. 
Ciudad Bolivar. Gegenwärtig kann stets auf eine Wassertiefe von 
4,6 m gerechnet werden; „Taormina“ lothete nirgends weniger als 
4,6 m bei Niedrigwasser. Kein Schiff kann ohne Lootsen den Flufs 
befahren. Die Lootsen kennen die Barre nicht, den Strom jedoch 
zut; auch kann man aufserhalb derselben keinen Lootsen erhalten. Es 
ist rathsam, die Lootsen zu überwachen, da sie meist dem Trunke er- 
geben und nicht sehr zuverlässig sind. 
Die Witterung an der deutschen Küste im April 1901. 
Mittel, Summen und Extreme 
aus den meteorologischen Aufzeichnungen der Normal-Beobachtungsstationen der 
Seewarte an der deutschen Küste. 
Stations-Name 
Seehöhe des Barometers 
und 
Borkum. . . 104 m 
Wilhelmshaven 8,5 
Keitum . . . 11,3 
Hamburg . . 26,0 
Kiel. . . 472 
Wnustrow . . 70 
Swinemünde . 10,05 
Rügenwalderm. 4,0 
Neufahrwasser 1,5 
Memel . . . 10 
Mittel 
nur wit N 
90 red. AO ‚30. _ 
u druc k, 700 mm + — 
Monats-Extreme 
red. auf MN u. 45° Br. 
Lufttemperatur, °C. 
Max. | "Dat. j Min. | Dat. 
] | Abw. 
ha | 2hp | 8hp | Mittel 505. 
Mittel 
58,0 
57,8 
36,7 
56,6 
9,5 — 15 
9,2 —1,€ 
58,6 |— 21 
30.6 1— 1,1 
69,3 
69,4 
70,2 
70.1 
18, 
a4 
24. 
24_ 
44,4 
13,6 
42,6; 
43,0 | 
5. 
‘5 
15. 
5 
72 
7,4 
5,5 
7.1 
10,2 
10,7 
9,2 
10,5 
—+1,4 
+10 
AL 
0,9 
‚-+0,8 
06 
—+0,8 
60 53 +09 
5,9 ] 6,4 |to.4 
541 5,6 1+02 
8,1 
7,5 
6,5 
8.8 
34,3 
58,1 
58.5 
18,3 — 2,6 
59,3 1 
50,0 '—0,£ 
50,2 |-—0,6 
‚ 60,5 |— 0,6 
59,7 1—1,3 
70,5 
70,4 
71.3 
24, 
23. 
29. 
12,6 
43,2 
414 € 
15. | 64 
15. | 60 | 
15. 1 66 
15. 5,8 | 8,5 
5 | 60! 88 
al 5850| 74 
59,2 
59,5 
| 570 
72,1 
72,7 
79,9 | 
23. 
23. 
923. 
45,5 
47,6 
44.7
	        
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