CA 8 YA
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1901.
Tabelle IL.
Gezeitenstrom im Fahrwasser
hei
Quebec . .
St, Laurent .
Berthier . . ..
Grosse Isle . .
L’Islet. . . .
In Upper Traverse .
Lower Traverse . -
Orignaux Point . .
Im Brandy Pot-Kanal
Tadousac. . . .
Green Island . . .
Bic Island . . .
Für die Traversefahrwasser
im Besonderen |
In Upper Traverse
„ Lower Traverse
Vor Orignaux Point
Der Fluthstrom
Der Ebbstrom
beginnt vorodernach
dem Niedrigwasser
bei Quebec
dauert
beginnt vor oder nach
dem Hochwasser bei
Quebec
dauert
‘ Std, 10" nach
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siehe unten
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siehe unten
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3-Std. 25% vor
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Der Flathstrom beginnt vor dem Niedrig-
wasser hei Quebec
Zur Zeit der Zur Zeit der
Springtide Niptide
Der Ehbstrom beginnt vor
dem Hochwasser bei
Quebec
Zu jeder Zeit
1 Std, 54m 1 Std. 33m
i 48 „xx 27
3 95 2 55
1 Std. 5m
| 0 45
1 25
Luftwogen über Mitteleuropa am 7. Juli 1894.
Ein Beitrag zur Kritik der Berliner wissenschaftlichen Luftfahrten von Wilhelm Krebs,
(Hierzu Tafel 23.)
Das langerwartete Erscheinen der endgültigen Veröffentlichung über die
Berliner „Wissenschaftlichen Luftfahrten“!) ermöglicht es mir, eine schon im
August 1894 angestellte Untersuchung abzuschließen, die das Auftreten einer
Wogenbewegung der Atmosphäre gelegentlich der Ballonfahrten vom 7. Juli 1894
betraf. Die damals schon im Wesentlichen gefundenen Ergebnisse hatte ich zurück-
gestellt, um sie erst an den endgültigen Werthen der Ballonbeobachtungen zu
prüfen. Schritte, diese mir vorher zu verschaffen, wie ich sie schliefslich am
10. September 1894 bei der Redaktion der Zeitschrift für Luftschiffahrt unter-
nommen habe, unter Angabe meines Zweckes, waren leider vergeblich.”) So
mufste ich den Abschlufs der Arbeit und ihre Veröffentlichung bis jetzt verschieben,
Iuzwischen ist im Maiheft des Jahrganges 1900 der „Meteorologischen Zeit-
schrift“ von Baschin, einem der Mitarbeiter der Berliner „Luftfahrten“, in noch
bestimmterer Weise als in diesem Werke selbst*) die Meinung ausgesprochen
worden, aus den Ballonbeobachtungen vom 7. Juli 1894 hätten sich thatsächlich
Anzeichen für unsichtbare Luftwogen ergeben.*)
Diese Anzeichen bestanden in vereinzelten Beobachtungen ausnahmsweise
hoher Temperatur und Dampfespannung, die in mehr als 3000 m Meereshöhe
gemacht wurden, als der „Phönix“ gerade die Ostküste Schleswigs passirte.
Baschin selbst war der Beobachter. Die Beobachtungszeiten waren gegen 7*a
und, wie aus den „Wissenschaftlichen Luftfahrten“ nachzutragen, !/a Minute nach
9b a des 7. Juli. In seinem Beitrage zu diesem Werke giebt Baschin die
1) Afsmann und Berson: „Wissenschaftliche Luftfahrten.“ Braunschweig 1900.
2) Redakteur der „Zeitschrift für Luftschiffahrt“ war damals Dr. V. Kremser, einer der
Mitarbeiter der „Luftfahrten“, mit dem ich, vom Verlag der „Zeitschrift für Luftschiffahrt“ an ihn
gewiesen, am 4. und 10. September 1894 verhandelte.
3) A. a. O., Bd. II, Seite 346,
‘) _Meteorolorische Zeitschrift“. Wien 1900. Seite 231. 232.