Zur Küstenkunde der Philippinen.
auf die südlichste Klippe zu, wie oben. Vgl. „Ann. d. Hydr.“ 1900, Seite 578,
mit Plan.
Badog-Insel ist ein mäßig hohes unbewaldetes Hochland mit steilen
Kanten. Die Beschreibung in den Segelanweisungen „Eastern Archipelago“,
1890, Theil I, Seite 40, und „China Sea Directory“, Vol. II, 1899, Seite 325,
ist falsch und irreführend. Vgl. „Nachr. f. Seef.“ No. 630/1901.
Die sehr auffällige Kulili-Huk ist ein steiler Felsabhang, der mit dem
Hauptlande durch einen niedrigen Sandstreifen verbunden ist. Bine Dünenkette
zieht sich längs des Strandes von der Kulili-Huk bis Kauit hin. Die..Kauit-
Barre soll nach Lootsenangabe nicht vorhanden sein, „Yorktown“ ankerte auf
12,8 m Wasser auf der Barre (wie auf obiger Karte angegeben). Man’ sollte den
Ankerplatz vorsichtig anstenern, da die Tiefen von 18 m schnell auf 9 m abnehmen.
Musa-Bucht an der Westseite der Fuga-Insel. „Yorktown“ ankerte in
der Musa-Bucht zwischen der Mabak- und der Bari-Insel bei einem schweren
Nordoststurme und fand den Ankerplatz unsicher. Die Wassertiefe in dieser
Durchfahrt betrug 18 bis 22 m über schlecht haltendem Korallen- und hartem
Sandgrunde, obwohl nach dem Plane auf obiger Karte die Wassertiefe dort
9 bis 18 m betragen soll. Starke Stromkabbelung, die der Brandung ähnlich
sah, wurde von Bojeador nach der Fuga-Insel hin beobachtet,
San Pio-Hafen an der Westseite der Kamiguin-Insel bietet guten
Schutz bei Nordostwinden. „Yorktown“ ankerte etwa 1 Sın südöstlich von dem
auf dem Plane angegebenen Ankerplatze.
Aparri an der Nordküste von Luzon. Nach Meldungen von Lootsen in
Aparri und von dort verkehrenden Dampfern soll das Fahrwasser schmal sein
und sich häufig verschieben. Lootsenhülfe beim KEinlaufen in den Flufs ist
wünschenswerth. Vgl. „Ann. d. Hydr.“ 1900, Seite 578 mit Plan.
Barcelona-Hafen an der Ostküste von Luzon.
Der Hafen von Barcelona liegt an der Südwestküste der Alabat-Insel,
etwa 8 Sm nordöstlich von Antimoan. Er wird durch eine zwischen den Ost-
and Westhuken etwa 1 Sm hreite Küstenbucht gebildet und ist verhältnifsmäßig
klein, so dafs nur drei bis vier Schiffe von etwa 500t genügend Raum finden.
Ein Bergrücken mit vier sehr auffälligen Gipfeln gewährt dem Hafen Schutz;
man liegt daher bei stürmischen Nord- oder Ostwinden hier gut geschützt.
Ansteuerung, Das Kloster, ein grofses, weilses, hölzernes Gebäude mit
einem galvanisirten, eisernen Dache, ist das auffälligste Gebäude in der Stadt
und kommt bei der Ansteuerung zuerst in Sicht. Mit der Leitmarke: Kloster
in rw. N 78°0 (mw. ONO740) kann man unter Benutzung des Lothes leicht
auf den Ankerplatz zusteuern. Die Wassertiefe nimmt von 33 m südlich von
der westlichen Huk allmählich auf 5,5 m in etwa !/4 Sm Abstand vom Lande ab.
Lange Sand- und Steiuriffe liegen vor den östlichen und westlichen Huken. Ein
bei Niedrigwasser sichtbares Riff aus Sand und Felsen liegt etwa in der Mitte
zwischen diesen Riffen etwa !/a Sm von der Küste. Das den Hafen begrenzende
Land ist niedrig mit einem ausgedehnten feinen Sandstrande. Vergl. auch
„Nachrichten für Seefahrer“ 138/1901.
Die kleine Stadt Barcelona liegt an der Ostseite des Hafens; ihre Hülfs-
quellen sind sehr dürftig, die wenigen Einwohner ernähren sich hauptsächlich
durch Fischfang und Wurzelbau, Ein kleiner Flufs an der Nordseite des Hafens
liefert Trinkwasser. Bei hoher Tide können Boote leicht in den Flufs einlaufen.
Der Fluthhub beträgt etwa 1,4 m.
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Zur Küstenkunde von Portugal.
Nach „Avisos aos navegantes“ No 9. Lissabon 1901.
Peniche de Baixo (Nieder-Peniche).
Grundbeschaffenheit in der Bucht, Der Hafen ist unrein und hat eine
Anzahl felsiger Stellen, die jedoch dieselbe Wassertiefe haben wie ibre Umgebung.
Im Gegensatze zu dem bisher Bekannten wird der Grund, je mehr man sich der