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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1901.
kommt, wo das weiße Dach der Kirche von Süden aus besonders bemerkbar
wird. Etwa 3 Sm nördlich von Bauang sieht man von Westen aus einen vor-
springenden steilen braunen Abhang, auch scheint die Küstenbucht tiefer zu sein,
als auf der amerikanischen Karte No. 1726 angegeben ist. (Vgl. auch „Nachr.
f. Seef.“ No. 464/1901.)
San Fernando. Das Tabacalera-Warenhaus bildet bei der Ansteuerung
von Westen eine gute Landmarke; bei der Ansteuerung von Norden sieht man
zuerst das Regierungsgebäude. Um in den Hafen einzulaufen, steuere man auf
vw. S42°0- (mw. SO!/4S-) Kurs auf die Landungsbrücke zu, deren Nordseite
man etwas offen läfst. Die Fagg-Bank scheint in der amerikanischen Karte
No. 1726 richtig verzeichnet zu sein. Das V. St.-Kriegsschiff „Yorktown“ befand
sich mehrmals während westlichen Seeganges nahe bei der Bank, nahm jedoch
keine Brandung wahr.
San Juan kann an seinem Kirchthurme, neben dem ein rother Glocken-
thurm steht, ausgemacht werden. Bagnotan, Balugo und die niedrige Darigayos-
Huk sind unauffällig. Die Stadt Darigayos kann man bei der Ansteuerung von
Süden an dem weifsen Dache ihrer Kirche erkennen. Namagpakan ist an seiner
dreithürmigen Kirche auszumachen, während die anderen Küstendörfer bis nach
Santa Lucia keine Landmarken bieten. Santa Lucia ist die auffälligste Stadt an
der Küste und an ihrer Kirche mit grofsem weifßsen Thurme gut auszumachen.
Solvet und Badol kommen, wenn man die Küste entlang steuert, in Sicht.
Agayayos-Huk ist auffällig; der scharf begrenzte Tetas de Santa-Cipfel ist leicht
zu erkennen,
Vigan. Der Vigan-Pafs ist eine sehr auffällige Landmarke, besonders bei
der Ansteuerung von Norden. Ein Erdrutsch an der Nordseite des Passes ist in
der Nachmittagssonne deutlich zu erkennen. Die niedrige Dile-Huk ist nur in
der Nähe sichtbar. Die Lage der Untiefe südlich von dieser Huk scheint auf
obiger Karte richtig zu sein. Von Süden den Vigan-Ankerplatz ansteuernd,
passire man Agayayos-Huk in 5 bis 6 Sm Abstand, steuere dann auf die Waren-
häuser auf der Dile-Huk zu und ankere auf 9 bis 13 m Wasser über Sandgrund.
Die Wassertiefen nehmen bis auf 9m sehr schnell ab, bleiben jedoch in einiger
Entfernung 9m, so dafs Schiffe, die nach der ersten Lothung von 9m ankern,
genügend Raum zum Schwaien haben. Von Süden aus liegt das weifßse Dach der
Kirche in Canayan rechts von den Warenhäusern. Das Wasser vor Dile-Huk
hat gelegentlich andere Farbe infolge des Zuflusses aus dem Abra-Flusse, „York-
town“ fand zweimal in solchem Wasser, etwa 2 Sm von Dile-Huk, in 73 nm
Wassertiefe keinen Grund. Die Hauptmündung des Abra, wie sie auf obiger
Karte gezeigt wird, ist fast geschlossen, die neue Mündung liegt etwa südwestlich
von der Stadt Santa. Der Bulagao-Berg ist die beste Landmarke auf diesem
Küstenstrich. Von Süden aus sieht man ihn als zwei runde Gipfel, die sich von
den scharfen Gipfeln des Tetas de Santa im Aussehen sehr unterscheiden. Von
Norden sieht man nur einen Gipfel.
Die niedrige bewaldete Pinget-Insel ist vom Hauptlande schwer zu unter-
zscheiden. Recht Süd von der Pinget-Insel sieht man einen runden Thurm. Diesen
Küstenstrich sollte man, um die auf der Karte angegebenen Untiefen zu meiden,
in mindestens 2 Sm Abstand von der Deckpeilung der westlichsten Kanten der
Pinget- und der Salomague-Insel passiren. Die Salomague-Insel ist ein mäßig
hohes bewaldetes Hochland mit steilen Kanten, von dessen Ostseite ein Sand-
steert ausläuft. Die Salomague-Schlucht konnte „Yorktown“ nie ausmachen; nach
den Segelanweisungen soll die Schlucht eine gute Landmarke sein, was irreführen
kann. Vgl. „Nachr. f. Seef.“ No. 463/1901 und 630/1901.
Salomague-Hafen. Bei der Ansteuerung des Salomague-Hafens von Süden
passire man die Nordkante der Pinget-Insel in etwa 3/4 Sm Abstand und steuere
auf das Warenhaus in Salomague zu, das in rw. N 34°O- (mw. NOzN-) Peilung
in Sicht sein sollte. Dieser Kurs führt etwa 1100 m innerhalb der inneren
Untiefe und 550 m von der südlichen Huk des Salomague-Hafens entlang. Wenn
der südlichste, leicht auszumachende Felsen an der Innenseite des Hafens rw.
567,5°0 (mw. 0SO) peilt, steuere man darauf zu, bis das Warenhaus Nord peilt,
dann steuere man Nord und ankere auf 12,8 m Wasser über Schlickgrund, von
wo man die Nordhuk rw. N 50,5°W (mw, NW!/2W) peilt. Bei der Ansteuerung
von Norden passire man Salomague-Insel in !/a Sm Abstand und steuere dann