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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

226 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1901. 
Wahre Zeit 
der 
( Kulmination | 
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Sommer Winter 
April — September > Oktober — März 
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Sommer 
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113 
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117 
Immerbin ist anzunehmen, dafs die Hafenzeit dadurch nur um einige 
Minuten (etwa -+ 10”) unsicher sein wird, weshalb sie also nur angenähert 
richtig ist. Dasselbe gilt für die Höhen und die über die Gröfse der Wasser- 
standsänderung in den einzelnen Stunden gemachten Angaben, Was besonders 
die letzteren betrifft, so sind sie recht unsicher, da Schwankungen bis über 
einen halben Meter vorkommen. Es dürfte sich empfehlen, eine diesbezügliche 
Bemerkung auf der Karte anzubringen und überhaupt auf die Einwirkung der 
täglichen Ungleichheit hinzuweisen, 
Aus dem vorliegenden Material läfst sich die tägliche Ungleichheit nur 
mit grofser Mühe und noch dazu nur unsicher ableiten, weshalb vorläufig davon 
abgesehen wurde, bis ein vollständigeres Material, das auch die Nachttiden umfaßt, 
zur Verfügung steht. M. 
Der baltische Strom und der Salzgehalt im Kattegat 
und im westlichen Theile der Ostsee. 
Von Martin Knudsen in Kopenhagen. 
Nicht nur wächst — in der früher auseinandergesetzten Weise — der 
baltische Strom auf dem Wege durch das Kattegat, sondern er verändert sich 
bekanntlich auch im Laufe des Jahres. Man ist zu der Annahıne gelangt, dafs 
er im Winter, wenn die in die Ostsee mündenden Flüsse und Ströme zufrieren, 
die geringste Gewalt hat, im Frühling dagegen, wenn Eis und Schnee schmelzen, 
am mächtigsten ist. Als ein Ergebnifs dieser Veränderlichkeit hat man den 
Umstand zu betrachten, dafs die Oberflächen-Isohalinen in dem Kattegat und der 
westlichen Ostsee im Winter weiter vorrücken und sich dem östlichen Theile 
der Ostsee nähern; es leuchtet nämlich ein, dafs eine Verminderung der Wasser- 
massen. des baltischen Stromes eine Vermehrung des Oberflächen-Salzgehaltes in 
dem Kattegat und der westlichen Ostsee zur Folge haben muß. 
Diese in den genannten Fahrwassern im Winter beobachtete 
Vermehrung des Salzgehaltes rührt indessen zugleich von einem 
anderen Umstand her, nämlich von der im Herbst und Winter durch 
die Abkühlung hervorgerufenen Konvektion, Die Konvektion wird eine 
Mischung der oberen süßen Wasserschichten mit den unteren salzigen bewirken. 
Im südlichen Kattegat steigt z. B. die Temperatur der Unterschicht selten höher 
als bis 13—14°; bevor die Temperatur der Oberschicht unter diesen Werth ge- 
zunken ist, kann die Konvektion auf die Wasserschichten keinen mischenden 
Einflufs, jedenfalls keinen nennenswerthen, ausüben. Daher sind auch im Frühling 
und Sommer die obersten Wasserschichten des Kattegats mit sehr scharfen 
Grenzen voneinander getrennt. Bei dem Schultz-Grunde und Anholt Knob giebt
	        
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