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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Wind und Wetterverhältnisse auf der Rhede von Taku, 
Regen. Entsprechend der in ganz Nordchina herrschenden Dürre. wurde. 
Regen nur wenig beobachtet. > 
Es regnete: 
293 
Im Juni > 
Juli... 
August . 
September 
Oktober .. 
November 
2 mal, 
R 
) 
Davon waren: 
Im Juni . 4 0.0. 
Juli 2.0.0.0 
August . 0. 0. 0-4 
September 
| Gewitterregen. 
4% 
3 
Der Regen war fast stets von nur ganz kurzer Dauer. An neun Tagen 
wurde er. durch Gewitter mit heftigen Böen hervorgerufen, war aber auch nur 
von kurzer Dauer. 
Luftdruck. Bis Mitte August zeigte das Barometer kommende stärkere 
Winde durch geringes Fallen zwei bis sechs Stunden vorher an. Später hatte 
sich das Maximum des Luftdruckes über der Mongolei gebildet, und. war ein 
starkes Steigen über den Tagesdurchschnitt ein sicheres Zeichen herannahender 
starker Winde aus westlicher Richtung, 
Temperatur. ; 
Monat 
Juni (vom 9. an). 
Juli. 0.0... 
August, . 2.0 
September . ... 
Oktober . 
November 
Maximum 
Minimum 
29,4 15,7 
35,5 19,5 
34,8 | 21,6 
32,8 17,4 
23,3 | 52 
19,5 —— 1,7 
Monatsmittel 
24,5 
26,0 
26,8 
24,3 
16,8 
78 
Allgemeines, Der Ankergrund auf Taku- Rhede .ist Mud und hält auch 
bei heftigen Winden gut. Schon geringer Wind aus östlicher Richtung macht 
jedoch den Liegeplatz zu einem schlechten, da schnell sehr unangenehmer See- 
gang entsteht, der allerdings bei abflauendem Winde auch bald wieder aufhört, 
Bei westlichen Winden entsteht, trotzdem die Schiffe weit vom Lande abliegen, 
etwa 8 Sm, kaum hohe See... Die Fluthhöhe auf der Barre beträgt 3. bis 4 m, 
wird jedoch durch die Winde stark beeinflufst. Bei ablandigem Winde war 
häufig nur 2m Wasser auf der Barre. Auch nach Aufhören der westlichen 
Winde blieb der niedrige Wasserstand auf der Barre noch eine längere Zeit 
bestehen. 
Da die Ebbe nördlich, die Fluth südlich, also quer zur Fahrrinne, setzen, 
macht das Befahren der an sich schon schlechten und engen Einfahrt grofse 
Schwierigkeiten, und ist es mit Sicherheit nur kurz vor dem höchsten Wasser- 
stande und mit einem des Fahrwassers sehr kundigen Lootsen möglich. 
Juni. 
Die erste Hälfte des Monats war schön. Gleichmäfsige nicht starke Winde, 
nur einige Schwankungen im Barometerstande und nicht zu warme, gleichmäfsige 
Temperatur. Am 18. wehte der Wind abends aus O0zS8, am 22, SSO 7, am 23. 
NW 8, am 26. Ost7. Sonst kam die Stärke selten auf 5. Der herannahende 
starke Wind zeigte sich stets durch das um ein Geringes fallende Barometer an. 
Zugleich entstand auf der Rhede schon bei jedem Winde, der 5 überschritt und 
aus östlicher Richtung wehte, eine den Bootsverkehr sehr erschwerende, manchmal 
unmöglich machende See. Das Barometer erreichte am 23. seinen niedrigsten 
Stand mit 753,4 mm, am 16. seinen höchsten Stand mit 766,2 mm. 
Juli. 
Der Wind stieg in diesem Monat nur einmal bis 8 aus NW und einmal 
bis 7 aus OSO mit Böen. Sonst erreichte er nur sehr selten Stärke 5.. Er-
	        
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