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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

2°2 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1901. 
anser ausgezeichnetes Dampfankerspill dazu im Stande waren, trieb mit dem 
Strome ganz nach Sumatra hinüber und ankerte dort unter der Küste. Die 
Strömung setzte bei uns während des ganzen Tages, unverändert in Richtung 
und Stärke, 31/2 Knoten nach NW. 
Um 2"p am 4. lichteten wir den Anker und gelangten gegen 5" p nach 
Brabant - Insel, SW*/4S 4 Sm, wo wir wegen Stille und Nordoststrom wieder 
ankerten. Um 7" 20” p gingen wir mit leichter Landbriese unter Segel, passirten 
Brabant - Insel nahebei und fanden um 10"p 1'% Sm von Anjer - Feuer, dasselbe 
NWzW!„AW peilend, auf 26 Faden Wasser einen Ankerplatz. Nachdem wir 
Trinkwasser und frischen Proviant an Bord genommen, setzten wir am 6. No- 
vember um 11"a mit frischer Briese von Süd und nach WzN mitlaufendem Strome 
unsere Reise fort und gelangten am nächsten Tage aufserhalb der Strafse. Um 
L1"p am 7. November peilte Java Head- Feuer ONO 21 Sm. Der Südostpassat, 
den wir schon am Ende der Sunda-Strafse erhalten hatten, blieb stehen. 
Die Fahrzeit von Hongkong nach dem Indischen Ozean hatte infolge aller 
Widerwärtigkeiten die lange Dauer von 41 Tagen. 
Ein Orkan bei den Kap Verden vom 17. bis zum 19, September 1897. 
Bearbeitet von Fr. Hegemann, Assistent der Seewarte, 
Im Gebiete des Nordostpassates in der Nachbarschaft der Kap Verden 
ireten gelegentlich und manchmal ganz unerwartet Orkane auf. Ihre Häufigkeit 
ist zwar nicht grofs, aber doch gröfser als gewöhnlich angenommen wird, und 
dieser Umstand ist gerade ein Grund mehr dafür, Alles, was über solche Orkane 
bekannt wird, zu veröffentlichen, selbst auch dann, wenn dieses erst geschehen 
kann, nachdem bereits eine geraume Zeit verflossen ist. Kin ganz besonderer 
Grund für das Bekanntmachen von Orkanen bei den Kap Verden ist auch der, 
Jie Schiffeführer vor einem allzu grofsen Gefühl der Sicherheit vor Stürmen in 
dieser Gegend zu bewahren, aus welchem leicht viel Unheil hervorgehen kann. 
Ueber den hier zu besprechenden Orkan vom 17. bis 19. September 1897 
sind von den folgenden Schiffen Berichte bei der Seewarte eingegangen: Segler 
„ErwinRickmers“, Kapt. H. Schütte, „Pera“, Kapt. A. Teschner, „R.C.Rickmers“, 
Kapt. F. Tiemann, „Brunshausen“, Kapt. F. W. Keppler, und „J. W. Wendt“, 
Kapt. L. Lafs, sowie Dampfer „Tucuman“, Kapt. H. Hansen, und „Bonn“, 
Kapt. A. Winkel. Die fünf Segelschiffe befanden sich auf der Ausreise, die 
veiden Dampfer auf der Heimreise. Der ungefähre Verlauf des Orkans ergiebt 
sich aus einer Betrachtung der hier gegebenen Tabelle der an Bord der genannten 
Schiffe angestellten meteorologischen Beobachtungen und der sich daran 
schliefsenden näheren Beschreibungen über die vorgekommenen KEreignisse. 
Meteoroloxzische Beobachtungen. 
Schiff 
N-Br W-Le 
Wind 
Luft- ‘ Luft- 
druck ' temp. 
mm CC“ 
Bewölkung 
0—-— 10 
Seegang 
Wetter] og 
Am 17. September 1897, 12 Uhr mittags. 
Ss. „Erwin Rickmers“ 
S. „Pera* . . . 
S. „R. C. Rickmers“ 
S, „Brunshausen“ 
SS J. W. Wendt“ 
D. „Tucuman“* . 2.0 
>. „Bonn“ 
274 
33.1° 
(} 
26,8 
24,5 
23,7 
CD 
19,2 
22,3 
22,3 
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18.2 
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7eE4B) 
961 
764,3 
763,4 
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24,9 
24,4 
24,6 
DL 
755.6 26.2 
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