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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

202 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1901. 
großer Vorsicht zu benutzen. Auch finden kleine Schiffe Ankerplatz 3 Kblg. 
südlich von dem auf der Skizze angegebenen Ankerplatze, jedoch müssen sie 
hier vertäuen, da sie keinen Raum zum Schwaien haben. 
Aguirre-Hafen auf den Kanahauan-Inseln an der Westküste von Samar, 
Auf die vorzüglichen Eigenschaften des Aguirre-Hafens als Taifunanker- 
platz für den Fall, dafs man darin Schutz suchen mufs, wird hier besonders 
aufmerksam gemacht. Das V. St.-Kriegsschiff „Panay“ fand beim Einlaufen durch 
die Osteinfahrt nirgends geringere Tiefen als 26 m, nur auf dem Ankerplatze in 
der Mitte des Hafens 20 m. An der Hand der amerikanischen Karte No. 1716 
konnte das Schiff, indem man Batgongon-Eiland an St. B. liefs, durch die südliche 
Einfahrt auf einem nahezu geraden Kurse und 13,3 m geringster Wassertiefe 
einlaufen. Von den Kriegsschiffen „Panay“ und „Pampanya“ wurde mit Booten 
die nördliche Einfahrt ausgelothet und beim Auslaufen benutzt. Man fand dort 
bei etwa halber Tide 6,4 m geringste Wassertiefe. Bei einem zweiten Besuche 
des Hafens dampften diese Schiffe nach sorgfältigen Lothungen durch die 
Durchfahrt dicht unter der Südküste von Kanahauan Dako innerhalb eines 
kleinen Inselchens aus und fanden 7,3 m geringste Wassertiefe, obgleich nach 
der Karte dort seichtes Wasser ist. Schiffe von mittlerem Tiefgange können 
daher auf diesem Wege in dringenden Fällen unmittelbar einlaufen. Die Kana- 
hauan-Inseln liegen von Katbalogan 12 Sm, von Kalbayok 15 Sm entfernt, Der 
Aguirre-Hafen ist daher für beide Städte, da diese an einer offenen Küste liegen, 
ein vorzüglicher Zufluchtshafen. 
Gatico.”) 
Nach einem Bericht des Kapt. Rud. Buller, Führers der Bark „Ennerdale*, 
ergänzt nach englischen Angaben. 
Gatico ist ein unbedeutender Ort an der chilenischen Küste von etwa 
150 Einwohnern, der 3! Sm nördlich von der Cobija-Huk liegt an der Gatico- 
oder Kupfer-Bucht, deren Breite zwischen der Gatico-Huk an ihrer Südseite und 
der Grande-Huk an ihrer Nordseite 3 Sm beträgt. Die geographische Lage ist 
etwa 22° 30‘ S-Br und 70° 13‘ W-Lg. 
Ansteuerung. Gute Landmarken zum Ansteuern der Bucht giebt es 
wenige, da die obere Hälfte der Hügel beständig durch Nebel verdeckt wird. 
Von Süden kommend, empfiehlt es sich, beim Mejillones-Berge Land zu machen 
and dann von einem Punkte, etwa 10 Sm südlich von Cobija, das an seiner 
weißen Kirche und einem grofsen Hause mit zwei thurmartigen Aufbauten sehr 
gut auszumachen ist, in 2 bis 4 Sm Abstand längs der Küste zu steuern. In 
solchem Abstande wird man auch die beiden Inselchen mit weißen Spitzen bei 
der False-Huk, die 1'/z Sm südlich von Cobija liegen, leicht ausmachen können. 
Der Rauch der Schmelzwerke in Gatico ist schon aus beträchtlicher Entfernung 
sichtbar und daher eine vorzügliche Landmarke. Von Cobija nach Gatico be- 
stimmt, steuere man in etwa 4 Kblg. Abstand längs der Küste, bis die Landungs- 
hrücken in Gatico in Sicht kommen, was jedoch erst geschieht, wenn man sich 
dwars von der Rocky-Huk befindet. Dann steuere man auf den Ankerplatz zu, 
von dem man nur noch etwa 2 Sm entfernt ist. 
Von Norden kommend, wird man, nachdem man in Sicht der Cobija-Kirche 
gelaufen ist, auf diesc mit rw. S 22° 0- (mw. SOzS-) Kurs zusteuern, bis die Pacht- 
höfe an der Südseite der Gatico - Bucht sichtbar werden; dann bringe man den 
nördlichsten, vereinzelt liegenden Pachthof mit dem Brückenkopfe in Eins, in rw. 
S59°0 (mw. 0S0!/40), und steuere in die Bucht hinein, die in geringem Ab- 
stande vom Lande rein ist. 
Leuchtfeuer, Nach Kapt. Bullers Angabe ist ein weifses festes Laternen- 
feuer von 6 Sm Sichtweite auf einem 5,5 m hohen rothen Pfahle eben westlich 
von Gatico eingerichtet. 
Schleppdampfer. Ein kleiner ziemlich kräftiger Schleppdampfer Namens 
„Gatico“ ist Eigenthum der Minenwerke. Kinlaufend kann man seine Dienste 
I) Engl. Adm.-Karte No, 1301: „Harbours on the coast of Chile“ (Plan).
	        
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