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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Zur Küstenkunde der Philippinen. 
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vom: Strande. Zur Bestimmung .des Schiffsortes nach Kreuzpeilungen empfiehlt 
es sich, den Albai-Vulkan‘ und die Alulayan-Insel zu verwenden, deren Lage auf 
der erwähnten Karte richtig angegeben zu sein scheint. - 
Ein kleines, in der Karte nicht angegebenes Inselchen östlich von Sibang, 
an der Nordseite des Lagonoi-Golfes, liegt etwa rw. S:63,5° W (mw. SWzW*°/sW), 
21/2 Sm. von dem.in ‚der. Karte mit „sharp peak“ bezeichneten Gipfel. Die 
Lootsen berichten, .dafs sich ein grofses kegelförmiges, in der Karte fehlendes 
Riff. von. dieser Insel aus rw.-S45,5°W (mw. SW) 4,7 Sm weit. erstrecke, dessen 
Hauptzug vom „sharp. peak“ rw. S57°W (mw. SWzW) peile, 2A 
. Beim Auslaufen bringe man Alulayan-Eiland einen Strich an St.-B. und, 
wenn es dwars peilt, steuere man auf die Maqueda-Durchfahrt: zu oder : setze 
seinen .Kurs so, dafs man von der Batan-Insel freisteuert. . 
Der beste Taifunankerplatz in dem Golfe liegt in.der Bucht hinter (westlich 
von) der Alulayan-Insel. Diese Insel fällt an ihrer Ost- und Südseite steil unter 
Wasser ab; man kann sich ihr auf tiefem Wasser bis auf 120 m nähern. Um 
den Ankerplatz aufzusuchen, steuere man auf N 895° W- (mw. West-) Kurs auf 
den höchsten Punkt der Insel zu. Wenn man bis auf 2 Kblg. an die. Insel 
herangelaufen ist, steuere man um die südliche Huk herum und in die Bucht an 
der Küste ‚von Luzon.hinein. Ankerplatz auf 18 m Wasser über weichem Grunde 
findet man in !/s Sm. Abstand vom. Strande. . Vom Ankerplatze. peilt man die 
nördliche Huk am Festlande (Luzon) rw. N 12°O (mw. NzO), die südliche Huk 
am Festlande (Luzon) rw. N 82°O0 (mw. 0%4N), die nördliche Huk des Alulayan- 
Eilands rw. N 40°0 (mw. NO'/AN), die südliche Huk des Alulayan-Eilands rw. 
N65°0 (mw. NOz0%/40). Der Raum zwischen der Nordhuk des Alulayan- 
Eilandes und der nördlichen Huk (Luzon) wird von Riffen, besonders an der 
Seite von Luzon ausgefüllt, daher ist. der Ankerplatz nach dieser Seite hin ge: 
schützt, während er nach. südlicher Richtung vom Eilande zwischen den Peilungen 
rw. N595°0 (mw. NOz0'/40) und. rw. N82°0 (mw. O%4N) offen ist. Die 
Wassertiefen in dieser kleinen Bucht sind sehr grofs, besonders unter dem nörd- 
lichen Lande, wo in 60 m Abstand vom Strande 46 m Wasser über. Schlickgrund 
gefunden wurde: Der bereits erwähnte Ankerplatz scheint der einzige brauchbare 
in der Bucht zu sein. 
Barra de Lagonoi ist nur eine. Bucht. : Das Land an der Nordseite des 
Golfes tritt weiter nach Nord zurück, als auf der Karte angegeben ist. Auch 
findet man hier 70 bis 90 m Wasser, wo nach der Karte 22 m und 26 m Wasser 
sein sollte; unter der Küste im nördlichen Theile des Golfes wird wohl allgemein 
etwa 73.m Wassertiefe sein; Ein Fluß, von Nord und. West kommend, mündet 
etwa 2 Sm nordwestlich. von der Huk südlich und westlich ‚von „sharp peak“. 
Von dieser Huk aus erstreckt sich ein Riff etwa 4 Sm weit in südsüdwestlicher 
Richtung. © 
Gijalo-Ankerplatz im nördlichen Theile des Lagonoi-Golfes: siehe die 
Skizze auf Tafel 17. 
Die erste Bucht südlich von der Kanamuan-Huk an der Südostküste von Luzon. 
Bei der Ansteuerung des Ankerplatzes’ (siehe Tafel 18), der von der 
nördlichen‘ Katanagüan-Insel etwa West peilt, steuere man in ‘die Bucht hinein 
auf einem Kurse parallel zum Lande an der Nordseite in einem Abstande von 
etwa 1 Kblg., bis die Küste nach Norden abbiegt und die nördliche Bucht bildet. 
Dann‘ steuere man auf die hellgrauen Steine auf der Bank am westlichen Lande, 
eben rechts von der westlichen kleinen Bucht zu und ankere auf 19,2 mn Wasser 
über Schlickgrund. Vom Ankerplatze peilt die südliche.Huk .an der Einfahrt 
im die ‚Bucht rw. S89,5°O (mw. Ost) und die Nordkante . von der nördlichen 
Katanaguan-Insel rw. N 70,5°0 (mw. ONO0'/40). 
Im Taifun sollten kleine Schiffe in die nördliche Bucht laufen und je 
einen Heckanker an jeder Seite und den Buganker gut nach Nord fallen lassen, 
was erforderlich ist, da die Bucht nicht genügend Raum zum Drehen bietet. 
Die Hauptbucht ist ungeschützt zwischen den Peilungen rw. N 51°O (mw. NO0*40) 
und N 79°O (rw. OzN), aus welcher Richtung beträchtlicher Seegang in. die 
Bucht steht. Kleine Schiffe können in der westlichen Bucht hinter dem Riffe 
ankern, jedoch ist die Durchfahrt um das Riff herum eng und steinig und unter
	        
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