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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1901. 
für k nach obenstehender Formel berechnet. Da zeigte sich, dafs k mit hin- 
reichender Genauigkeit gleich grofs für alle unfersuchten sieben Koncentrationen 
des Meerwassers von 9,20°%o bis 32,70°0o gesetzt werden konnte, doch veränderte 
es sich langsam mit der Temperatur, so dafs, wenn es für t etwa 0° gleich 
+ 0,0113 ist, es bei 22° gleich — 0,0093 sein wird. Indem man nun k für die 
verschiedenen Temperaturen kennt, wird man aus dem ganzen Beobachtungs- 
material die Werthe für log m,, nach der Formel 
log m, ; = log m — k (t— 15) 
berechnen. 
Aus den im Laboratorium vorgenommenen Widerstandsmessungen in Meer- 
wasser von verschiedenem Salzgehalt ging hervor, dafs män mit hinreichender 
Genauigkeit den Salzgehalt S aus folgender Gleichung finden konnte: 
S=S, mes, 
wo S, und x Konstanten sind, die für jede einzelne Station aus ein Paar Wider- 
standsmessungen und dazu gehörenden Titrirungen berechnet werden. Indem 
log m, für jede einzelne der Beobachtungen berechnet ist, berechnet man nun 
log S aus 
log S = log Sy + x log m, 5, 
woraus dann der Salzgehalt S, wieder in °/oo ausgedrückt, gefunden wird. 
In Analogie mit den Bezeichnungen bei den Temperaturen bedeutet in 
Fig. 5, welche die Ergebnisse für Station 10 bringt, ein Dreieck (4), dafs die 
Bestimmungen mit Hülfe des Wasserschöpfers und Chlortitrirung vorgenommen 
sind; ein Kreuz (x) bedeutet, dafs der Salzgehalt mit dem elektrischen Apparat 
während des Niederlassens gemessen ist, und ein kleiner Kreis, dafs derselbe 
während des Aufholens gemessen wurde. 
Die Station 10 (Fig. 5) lag 3 Sm im Südwesten vom Feuerschiff „Schultz- 
Grund“ auf 51 m Wassertiefe und ist am 15. August 1900 bei einer Lufttemperatur 
von 17,5° eingenommen. Wind NO2, Strom nach SW, während der Messungen 
zunehmend, 
Die Temperatur nimmt, wie man sieht, sehr schnell ab bis zu einer Tiefe 
von 25 m, nämlich von 17° bis 9°, aber es findet nirgends auf den Kurven ein 
plötzlicher Uebergang statt. Die Lagen der Wendepunkte sind sehr schwer 
genau zu bestimmen; eine Stelle liegt zwischen 12 und 16m, und der Werth 
A (Differentialquotient von T' nach x, wenn T die Temperatur, x die Tiefe in 
Metern bedeutet) ist nur 0,6. Von 25 bis 33 m Tiefe steigt die Temperatur 
etwa !/°. Von hier nimmt dieselbe wieder ab nach dem Grunde zu und ist da- 
selbst 812°. Der Salzgehalt zeigt kaum so unregelmäfsige Verhältnisse wie die 
Temperatur, doch ist er im Gegensatz zu anderen Salzgehaltskurven auf der 
letzten Strecke abnehmend, von etwa 33m bis zum Grunde. Die Wendepunkte 
liegen in einer Tiefe zwischen 10 und 14m, und der Werth Ps (wie oben bei 
der Temperatur, nur bedeutet S den Salzgehalt in °/oo) ist gleich 1,7 und damit 
kleiner als die entsprechenden Werthe im nördlichen Theile des Sundes und 
weiter nach Osten im Kattegat. — 
Soweit Knudsen. 
Die beschriebenen Einrichtungen haben sicherlich befriedigend funktionirt; 
freilich sind die Untersuchungen bisher auf sehr geringe Tiefen beschränkt ge- 
blieben. Die Konstantenbestimmungen, zumal für die Salzgehalte, sind recht 
mühsam, wenn sie für jede einzelne Station besonders durchgeführt werden 
müssen. Lehrreich ist u. A., dafs, wenn Kondensatoren eingeschaltet werden, 
das Telephon benutzbar bleibt.!) Schott. 
3 Vgl. oben, Seite 168.
	        
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