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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Schott: Elektrische Tiefenthermometer. 
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Man wird aber doch das Telephon nicht vollständig stumm machen können, man 
erkennt aber die Einstellung an einer Veränderung in der Klangfarbe des 
Lautes, welchen das Telephon giebt, und diese Veränderung ist so charakteristisch, 
dafs es eben so leicht und sicher ist, darauf einzustellen, wie auf ein gewöhn- 
liches Lautminimum. 
Die Widerstandsgefäfse. Wenn das Widerstandsgefäfßs, das zur Be- 
stimmung des Salzgehaltes des Meerwassers dient, durch das Wasser gezogen 
wird, muß Letzteres frei durchströmen können, damit das Widerstandsgefäfs zu 
Fa 3 jeder Zeit diejenige Sorte von Wasser enthalten 
W kann, welches dasselbe umgiebt. Fig, 3 zeigt das 
Widerstandsgefäßs in !/s natürlicher Größe, wie es 
benutzt wurde. Dasselbe besteht aus zwei ganz 
gleichen Glasröhren, die in der Mitte eine Aus- 
weitung haben, in welcher die cylindrisch geformte 
Platinelektrode angebracht ist. Aus der Figur sieht 
man, dafs jede der Röhren aus zweien gebildet ist, 
von welchen die eine a sich in ein weiteres gleich- 
falls cylindrisches Rohr b fortsetzt. Dieses weitere 
Rohr dient zur Aufnahme der Elektrode e; ist diese 
angebracht, so wird das Rohr c mit Hülfe des 
Kautschukpfropfens d festgesetzt, und der übrige 
Zwischenraum zwischen den Röhren b und c wird 
mit einer plastischen Mischung von Harz und vene- 
tianischem Terpentin gefüllt. Diese Mischung hat 
den Vortheil, durchsichtig zu sein, und dient zum 
Isoliren der Löthstelle zwischen der Kabelleitung 
and dem Stück Platindraht, auf welchem die Elek- 
trode befestigt ist. Damit die plastische Masse nicht 
auslaufen kann, selbst wenn dieselbe zufällig recht 
warm werden sollte, ist dieselbe mit einer dünnen 
Schicht Gips bedeckt. — 
Da die Elektrolyten im Vergleich zu den 
Metallen einen grofsen Temperatur-Koefficienten für 
den elektrischen Widerstand haben, lag es nahe, 
einen Elektrolyien zur Temperaturmessung zu 
benutzen, indem natürlich dafür gesorgt wurde, dem 
Widerstandsgefäfs eine solche Form zu geben, dals 
die Flüssigkeit, welche dasselbe enthielt, die Tempe- 
ratur der Umgebung rasch annehmen konnte. Das Widerstandsgefäfs bestand 
aus einem dünnwandigen Glasrohr (Fig. 4, in '/s natürlicher Gröfse). Die 
scheibenförmigen Elektroden waren durch den Kautschukpfropfen aa ein- 
gesetzt, und die Löthstellen waren auf dieselbe Weise geschützt wie in 
dem vorher besprochenen Widerstandsgefäfßs. Im Raume zwischen den Elek- 
troden war ein an dem einen Ende geschlossenes Glasrohr b angebracht, im 
Uebrigen ist dieser ganze Raum mit einer Lösung von etwa 10°% Chlorammonium 
und etwas Sublimat gefüllt. Das Rohr b bewirkt indessen, dafs nur die dünnere 
Schicht der Elektrolyten, welche sich zwischen b und dem äufseren Rohr befindet, 
die Elektrieität leitet und daher der Temperatureinwirkung eine grofse Fläche 
von geringer Dicke darbietet. Welche Stellung das Rohr b einnimmt, ist gleich- 
gültig, wenn es nur nicht auf die Elektrode herabfällt und diese zudeckt. 
Man kann es am leichtesten dadurch auf seinem Platz halten, wenn die 
Auflösung mit 10% Gelatine steif gemacht wird, und dadurch erzielt man zu- 
gleich einen zweiten, noch größeren Vortheil. Denn es ist schwer ganz zu ver- 
hindern, daß etwas Schmutz, Schmelztropfen, Platinschwarz und ähnliche Sachen 
in die Auflösung kommen, und wenn dies sich dann auf verschiedene Weise im 
äufseren engen Raum zwischen den Glasröhren lagert, kann es Veranlassung zu 
Aenderungen im Widerstand geben. 
Fig. 
2, Die Ausführung der Messungen und die Berechnung der Resultate. 
Bei den Messungen an Bord versenkt der Gehülfe die Widerstandsgefäfse 
ins Wasser: wenn sie gerade unter der Wasseroberfläche sind, liest der Beob-
	        
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