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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1901. 
Man erhält also . 
‚„..e_ E dE 
hs AR Ca 
Auf dieselbe Weise bekommt man 
- e E dE 
br AR ar 
Eliminirt man e aus diesen Gleichungen, so bekommt man 
x ‚dE dE 
Ken R KEnC 
Diese Gleichung soll gelten, selbst wenn E eine beliebige Funktion von t 
ist. Dieselbe wird folglich in zwei Gleichungen zerspaltet: 
E = 5 und r, C, = r, C, oder R, C, = R, C,. 
Diese Gleichungen müssen bestehen, damit kein Strom durch das Telephon 
gehen kann. Lassen wir nun R, den konstanten Vergleichungswiderstand sein, 
welcher bei den Messungen 1000 oder 10 000 Ohm war, dann mufs R, der Wider- 
stand sein, welcher gemessen werden soll, während C, die Kapacität des Kabels 
und C, die Kapacität des Kondensators ist, welcher parallel mit dem Ver- 
gleichungswiderstand gelegt wird. Wir bekommen dann aus der letzten Gleichung 
= 
Hier ist während einer Messung B} konstant oder nahezu konstant, und 
2 
man findet also, daß die Kapacität des Kondensators mit dem Widerstand, 
welcher gemessen werden soll, proportional sich ändern muls. 
Es erweist sich folglich als nothwendig, einen Kondensator zu haben, dessen 
Kapacität innerhalb ziemlich weiter Grenzen kontinuirlich variirt werden kann. 
Als Isolationsmaterial in einem solchen wurden Glimmerplatten benutzt. Auf 
jede Platte wird ein Belag von sehr dünnem Stanniol geklebt und oben auf dieses 
wieder schmale Streifen von Glimmer, daun werden die Platten aufeinander auf- 
gestapelt. Indem soviel wie möglich dafür gesorgt wird, dafs die Glimmer- 
streifen nicht übereinander zu liegen kommen, wird der ganze Satz in hohem 
Grade für Druck elastisch werden. Der Satz wurde in einen Kasten gelegt, 
durch dessen Deckel eine feine Schraube unten gegen eine Ebonitplatte geführt 
war, welche oben auf den Stapel gelegt wurde. Mit Hülfe der Schraube konnte 
der Satz zusammengedrückt werden, wodurch die Kapacität ganz kontinuirlich 
auf das Vierfache vermehrt wurde. Wurde die Schraube aufgeschroben, dann 
nahm die Kapacität wieder auf ihren ursprünglichen Werth ab. Die Platten im 
Satz wurden in drei ungleich grofse ÄAbtheilungen getheilt, von denen die 
Leitung auf gewöhnliche Weise durch den Deckel des Kastens zu Messing- 
lamellen geführt wurde, so dafs man mit Hülfe von Metallstöpseln eine der Ab- 
theilungen allein oder in Verbindung mit einer von den anderen oder mit beiden 
anderen benutzen konnte. Nennt man die Kapacität der kleinsten Abtheilung, 
wenn der Stapel nicht zusammengedrückt ist, c, so wird sie, wenn der Stapel 
zusammengedrückt ist, die Kapacität 4 c haben. Die nächste Abtheilung läßt 
man unzusammengedrückt die Kapacität 4c haben, also zusammengedrückt 16 c. 
Der dritten Abtheilung giebt man die Kapacität 20c unzusammengedrückt, also 
80 c zusammengedrückt. Durch Hülfe der drei Stöpsel und der Schraube ist 
man im Stande, eine beliebige Kapacität von c bis zu 100 © zu bekommen. Hätte 
man noch eine Abtheilung Platten von passender Gröfse gehabt, so sieht man 
leicht, dafs man die Kapacität bis auf 5006 u. s. w. hätte bringen können. 
Bei den Messungen wird dieser Kondensator parallel mit dem Vergleichs- 
widerstand angebracht; man dreht die Trommel mit dem Lothdraht und stellt, 
so gut man kann, auf Laut-Minimum ein. Hierauf stellt man mit Stöpsel und 
Schraube auf den Kondensator ein, bis man wieder das Laut-Minimum bekommt, 
stellt wieder auf der Trommel ein u. 8. w. Man sollte von vornherein kaum 
erwarten, dafs diese Einstellung so leicht ist, wie sie sich in Wirklichkeit zeigt; 
dieselbe wird bei einiger Uebung im Laufe von wenigen Sekunden vollführt.
	        
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